Ökotourismus in den Schweizer Naturparks

Ökotourismus: Wandern in der Schweiz ist ideal für nachhaltiges Reisen.

Wandern in der Schweiz ist nachhaltes Reisen in wunderschöner Umgebung. Foto: Andrey Kryuchkov / iStock / Thinkstock

Ökotourismus im Naturpark Thal

Der 140 Quadratkilometer große Naturpark liegt in einem abwechslungsreichen Landstrich in der Nähe von Basel, Bern und Zürich. Besonderer Höhepunkt sind die Berge des Solothurner Juras zwischen Weissenstein und Wasserfallen, die sich in weitläufigen Naherholungsgebieten befinden. In der typischen Kettenjuralandschaft leben viele seltene Pflanzen- und Tierarten, die diese Region so besonders machen. Das Spannungsfeld der Geschichte erkennt man anhand des historische Erbes an Burgen, Plattenwegen und Manufakturmuseen. Die Umgebung kann in Tages- oder mehrtägigen Pauschaltouren erkundet werden. Auf dem markierten Wandernetz «Juraweg Thal» erfahren Besucher auf 57 Informationstafeln Wissenswertes über Geografie, Geologie, Geschichte, Natur, Jagd sowie Land- und Forstwirtschaft. Nach einer langen Wanderung können Naturfans im Stroh übernachten. Umfassende Wandertouren finden Interessierte unter www.naturparkthal.ch.

Schweizer Naturparks: Biosfera Val Müstair

Die fast unberührte Landschaft erstreckt sich über 198 Quadratkilometer. Das Klima ist mild und es regnet selten. Dennoch ist es die artenreichste Region der Schweiz, in der man viele seltene Tier- und Pflanzenarten vorfindet. Der nahe gelegene Schweizerische Nationalpark und das Nachbarland Südtirol bieten weitere Ausflugsziele, um einmalige Naturerlebnisse zu erfahren. Regionale Kulturgeschichte erwartet Besucher im weltbekannten UNESCO Weltkulturerbe Kloster St. Johann und in weiteren Museen. Die größtenteils ökologisch geführten landwirtschaftlichen Betriebe tischen Reisenden vorzugsweise regionalen Gaumenschmaus auf. Auf zahlreichen, teils mehrtägigen Touren lernen Wanderer die Biosfera Val Müstair-Parc Naziunal kennen. Die Kurz-Wanderreise «Heublumen-Grüsse» entführt beispielsweise auf Blumenwiesen in der hochalpinen Landschaft. Nachhaltige Übernachtungen ermöglicht die Steinbock-Label zertifizierte Jugendherberge in Sta. Maria. Weitere Tipps gibt die Webseite www.biosfera.ch.

Steinbock-Label

Das Steinbock-Label bewertet den nachhaltigen Betrieb von Unterkünften in der Schweiz. Dabei werden Umwelt, Soziales, Regionale Verankerung, Wirtschaftlichkeit und Management überprüft. 54 Jugendherbergen, Hostels und Hotels sind mit bis zu fünf Steinböcken zertifiziert.

Tipps für nachhaltiges Wandern in der Schweiz

Beim Wandern verbrennt man hauptsächlich die eigene, erneuerbare Energie. Für den Urlaubsspass braucht es aber noch mehr - z. B. eine passende Ausrüstung. Fehlen sollte nie festes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, ein Rucksack mit ausreichend Verpflegung, Regenschutz, Sonnencreme und eine Karte. Wer den signalisierten Wanderwegen folgt, geht auf Nummer sicher. Um Kräfte aufzutanken, müssen regelmässige Pausen eingeplant werden. Wer durch die Naturparks wandert, darf jedoch die Umweltschutz-Regeln nicht vergessen.Denn mehr als die persönlichen Eindrücke und Fotos dürfen nicht mit nach Hause genommen werden. Gute Reise!

Linktipps:

  • www.paerke.ch - Informationsseite über die Schweizer Pärke
  • www.myswitzerland.com - Wandertouren und Reiseangebote in der Schweiz
  • www.wandern.ch - Umfassende Informationen über Wandern in der Schweiz

 

 

Quellen: BAFU, WWF, Naturpärke, Steinbock-Label, Schweizer Tourismus, SECO; Text: Kerstin Borowiak