Sanfter Wintersport: ein Ja zur Umwelt

Schlittenfahren ist ein Spass für gross und klein.

Schlittenfahren im Winter macht in jedem Alter Spass. Foto: © altrendo images / Stockbyte / Thinkstock

Winterwandern: Entschleunigt durch den Schnee

Die fast meditative Ruhe des Winterwaldes überträgt sich schnell auf die Wanderer. Für das Schneewandern benötigt man nur Stöcke und feuchtigkeitsabweisende, mittelfeste Lederbergschuhe, um mit trockenen Füssen ans Ziel zu kommen. Mit festen Gummisohlen überwindet man vereiste Flächen, die sich ab und an auf präparierten Wanderwegen bilden können. Für die richtige Wärme sorgen mehrere Lagen an wasserabweisender Kleidung. Gut gerüstet findet man schweizweit verschiedene Strecken zum Winterwandern vor, die u.a. Schweiz Tourismus zusammenfasst.

Sanfter Wintersport: Schlitteln ist nicht nur was für Kinder

Erst der beschwerliche Aufstieg, gepaart mit Vorfreude und dann die rasante Abfahrt – kurz Schlitteln. Das Kufenfahrzeug stammt ursprünglich vom Hornschlitten, womit die Bauern u.a. Holz transportierten. Nun ist es eine Gaudi für die ganze Familie, die die Fahrt über Schlittelwege geniesst. Eine Übersicht, wo man den naturverträglichen Wintersport nachgehen kann, gibt Schweiz Tourismus (www.myswitzerland.com).

Die Variante mit grösseren Schlitten wird von Hunden oder Pferden gezogen. Die sportliche Alternative ist die rasante Fahrt mit Schlittenhunden. Für Familientouren eignet sich eher der Pferdeschlitten, der eine gemütliche Reise durch den Winterwald erlaubt.

Bei wenig bis gar kein Schnee: Nordic Blading

Rollski oder Nordic Blading ist eine Alternative zum Langlauf und funktioniert auch ohne Schnee.

Sanfter Wintersport: Aufschläge im Schnee

Wer im Schnee golft, benötigt kein Handicap. Austragungsorte sind sowohl Golfplätze als auch zugefrorene Seen. Deshalb sind die Regeln locker und die Bälle farbig. Ein Veranstalter ist beispielsweise Iglobase (www.igloobase.ch).

Schlittschuhlaufen, Boccia und Hockey als naturverträgliche Wintersportarten

Seit Jahrzehnten ist Schlittschuhlaufen bei Jung und Alt beliebt. Sind die Seen zugefroren, dann hört man vielerorts die Kufen über das Eis kratzen. Wer nicht alleine fahren möchte, kann auch mit Freunden Eisstockschiessen spielen. Dafür ist nur eine freie Fläche notwendig und eine entsprechende Zahl an Eisstöcken. Noch einfacher umzusetzen ist Besenhockey: Die Mannschaften versuchen mit glatten Schuhen bewaffnet und schmalen Besen in der Hand einen mittelgrossen Ball in zwei Tore zu befördern.

Umweltschonender Schneesport: Umweltschutz-Regeln

1) Wintersportler sollten Schutzgebiete, Waldrändern und schneefreie Hänge meiden sowie nur auf offiziellen Wege und Routen gehen.

2) Findet man beim Aufstieg alte Spuren, sollte man diese auch für sich nutzen.

3) Als treue Wegbegleiter sind Hunde an der Leine zu führen, da diese sonst Wildtiere aufschrecken.

4) In der Dämmerungszeit sollte man nicht mehr durch den Wald gehen, da die Wildtiere zu dieser Zeit besonders empfindlich reagieren.

5) Der eigene Müll und die Ausrüstungsgegenstände gehören in den Rücksack und nicht in die Berge.

6) Wer besonders umweltverträglich Reisen möchte, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Freunde des nachhaltigen Wintersports gehen verantwortungsvoll mit der Umwelt um. Wer sich an entsprechende Regeln hält, tut Mutter Natur einen großen Gefallen. Diese wird sich sicherlich revanchieren – mit atemberaubenden Ausblicken und vergnüglichen Erfahrungen im Schnee.

Linktipps

  • Schweizer Alpen-Club – SAC informiert über nachhaltigen Berg- und Schneesport
  • Cipra - Alpenschutzkommission CIPRA setzt sich für den Schutz des Lebens- und Freizeitraum der Alpen ein.

 

Quellen :Naturinfo, Schweiz Tourismus, CIPRA, SCA, Bergnews, Wikipedia, Mountain Wilderness, BAFU, Universität Bern

Text: Kerstin Borowiak