Lecker und kreativ: Kräuter einfrieren, einlegen und zu Pesto verarbeiten

Pesto aus Basilikum ist ein Klassiker

Pesto aus Basilikum ist der Klassiker. Lecker schmeckt es aber auch mit anderen Kräutern. Foto: Elisabeth Coelfen, iStock, Thinkstock

Kräuter einfrieren

Wer gerne und viel mit Kräutern kocht, kann die erntefrischen Blätter und Stängel auch einfrieren. Nachteilig ist, dass diese nach dem Auftauen - im Gegensatz zu getrockneten Kräutern - sofort  aufgebraucht werden müssen. Daher sind kleine Portionen ratsam. Beispielsweise können Sie die Kräuter mit ein wenig Wasser in Eiswürfelschalen haltbar machen. Denkbar sind auch kleine Gefrierbeutelchen oder Döschen. Sie waschen zu Anfang alle Pflanzenteile und tupfen sie trocken, bevor Sie die Kräuter einfrieren.

Gut zu wissen: Nicht alle Kräuter sind kälte- bzw. gefrierfachtauglich. Es eignen sich Petersilie, Salbei, Selleriekraut, Schnittlauch, Thymian oder Zitronenmelisse. Diese sind dann bis zu einem Jahr haltbar.

Kräuter-Öl und Essig

Bereits zu Omas Zeiten machte man Kräuter in Öl und Essig haltbar. Dafür eignen sich kaltgepresstes Distel- oder Olivenöl sowie hochwertige und milde Wein- oder Obstessige. Die Flüssigkeiten binden die Aromastoffe. Als guter Nebeneffekt erweist sich, dass die Flaschen auch schmuck aussehen. A und O ist allerdings, die Kräuter direkt nach der Ernte weiterzuverarbeiten.

Füllen Sie mehrere gewaschene Kräuterstängel in eine saubere Glasflasche – am Besten mit Drehverschluss. Normalerweise genügen vier Stängel auf einen halben Liter Öl oder einen Liter Essig. Geben Sie so viel Flüssigkeit hinzu bis diese einen Zentimeter über den Kräuterstängeln steht. Die kühle Lagerung dauert etwa drei Wochen. Dann filtern Sie die Kräuter mit einem Sieb aus und füllen das Kräuter-Öl oder Essig in dunkle Flaschen um.

Gut zu wissen: Basilikum, Rosmarin, Thymian, Bärlauch, Dill, Oregano und Thymian eignen sich. Die Kräuter-Öle sind mehrere Monate, Kräuter-Essig bis zu einigen Jahre haltbar.

Kräuter haltbar machen: Salz

Um Kräutersalz herzustellen, nehmen Sie 200 Gramm Salz und geben etwa ein Kilogramm fein gehackte frische oder 500 Gramm getrocknete Kräuter hinzu. Füllen Sie das Salz in ein Glas oder in ein Steingutgefäss und verschliessen es luftdicht. Basilikum und Rosmarin geben ein gutes Aroma.

Kräuter Pesto

Welches Pesto kennen Sie? Wahrscheinlich Basilikum, aber es gibt noch andere geschmackliche Varianten. Kerbel, Schnittlauch oder Bärlauch sind optimal, um ein Kräuter-Pesto herzustellen. Dafür zerkleinern Sie 100 Gramm Kräuter, geben eine Prise Salz hinzu und rühren das Olivenöl langsam unter.

Schnittlauchpesto

Rezept für 4 Personen

Der Schnittlauch wird zerkleinert und mit einer Prise Salz sowie frischem Pfeffer im Mörser vermischt. Dann kommen Pinienkerne dazu. Schütten Sie die Masse in eine Schale und mischen geriebenen Käse, gewürfelten Knoblauch und Öl unter. 

Zutaten: vier Bund Schnittlauch, 100 Milliliter Olivenöl, zwei Knoblauch-Zehen, eine Prise Salz, 100 Gramm Pinienkerne, Pfeffer, 200 Gramm Parmesan

 

Quellen: Kräutergarten von Joachim Mayer (2012), Die besten Gartentipps aus Omas Zeiten von compact via (2012), Der Selbstversorger Balkon von Michael Breckwoldt (2012), Umweltberatung

Text: Kerstin Borowiak