Gesundheit: Portion Fleisch, Fisch oder Ei pro Tag

Eiweiss kann auch mit einer Portion Fisch zu sich genommen werden.

Für die ideale Gesundheit sollte täglich entweder Fisch, Fleisch oder Ei gegessen werden. Foto: Boarding1Now, iStock, Thinkstock

Fleisch versorgt den Körper mit wertvollen Nährstoffen und kann definitiv Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Eiweiss, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen können durch das Fleisch gut aufgenommen und verwertet werden. Doch das tägliche Schnitzel braucht der Körper nicht. Gigia Mettler-Saladin, Ernährungspsychologische Beraterin und Präsidentin des Verbands Ernährungs-Psychologische Beratung Schweiz, rät: «Idealerweise sollte pro Tag abwechslungsweise entweder eine Portion Fleisch, Fisch, Eier oder eine andere Eiweissquelle wie Tofu oder Quorn gegessen werden. Somit sind zweimal pro Woche Fleisch hinreichend.» Und wenn man Fleisch esse, dann sollte man Biofleisch verzehren, so die Expertin. «Empfehlenswert sind auch andere Stücke als nur Filet auszuprobieren,» diese seien oft preiswerter. Aber generell spielt schliesslich der Preis eine geringere Rolle, wenn Fleisch als etwas Besonderes betrachtet wird.

Verkauf: Label helfen der Nachhaltigkeit

So muss auch kein Fleisch-Fan traurig im Tofusalat stochern. Annette Litsch beispielsweise war jahrelang aus Gewissensgründen Vegetarierin, obwohl sie leidenschaftlich gern Fleisch ass. Bis sie von ihrem Freund überzeugt wurde: «Er war Bauer und es klingt komisch, doch als ich Freundschaft mit seinen Kühen geschlossen habe, konnte ich auch wieder vertreten, Fleisch zu essen. Seit dem kaufe ich bei regionalen Händlern ein und gönne mir einmal pro Woche Fleisch.»

Und wer nicht erst die Bauernhöfe persönlich besuchen will, bevor er Fleisch kauft, kann auf bewährte Bio-Labels achten. Die Knospe-Marke garantiert, dass die Richtlinien von Bio Suisse im Rahmen von besonders artgerechter Tierhaltung und gesundem Biofutter eingehalten wird. Letzteres kommt hier überwiegend vom eigenen Hof und ist absolut frei von Tiersubstanzen, Gentech sowie chemisch-synthetischen Zusätzen. Im Krankheitsfall profitieren die Tiere zuerst von den schonenden Behandlungsmethoden der Komplementärmedizin. Somit sind auf diesen Höfen auch prophylaktische Antibiotikaabgaben oder andere vorbeugende chemisch-synthetische Behandlungen verboten. «Die Entfaltung des arteigenen Verhaltens, Gesundheit, Vitalität und Widerstandskraft der Tiere sind wichtiger als Höchstleistungen», heisst es bei Bio Suisse.

Nützliche Tipps:

  • Das Buch «Fleisch essen, Tiere lieben» von Theresa Bäuerlein ist 2011 im Ludwig Verlag München erschienen.
  • Ein Pfund reicht: Die EvB forderte im Mai 2011 die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten auf, ihren Fleischkonsum von derzeit 1 Kilo auf 500 Gramm pro Person und Woche zu reduzieren.
  • Knospe für Tierwohl: Knospe-Fleisch (www.bio-suisse.ch) verspricht, dass mit dem Kauf ein Beitrag an Tierwohl und Umwelt geleistet wird.

 

Text: Yvonne von Hunnius