Edle Pralinen selber machen: 3 einfache Rezepte für kleine Sünden

Schokoladig, nussig oder würzig-süss mit trendigem Ingwer – wer Pralinen selber machen möchte, wird diese Rezepte lieben. Und die kleinen Gaumen-Sünden zu machen, ist echt nicht schwer.

Pralinen selber machen: 3 feine Pralinen-Rezepte
Pralinen selber machen und anderen Freude schenken. Mit diesen 3 Rezepten ist das ein Kinderspiel. Foto © NatashaBreen/ iStock / Getty Images Plus
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Zu den Tipps und Tricks für Einsteiger

Ob zu Weihnachten, am Muttertag oder zum Geburtstag: Pralinen gehören zu den beliebtesten Geschenken. Doch eine besondere Freude sind selbstgemachte Pralinen. Und das Schöne: Wer Pralinen selber macht, dem sind bei seinen Kreationen fast keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil, Sie können richtig kreativ werden. Experimentieren sie mit Marzipan, Ingwer, weisser Schokolade oder der ganz dunklen Schokolade.

Grundsätzlich gibt es zwei Pralinen-Rezepte. Die einfache Variante: Mandeln, Nüsse oder kandierte Früchte in verflüssigte Schokolade tauchen.

Das andere Rezept für gefüllte Pralinen entwickelte der Enkel des Apothekers Jean Neuhaus aus Neuenburg NE. Die Familie entwickelte 1912 ein Verfahren, bei dem kleine Metallformen zunächst mit Schoggi, gehackten Nüssen, diversen Trockenfrüchten, Likör oder Marzipan gefüllt wurden. Mit einem Schokoplättchen verschlossen und abgekühlt wurden so in grösserem Stil Pralinen hergestellt.

Dieses Verfahren wurde von der Industrie übernommen, auch wenn kleine Manufakturen nach wie vor auf Handarbeit setzen.

Tipps und Tricks für selbstgemachte Pralinen

Praliné selber machen ist echt nicht schwer und das meiste für die hauseigene Produktion hat man sowieso in der Küche.

Nötig sind:

  • Töpfe und Schüsseln für ein Wasserbad
  • Schneebesen, Kochlöffel oder Teigschaber
  • Eiswürfelbereiter, am besten aus Silikon
  • Kuchengitter
  • Kochthermometer
  • Spritzbeutel

Es gibt auch spezielle Gerätschaften wie die Pralinengabel, das Pralinengitter, Pralinenformen oder vorgefertigte Hohlkugeln zum Befüllen. Doch, um es für den Anfänger einfach zu machen, wird in den Rezepten darauf verzichtet.

Lesetipp:

Und dann die Zutaten. Achten Sie bitte auf Qualität, egal, ob Sie die süssen kleinen Verführer, hübsch verpackt, verschenken, oder nach getaner Arbeit selbst geniessen möchten. Kuvertüre, Schokolade, Trockenfrüchte, frische Mandeln oder Nüsse sollten daher auch pur den Gaumen begeistern, um feine Pralinés zu ergeben.

 

Tipp: Kuvertüre ist etwas schwerer zu verarbeiten und verliert auch mal den Glanz, wenn sie:

  1. Kuvertüre zu stark erhitzen (nie über 40 Grad), oder
  2. wenn Pralinen mit Kuvertüre zu schnell, etwa im Kühlschrank, abkühlen.

Einfacher ist es mit Schokolade, gerne zartbitter oder auch weisse Schokolade, zu arbeiten. Und nun zu den leckeren Pralinen-Rezepten.

Rezept für feine Banoffee-Pralinen

Rezept für Banoffee Pralinen.

Kakaopulver ist ein Klassiker, um selbstgemachten Pralinen den letzten Schliff zu geben. Foto © Nataliia Sirobaba/ iStock / Getty Images Plus

Banoffee ist ein aus England stammender Kuchen, der sich auch jenseits des Kanals grosser Beliebtheit erweist. Auf Basis von Keksen, Bananen und Karamellcreme entsteht ein kalt hergestellter Kuchen, der auch als Pralinen-Rezept überzeugt. Gehackte Haselnüsse oder Mandeln geben der zarten Versuchung einen schönen Biss. Zum zeitnahen Verzehr gedacht. Tipp: Auch ein tolles Dessert.

Zutaten für 15 Pralinen:

  • 400g Vollkorn- oder Haferkekse
  • 200 g Schokolade, zartbitter
  • 200 g Karamellcreme (Dulce de leche)
  • 1 reife Banane
  • 50 g gehackte Haselnüsse (ober gehackte/gemahlene Mandeln)
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 5 EL Kakaopulver

1. Die Kekse fein zerkrümeln mit einem Wallholz. Gelingt gut in einer Plastiktüte, nachhaltiger ist es auf einer Arbeitsplatte mit einem Geschirrhandtuch über den Keksen.

2. Krümel in eine Schüssel geben, Banane zerdrücken und zusammen mit der Karamellcreme, Nüssen und Vanillemark gut unterrühren und einen Teig herstellen.

