So pflanzen und pflegen Sie Margeriten am besten

Margeriten sind ein echter Hingucker im Garten und auf dem Balkon und dabei pflegeleicht. Wie Sie die Blumen am besten pflanzen und pflegen plus Tipps zum Überwintern und Schneiden.

Margeriten: So pflanzen und pflegen Sie die Blumen am besten
Margeriten sind eigentlich pflegeleichte Blumen. Sie brauchen aber viel Wasser. Foto: © HeikeRau/ iStock / Getty Images Plus
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Gewusst? Der griechische Name für die Margerite, Leucanthemum, bedeutet übersetzt «weisse Blüte».

Die beliebten Margeriten, selten auch Margariten, gehören zur Familie der Korbblütler und sind in ganz Europa verbreitet. Charakteristisch sind vor allem die Blüten der Pflanze mit der gelben Mitte, der Botaniker spricht von gelben Röhrenblüten, und den weissen Blütenblättern. Sie kommen besonders gut als Beetpflanze zur Geltung. Aber auch im Topf auf Balkon oder Terrasse und als Schnittblumen machen sie eine gute Figur.

Magerwiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) werden gerne im eigenen Garten gesät, um Bienen oder Schmetterlinge anzulocken. Auf der grünen Rasenfläche sehen die hübschen Blüten zudem aus wie Perlen.

Alles, was Sie über die unterschiedlichen Sorten, den optimalen Standort und die richtige Pflege wissen sollten, plus wie Sie Strauch-Margeriten überwintern.

Die unterschiedlichen Margeriten-Arten für Garten und Töpfe

Bei den Gartenmargeriten reicht das Farbspektrum von weiss bis violett.

Im Handel reicht das Angebot der Farben von weiss bis violett und sogar gelb und rot. Foto: © Kwangmoozaa/ iStock / Getty Images Plus

Die heimische Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) kennen wir von Feldern und Weiden. Die Pflanze eignet sich hervorragend für einen natürlich gestalteten Garten und zählt zu den mehrjährigen, winterharten Margeriten-Sorten. Auch die Garten- oder Sommer-Margerite (Leucanthemum maximum) peppt Ihr Beet auf. Nebst der weissen Sorte erweitern rote, rosafarbene oder gelbe Züchtungen das Farbspektrum.

Und aus dem Staudensegment, also den bei uns mehrjährigen Pflanzen, gibt es nocht die spät blühende (September bis Oktober) Herbst-Margerite (Leucanthemella serotina). Sie schneiden als später Pollenspender gut bei Bienen ab und begeistern an trüben Herbsttagen mit einer Höhe zu 150 Zentimetern und grossen weissen Büten.

Wenn Sie die Blume pflanzen, dann ist gut zu wissen, dass die Wiesen-Margerite sich gerne aussamt und Ausläufer bildet, dafür aber als eher kurzlebig gilt. Bei der langlebigen Garten-Margerite ist dies nicht der Fall.

Tipp: Damit sich die Samen schön verteilen, sollten Sie die letzten Blüten Ende Oktober nicht schneiden. Die Blumen erscheinen dann jedes Jahr an einer anderen Stelle im Garten. Wenn Sie hingegen die Samen aufhalten möchten, sollten Sie unbedingt rechtzeitig die Blüten entfernen.

Strauchmargeriten werden gerne auch als Margeritenbaum gezüchtet.

Ein Margeritenbaum ist trotz seines robusten Stämmchens nicht winterhart. Foto: © Magdevski/ iStock / Getty Images Plus

Die Strauch-Margeriten (Argyrathemum) sind verwandt mit den heimischen Leucanthemum-Arten. Die beliebte Zierpflanze wird gerne als Hochstamm gezüchtet. Im Aussehen sehr ähnlich wie unsere winterharten Sorten, lediglich mit kleineren Blüten, dafür mit einem Stämmchen, sind diese Pflanzen, entsprechend ihrer Heimat – Azoren, Madeira und Kanarische Inseln – nicht winterhart und müssen im Haus überwintern. Dies betrifft nicht nur junge Margeriten, sondern auch ältere Exemplare.

Man sollte sie erst nach Ende der Frostgefahr pflanzen und am besten in einen Kübel mit normaler Blumenerde. Im Herbst muss man ebenfalls darauf achten, dass die Pflanzen keinen Frost abbekommen.

Auch die Bornholmer Margerite, die aus Afrika stammt, ist nicht winterhart.

Nachhaltigkeitstipp: Die Blumen sind in heimischen Gärten bei Wildbienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen als Nahrungspflanze beliebt.

