Wer mehr verdient, kauft eher Bio-Lebensmittel

Insgesamt steigt der Konsum von Bio-Lebensmitteln immer weiter an. Neben dem Lohn entscheiden laut einer Studie auch Geschlecht, Familienstand oder Alter darüber, ob jemand «bio» kauft oder nicht.

Bio-Lebensmittel: Wer mehr verdient, kauft öfter «bio»
Foto: © gigishots / iStock / Thinkstock
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Besonders oft werden Gemüse, Früchte, Eier und Milchprodukte in Bio-Qualität verkauft, eine Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) durch Agroscope zeigte. Bei Fleisch, Gewürzen, Zucker oder Süsswaren greifen die Konsumenten hingegen weiterhin sehr selten zu «bio».

Insgesamt stieg von 2006 bis 2011 der Marktanteil an verkauften Bio-Lebensmitteln jedoch von 6,5 auf 8 Prozent. «Der Wachstumstrend bestätigt, dass Konsumentinnen und Konsumenten immer gezielter ins Bio-Regal greifen», heisst es dazu beim BFS.

Familien mit Kindern greifen bei Bio-Lebensmitteln seltener zu

Ob jemand eher zu Bio-Lebensmitteln greift oder nicht, hängt offenbar auch von den Lebensumständen ab. Neben dem Alter spielt laut der Studie auch das Alter, der Lohn sowie das Geschlecht eine Rolle. So begünstigt ein hohes Einkommen die Wahl für Bio-Lebensmittel. Und wer zwischen 45 und 54 Jahre alt ist, greift sehr selten ins Bio-Regal.

Für die Studienautoren besonders überraschend sei jedoch gewesen, dass Familien mit Kindern eher auf Bio-Lebensmittel verzichten. «Dies steht im Gegensatz zu bisher veröffentlichten Daten aus anderen Ländern. Dagegen deckt sich mit unseren Erwartungen, dass Frauen eher Bio-Produkte kaufen als Männer», erklären dazu Franziska Götze und Ali Ferjani, Mitarbeitende der Forschungsgruppe Sozioökonomie des Agroscope Instituts für Nachhaltigkeitswissenschaften INH.

Mehr zu der Schweizer Haushaltsbudgeterhebung (HABE) lesen Sie unter news.admin.ch.