3. Die Masse 30 min. im Kühlschrank abkühlen lassen.

4. Nun Kugeln aus der Masse formen und in eine z. B. Auflaufform legen. Die Form sollte so abgemessen sein, dass sie sie in die Tiefkühltruhe bekommen. Denn nun legen Sie die Kugeln für 2 Stunden auf Eis.

5. Für das Pralinen-Rezept die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen lassen.

6. Die Teigkugeln in der Schogi mit einem Löffel oder eine Gabel drehen und auf ein Kuchengitter legen.

7. Nach dem Festwerden des Überzugs in Kakaopulver wälzen.

Gewusst? Es darf sich nur Praline nennen, wenn im Rezept mindestens 25 Prozent Schokolade verwendet wurden. Alles darunter ist Konfekt. So dürften sich die Banoffee-Kugeln strenggenommen auch nicht so nennen.

Espresso-Schoko-Trüffel mit salzigem Mandelkern

Selbstgemachte Praline: Rezept für Schoko-Trüffel

Statt in einer Schachtel können selbstgemachte Pralinen auch in einem schönen Glas verschenkt werden. Foto © a_namenko/ iStock / Getty Images Plus

Weisse Schokolade, Zartbitter-Kuvertüre, Espresso-Aroma trifft auf gesalzene Mandeln. Ein perfektes Geschenkt.

Zutaten für das Rezept (30 Trüffel)

  • 250 g weisse Schokolade
  • 250 g dunkle Kuvertüre, zartbitter
  • 100 ml Sahne/Rahm (optional 20 ml durch Butter ersetzen)
  • 30 Mandeln (geröstet und gesalzen)
  • 1 TL Espresso-Bohnen oder 2 Espressi

Rezept für die Trüffel-Füllung:

1. Sahne aufkochen und die im Mörser zerstossenen Espresso-Bohnen (oder 2 Espressi) zugeben und 10 Minuten bei kleiner Flamme ziehen lassen. Wird mit Bohnen gearbeitet, dann abseihen und die Sahne schnell zurück in den Topf geben.

2. In den warmen Rahm weisse Schoggi in Stücken geben, unter Rühren schmelzen und anschliessend abkühlen lassen.

3. Die Creme nun mit einem Spritzbeutel auf ein Backblech (mit Backpapier ausgelegt) etwa haselnussgross spritzen. Eine Mandel reindrücken und diese komplett mit der Trüffelcreme bedecken. Kaltstellen.

4. Nun die Kuvertüre grob hacken und 2/3 hiervon in einem Wasserbad (bei nicht mehr als 40 Grad!) schmelzen. Rest der Kuvertüre einrühren und bei max. 30 Grad schmelzen lassen. Unter Rühren auf 32 Grad erwärmen.

5. Für die Trüffel-Pralinen nun die Kugeln zeitnah mit einer Gabel in die flüssige Kuvertüre tauchen, abtropfen lassen auf einem Kuchengitter. Sobald nichts mehr tropft, die feinen Pralinen auf einem Backpapier trocknen lassen. Tipp: Mit gehackten Nüssen bestreuen, bevor die Schokolade aushärtet.

Scharfes Rezept für Ingwer-Pralinen mit Orange

Ingwer-Pralinen ganz einfach selber machen.

Pralinen mit hilfe von Eiswürfelformen selber machen, braucht etwas Übung. Aber die Süssigkeiten sehen umso schöner aus. Foto © TorriPhoto/ iStock / Getty Images Plus

Lecker und schwer angesagt! Dieses Rezept besticht durch eine feinwürzige Ganache mit würzig-scharfen Ingwergeschmack, der mit feinem Orangenöl (lebensmittelecht aus der Apotheke) abgerundet wird. Sie können hierfür Zartbitter- oder auch mal Vollmilchschokolade verwenden. Hier kommt der Eiswürfelbereiter zum Einsatz. Apropos scharf: Experimentierfreudige geben eine Prise Chilipulver in die Ganache.

Zutaten für etwa 20 - 25 Ingwer-Pralinen:

  • 300 g + 100 g Vollmilchschokolade
  • 100 ml Rahm
  • 25 g Butter
  • 40 g Ingwer (in Sirup eingelegt + 2 TL Sirup)
  •  2 - 3 Tropfen Orangenöl

Zubereitung der gefüllten Pralinen:

1. im Wasserbad 300 g geschmolzene Schokolade in die Formen der Eiswürfelbereiter giessen und bis zum Rand verteilen, um Hohlkörper herzustellen. Wieder abgiessen und 2 Stunden abkühlen lassen.

2. Ingwer mit etwas Sirup feinhacken.

3. Rahm in einem Topf aufkochen, auf die Seite stellen und 100 g Schokolade darin unter Rühren schmelzen. Anschliessend erst die Butter einrühren, dann den Ingwer und schliesslich das Orangen-Öl.

4. Die Ganache mit einem Spritzbeutel bis fast an den Rand des Eiswürfelbereiters füllen, über Nacht abkühlen.

5. Nun die restliche Schokolade wieder schmelzen und damit die Rohlinge verschliessen.

6. Etwa 1 Stunde abkühlen bei Raumtemperatur und, sofern fest, die leckeren Pralinen vorsichtig herausklopfen.

Die selbstgemachten Leckereien sind ein tolles Geschenk, auch und gerade zu Weihnachten.

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