Gesundes Essen: Tricks für Gemüsemuffel

Wenn man Kinder nach ihrem Lieblingsessen fragt, tönt es überall gleich: Pizza, Hot Dog, Omeletten, Pommes, Würstchen. Gemüse und Salat folgen auf der Beliebtheitsskala meist ganz unten. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das ändern.

Mt einigen Tricks bekommt man auch den grössten Gemüse-Muffel zum gesunden Essen.
Um einem Gemüse-Muffel gesundes Essen schmackhaft zu machen, braucht es oft einige Tricks. Foto: Ksenia Kozlovskaya, iStock, Thinkstock
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Was tun die Eltern nicht alles, um den Löffel Gemüsebrei dem Nachwuchs schmackhaft zu machen. Mit einem durch die Luft kreisenden Löffel und den passenden Sprüchen wird die Essensunterhaltung für die Kleinen zum Tischereignis.

Ausgewogen Ernähren

Sind die Kleinen dann grösser, wird es mit der ausgewogenen und gesunden Ernährung auch nicht leichter. So essen statistisch gesehen nur 30 Prozent der sechs bis 14-Jährigen regelmässig Gemüse und rund 40 Prozent regelmässig Früchte. Meist schälen sich vier, fünf Lieblingsgerichte heraus, die sie sich dauernd wünschen, und die der Rest der Familie bald nicht mehr sehen kann. Dabei ist es völlig in Ordnung, wenn kleine Kinder eine Zeit lang nur wenige verschiedene Speisen mögen. Denn nicht selten hört man von Müttern, deren Kinder phasenweise nur Würstchen, Pasta ohne Sosse oder Cornflakes essen. Auch das sei noch kein Grund zur Beunruhigung, solange diese Phase wieder vorüber geht. Und doch gilt bei der Ernährung: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Kindheit werden Essgewohnheiten geprägt, die oft lange beibehalten werden. Deshalb sollten Eltern nicht zu sehr auf die Wünsche der Kinder eingehen und ihnen nicht ständig Extrawürste servieren. Kinder sollten nach und nach eine Vielzahl unterschiedlicher Gerichte und Lebensmittel kennenlernen, denn ein empfinden für Geschmackserlebnisse entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter. «Wenn du die Rüebli fertig isst, bekommst du dafür ein Dessert». Wer kennt solche Verhandlungen nicht? Dennoch sollte man genau solche Versprechungen vermeiden und Lebensmittel weder zur Belohnung noch zu Strafe einsetzten.

Kleine Tricks, grosse Wirkung

Ob Lillibigs oder Jamdu - die Supermärkte sind heute überhäuft mit sogenannten «Kinderlebensmitteln». Mit gezielter Werbung, bunter Verpackung und kleinen Geschenken werden diese den Kindern schmackhaft gemacht. Dabei brauchen die Kleinen keine anderen Lebensmittel als Erwachsene. Kinder brauchen für ihre gesunde Entwicklung eine Nährstoff und vitaminreiche Kost, möglichst aus frischen und schonend zubereiteten Zutaten. Am besten sind fünf Mahlzeiten am Tag, wovon eine warm sein sollte. Dabei müssen auch die Eltern Vorbild sein. Nur wenn ihnen der Umgang mit frischen Lebensmitteln Freude bereitet und ihnen frische Lebensmittel besser schmecken als Fastfood, werden sie auch ihre Kinder davon begeistern können. Manchmal ist das allerdings leichter gesagt als getan und die Kleinen lassen sich auch trotz Vorbildern nicht zum Gemüsegenuss ermutigen. Wenn wir es nun tatsächlich mit solchen kleinen Gemüsemuffeln zu tun haben, gibt es einige Tricks, um den Kindern Gemüse schmackhaft zu machen. Denn was man mit Zwang nicht erreicht, gelingt mit der Kunst der sanften Verführung.

Auch visuell kann Gemüse so einiges her machen und Ihre Kinder in lustigen Formen überraschen. Versuchen Sie es doch mal mit einem Karotten-Auto mit Radieschenmännchen. Ihr Nachwuchs wird begeistert sein! Eine Anleitung dazu finden Sie hier.