Alarmierend viele Pestizidrückstände in Obst und Gemüse

Wer gerne Obst und Gemüse isst, sollte gut auf dessen Herkunft achten. Denn viele vermeindlich gesunde Lebensmittel werden schnell vom Vitamin- zum Schadstoff-Lieferanten, wie Studien jetzt zeigen.

Bis zu 30 verschiedene Pestizide wurden auf pflanzlichen Lebensmitteln gefunden.
Bis zu 30 verschiedene Pestizide wurden auf pflanzlichen Lebensmitteln gefunden. Foto: © iStockphoto /Thinkstock
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Bis zu 30 verschiedene Pestizidrückstände kann der Konsument beim Verzehr von Obst und Gemüse aufnehmen. Das zeigte eine Untersuchung der Umweltschutzgruppe Global 2000 in Zusammenarbeit mit dem Pesticide Action Network Europe, die Obst und Gemüse aus den EU-Ländern testeten. Am meisten betroffen waren Salate, Gurken, Äpfel und Lauch.

Die Pestizide können einen hormonverändernden Einfluss auf den menschlichen Körper haben. Folgen davon sind verminderte Zeugungsfähigkeit, häufige hormonell bedingte Tumorerkrankungen, auffällige Veränderungen im Verhalten sowie Stoffwechselstörungen.

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter sieht das Problem vor allem darin, dass die EU nicht eine Gesamtkonzentrations-Grenze für Pestizide auf Gemüse oder Obst festgelegt hat, sondern für jedes einzelne Pestizid eine Obergrenze. Das erlaubt den Landwirten so viele verschiedene Pestizide zu spritzen, wie sie wollen, solange das einzelne Pestizid eine gewisse Konzentration nicht überschreitet, heisst es dazu bei pressetext.ch.

Die Ergebnisse der Studie sind laut Biochemiker Helmut Burtscher «alarmierend». Um sich besser vor Pestiziden zu schützen, schlägt er daher vor, sich an Bio-Lebensmittel zu halten.

Global 2000 fordert zudem von der EU klare Regeln zu erarbeiten und Schlupflöcher zu stopfen. Gleichzeitig appelliert sie an die Landwirte, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.

Quelle: pressetext.com Text: Jessica Buschor