So pflegen und überwintern Sie Ihren Hibiskus richtig

Nicht umsonst gehört der Hibiskus zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Doch nicht alle Sorten sind winterhart. Alles zur Hibiskus-Pflege und wie Sie Ihren Hibiskus richtig überwintern.

Hibiskus richtig pflegen und überwintern für eine volle Blütenpracht
Ob im Garten oder drinnen: Die Blüte des Hibiskus, auch Hibiscus, sorgt für schöne Akzente. Foto: © matricul / iStock / Getty Images Plus
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Der zu den Malvengewächsen (Malvaceae) zählende Hibiskus stammt aus China und Südostasien. Vom Hibiskus, auch Hibiscus oder Eibisch, gibt es mehr als 200 Sorten. Die Farbenvielfalt, in der die Pflanzen blühen, ist fast ebenso gross. Zudem gibt es neben Sorten mit einfachen Blüten, auch solche mit prachtvollen, gefüllten Blüten.

Wir zeigen alles zur Hibiskus-Pflege, wie Sie die winterharten Sorten überwinternwie die Überwinterung des frostempfindlichen Chinesischen Hibiskus gelingt und wie Sie erfolgreich Jungpflanzen vom Topf in den Garten setzen.

Hibiskus: verschiedene Sorten

Gartenhibiskus (Hibiscus syriacus)

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Der Hibiscus syriacus, kann, wenn der richtige Standort gewählt wird, draussen im Garten wachsen. Foto: © matricul / iStock / Getty Images Plus

Hierzulande die bekannteste Hibiskus-Sorte ist der Gartenhibiskus (Hibiscus syriacus), auch Straucheibisch genannt, der als winterharter Kleinstrauch im Garten wächst.

Der Eibisch ist eine sehr pflegeleichte Art. Die Pflanze liebt einen hellen, sonnigen und windgeschützten Standort im Garten.

Chinesischer Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis)

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Der Chinesische Roseneibisch besitzt riesige Blüten. Foto: © N-sky / iStock / Getty Images Plus

Eine bei uns ebenfalls sehr beliebte Art ist der Chinesischen Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis), auch Roseneibisch genannt. Er ist die Nationalblume Hawaiis.

Der Roseneibisch wächst in der Wohnung als Zimmerpflanze und im Sommer auch an bestimmten Standorten im Freien.

Die Pflanze gedeiht ausgezeichnet in Töpfen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten an einem geschützen und sonnigen Standort. Zum Überwintern muss diese Art des Eibisch aber in der Regel nach drinnen versetzt werden.

Hibiskus: Pflege das ganze Jahr über

Der Gartenhibiskus benötigt einen möglichst sonnigen Standort mit lehmigem, aber nicht zu schwerem Boden. Sehr gut eignet sich mit Kompost durchmischte Erde.

Pflanzen Sie Ihren Hibiscus syriacus am besten im Frühjahr, damit er bis im Winter gut im Boden anwachsen kann.

Einen Gartenhibiskus sollten Sie unbedingt regelmässig giessen. Vor dem Giessen sollten Sie aber prüfen, ob sich die Erde trocken anfühlt, da ansonsten Staunässe und in der Folge Wurzelfäule entstehen können.

Bei anhaltender Trockenheit ist vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung besonderes Vorsicht geboten, damit der exotische Zierstrauch nicht verdurstet.

Ebenfalls wichtig für die Hibiskus-Pflege ist regelmässiges Düngen. Vor allem in der Wachstumsphase von Mai bis August gilt ein wöchentlich verabreichter phosphatarmer Dünger als ideal.

Wenn Sie Ihren Hibiskus im Topf halten, verwenden Sie für die Pflanze am besten eine mineralische Düngervariante.

Auch den Gartenhibiskus düngen Sie mit einem mineralischen Dünger einmal in der Woche. Allerdings können Sie ihre Pflanze auch mit einem organischen Dünger düngen. Eine Anwendung im Frühling reicht dann meistens aus, um den hohen Nährstoffgehalt zu erreichen, den der Hibiskus benötigt.

Zusammengefasst sind die wichtigesten Punkte der Hibiskus-Pflege: der passende Standort, der richtige Dünger sowie ein Rückschnitt im Frühling oder im Herbst. So gepflegt wird Sie Ihr Hibiskus mit wunderschönen Blüten belohnen.

Auch im Winter sollten Sie die richtige Pflege Ihrer Pflanze nicht vernachlässigen, da sie die Blüte im kommenden Sommer fördert.

Hibiskus überwintern im Garten: winterharte Sorte

Trotz seiner Herkunft erweist sich der Gartenhibiskus als relativ frostresistente Pflanze, die den Winter gut draussen übersteht. Nur ganz junge Pflanzen sind frostempfindlich. Diese schützen Sie am besten mit Gartenvliess.

Lesetipp:

Somit beschränkt sich die Hibiskus-Pflege im Winter auf das schneiden sämtlicher Triebe, die im Vorjahr blühten, da der Hibiskus ausschliesslich an neuen Trieben Blüten bildet.

Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden des winterharten Hibiskus sind die frostfreie Tage im Januar und Februar.

In dieser Zeit befindet sich das Gehölz in der Wachstumspause und wenn Sie die Pflanze schneiden, verursacht das keine Irritation.

Hibiskus: Pflege von Jungpflanzen

Wenn Sie Jungpflanzen des Gartenhibiskus draussen als Kübelpflanze halten, sollten Sie diese die zur frostigen Zeit mit einer Mulchschicht schützen.

Ab dem frostfreien Frühjahr (nicht erst im Sommer oder Herbst) können Sie diese an einen geschützten Standort im Garten pflanzen. So haben die Jungpflanzen genügend Zeit, um in der Erde festzuwachen, damit sie im nächsten Jahr den Frost gut übersteht.

Nach dem Auspflanzen in den Garten sollten Sie die junge Pflanze zur Pflege von seinen schwächsten Trieben befreien und ihn regelmässig zurückstutzen, um die Wuchsform und die Blütenbildung zu optimieren. 

Hibiskus drinnen überwintern: frostempfindliche Sorte

Bei Werten unter 10 Grad Celsius ist es nicht mehr möglich, frostempfindliche Sorten wie den Chinesischen Roseneibisch draussen zu halten. Daher sollten Sie diese in der kalten Jahreszeit ins Haus nehmen.

Bevor die Pflanze zum Überwintern ins Haus umzieht, ist ein leichter Rückschnitt erforderlich.

Die Mindesttemperatur des Winterquartiers sollte 15 Grad Celsius möglichst nicht unterschreiten. Zudem braucht die Pflanze auch im Winter einen hellen Standort.

Das Zimmer oder der Wintergarten, in dem sie steht, muss regelmässig gelüftet werden, um eine konstante Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, ansonsten besteht die Gefahr, dass der Roseneibisch beim Überwintern von Schädlingen wie Spinnmilben befallen wird.

Während der Überwinterung von September bis April wird die Pflanze nur hin und wieder etwas gegossen. So wird sie vor dem Austrocknen geschützt und steht dennoch nicht zu feucht.

Dünger braucht die Pflanze während der Überwinterung keinen.

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