LED und Energiesparlampen sind besser als ihr Ruf

Schrittweise geht der traditionellen Glühbirne das Licht aus. LED- und Energiesparlampen treten in deren Fussstapfen und geben uns in Zukunft Licht. Nicht zur Freude aller, denn die neuen Lichttechnologien werden häufig kritisiert. Zu Unrecht.

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Der Glühbirne geht das Licht aus. Zurecht, denn LED- und Energiesparlampen sind energieeffizienter. Foto: ludinko / iStock / Thinkstock
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Zuerst ging es der klassischen 100-Watt-Glühbirne an den Kragen. Im September 2009 gab es diese für den normalen Hausgebrauch in den Läden nicht mehr zu kaufen. Darauf folgte die 75-Watt Birne und seit dem 1. September 2011 verschwinden nun auch die 60-Watt Glühbirnen vom Markt. Das von einem Expertengremium der EU ausgearbeitete, vom Ausschuss angenommene und von der Schweiz übernommene Glühbirnen-Verbot sieht einen schrittweisen Abschied von der traditionellen Glühbirne vor. Bis im Herbst 2012 gibt es dann auch keine 40-Watt Birnen mehr zu kaufen. Doch der Entscheid ist umstritten. Trotz ihrer höheren Energieeffizienz stehen die neuen Lichttechnologien bei Konsumenten oft in Kritik. Aktuell berichtet der K-Tipp (Konsumentenmagazin, Ausgabe 14/2011) in einem Test über die Mängel von Energiesparlampen. «Technisch gesehen gibt es einige Sparlampen, die von hoher Qualität sind. Aber: Alle Produkte im Test erzeugen Elektrosmog und geben ­giftige Substanzen an die Umgebung ab», lautet die Zusammenfassung der Testergebnisse auf ktipp.ch. Doch so schlecht wie ihr Ruf sind Energie- und LED-Lampen nicht. Hier erfahren Sie mehr über die Pluspunkte der neuen Lichttechnologien.

Mit LED- und Energiesparlampen Strom und Kosten sparen

Wenig umstritten ist die Tatsache, dass wir mit dem Einsatz von Energiespar- und LED-Lampen Strom sparen können. In seinem Faktenblatt zum Thema Licht rechnet der WWF vor, wie wir mit energieffizienten Lampen und besserer Beleuchtung bei Zweckbauten, Haushalten und Strassenbeleuchtungen pro Jahr mehr Strom sparen können, als das Atomkraftwerk in Mühleberg produziert. Die Energieeffizienz im Bereich Beleuchtung wird in «Lumen pro Watt» (lm/Watt) berechnet. Effizient heisst, dass pro verbrauchte Stromeinheit (Watt) die erzeugte Lichtmenge (Lumen) gross ist. Traditionelle Glühbirnen mit einer Ausbeute von 12,5 bis 17 Lumen pro Watt schneiden dann gegenüber der modernsten LED-Leuchttechnologie mit bis zu 90 bis 100 Lumen pro Watt deutlich schwächer ab. Auch Energiesparlampen schneiden im Vergleich mit der traditionellen Glühbirne um einiges besser ab. Eine 15-Watt Sparlampe erzeugt so viel Licht wie eine 75-Watt Glühbirne. Viele Experten sehe jedoch in der LED Beleuchtung die Zukunftstechnologie. Die Energieeffizienz von LED Lampen wird jene von Energiesparlampen klar übersteigen. Im Artikel «Für Sie getestet: energieeffiziente LED Lampen» erfahren Sie mehr über die «Top Ten»-Testergebnisse und Testsieger von energieeffizienten LED-Lampen.

Der geringere Stromverbrauch schlägt sich auch in Ihrer Stromrechnung positiv zu Buche. Laut einer kürzlich abgeschlossenen Studie der Organisation Stiftung Warentest kann eine 3-köpfige Familie durch den Einsatz von Energiesparlampen pro Jahr bis zu 150 Franken (150 Euro) Stromkosten sparen. Bei einem Single-Haushalt liegt das Einsparpotenzial bei etwa 60 Franken (60 Euro) pro Jahr. Auch dank längerer Lebensdauer der neuen Beleuchtungstechnologien sparen Sie Geld.

Wegen den Einsparpotenzialen müssen Sie sich dann auch nicht von den teilweise hohen Kaufpreisen abschrecken lassen. Schnell machen Sie Einkaufskosten wett. Der WWF berechnete hierfür die Betriebskosten (Kaufpreis, Ersatzkosten, Stromkosten) einer Lampe. Kostet eine 60- Watt Glühbirne nach 10 Jahren 195 CHF, belaufen sich die Betriebskosten für eine 12 Watt LED Lampe auf 91 CHF und für eine 12 Watt Sparlampe auf 49 CHF.