Der richtige Standort

Margeriten brauchen einen sonnigen Standort im Garten oder auf dem Balkon

Die Stauden mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten oder auf dem Balkon. Foto: © DiyanaDimitrova/ iStock / Getty Images Plus

Margeriten gedeihen besonders gut an einem sonnigen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung. Wenn Sie sie an einem Standort im Halbschatten pflanzen, dann ist das auch kein Problem. Liegt der Standort im nicht ganz so dunklen Schatten, dann wächst die Pflanze langsamer und bildet weniger Blüten.

Die Pflanzen mögen einen durchlässigen Boden. Bekommen sie einen schweren, humusreichen Boden zum Wachsen, gedeiht meist eine üppige Blütenpracht. Mit leichtem, sandigem Boden kommen sie allerdings auch zurecht.

Auch wenn das Angebot an Erde noch so gross ist: Als Kübelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse setzen Sie sie einfach in ganz normale Erde für Topfpflanzen. Mehr ist gar nicht nötig.

Nachbarschaftstipp: Kornblumen, Klatschmohn, Lupine, Schafgarbe oder Echinacea blühen im Sommer als besonders gute und ebenfalls bienenfreundliche Pflanzen in ihrer Nachbarschaft.

Margeriten pflegen ist leicht

Während die Wiesen-Margerite nicht so durstig ist, möchten die Sommer- und die Strauch-Margerite täglich und ausreichend Wasser. Denn bei heissen Temperaturen lässt sie schnell Blatt für Blatt hängen.

Besonders wichtig bei der Pflege ist, dass der Wurzelballen niemals ganz austrocknet. Passiert es doch, lässt die Pflanze schnell ihre Blüten und Blätter hängen und die Blumen verblühen. Deshalb sollte man sie an sehr warmen Tagen morgens und abends giessen.

Tipps für die Margeriten-Pflege im Frühjahr

  • Schneiden Sie vertrocknetes Pflanzenmaterial Ihrer Leucanthemum im Frühjahr bis zum Neuaustrieb zurück. Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt: Wenn Sie Neuaustrieb im März oder April sehen. Wenn möglich nicht im Herbst zurückschneiden, denn die Pflanzen sehen im Winter gut aus und bieten Gartenbewohnern Unterschlupf. Schneiden Sie sie erst im Frühjahr, dann überwintern sie im Beet auch besser. Wenn Sie einmal im Jahr schneiden, fördert das die Blüte.
  • Ob im Kübel oder Beet: Geben Sie den Blumen einen Langzeitdünger. Urgesteinsmehl ist z. B. eine gute Wahl.
  • Garten-Exemplare sollten Sie alle 2, 3 Wochen düngen.
  • Hoch wachsende Exemplare neigen leicht zum Umfallen. Eine Stütze, z. B. ein Staudenring, verhindert dies.

Margeriten pflegen während der Blütezeit

Je nach Sorte ist die Blütezeit von Mai/Juni bis Oktober.

Um die die Pflanze blühfreudig zu halten, sollten Sie bei Bedarf, mindestens einmal pro Woche, zu einer scharfen Schere greifen und verwelkte Blüten abschneiden. Hierbei die verblühten Blüten immer vom Stängel bis zum obersten Blatt schneiden. Dank dem Schnitt wachsen und blühen sie umso schöner. Auch gelbe Blätter sollten Sie regelmässig entfernen.

Für eine volle und schöne Blüte sollten Sie Sommer-Margeriten alle 3, 4 Jahre teilen. Hierzu im Herbst oder bei Austrieb im Frühjahr ausgraben und mit einem Spaten an den Wurzeln in mehrere Pflanzen teilen.

Strauch-Margeriten vertragen ein- bis zweimal im Monat etwas Flüssigdünger. So versorgt blühen die Stauden noch üppiger.

Achtung Kontaktallergie! Wer bekanntermassen gegen Korbblütler bei Hautkontakt mit Ausschlag reagiert, sollte auf Margeriten im Garten und auf dem Balkon verzichten.

Strauch-Margeriten überwintern

Während unsere heimischen Arten gut die kalte Jahreszeit überstehen, vertragen Strauch-Margeriten keinen Frost geschweige denn einen ganzen Winter im Freien. Deshalb sollten sie, bevor die ersten Fröste beginnen, ins Haus zum Überwintern geholt werden. Optimal ist dann ein heller, 10 bis 15 Grad kühler Standort.

Die Staude müssen Sie vor der Winterruhe etwa um 1/3 zurückschneiden. Es muss auch weniger gegossen werden, der Wurzelballen sollte allerdings trotzdem nie ganz trocknen. Werden die Tage im Frühjahr wieder wärmer, kann die Kübelpflanze nach dem letzten Frost wieder nach draussen.

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