Bio-Getreide: Warum und wo Sie es kaufen sollten

Bio-Getreide wird ständig kontrolliert

Bio-Getreide wird durchgehend kontrolliert, um die Qualität zu sichern. Foto: OLEKSANDR SHEVCHENKO, iStock, Thinkstock

Cadmium im Getreide

In den letzten Jahren mehren sich Berichte über Cadmium in herkömmlichem Getreide und Gemüse. Cadmium kommt auch natürlich in der Umwelt vor. Erhöht wird dessen Menge jedoch durch Klärschlamm oder Düngemittel. Eine hohe Menge von diesem Stoff kann über einen langen Zeitraum unter anderem zu Nierenschäden oder zu Osteoporose führen. Laut Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der Ergebnisse des Kantonalen Laboratoriums Basel Stadt befinden sich die ermittelten Belastungen noch im Rahmen der Toleranzwerte. Doch nicht alle Sorten sind davon gleichermassen betroffen. Weizen nimmt sehr leicht Cadmium aus dem Boden auf. Wer hingegen zu Bio-Weizen greift, verringert die Zufuhr des Schwermetalls. Das erklärt sich über den Verzicht von phosphathaltigem Dünger und Klärschlamm beim Anbau in der biologischen Landwirtschaft.

Wo kann man Bio-Weizen, Roggen und Dinkel kaufen? 

Regionalität steht bei Bio-Produkten hoch im Kurs. Deshalb ist Bio-Getreide beim ökologisch wirtschaftenden Bauern direkt erhältlich. Biosuisse bietet dazu beispielsweise eine Datenbank an. Demeter informiert mit einer allgemeinen Liste von allen Produzenten, die jedoch nicht nach Produkten sortiert sind. Ferner stellen sich auch einzelne Biohöfe im Internet vor, wie der Hofladen Birkenhof, der Biohof Hänni Noflen, der Biohof Schüpfenried oder der Biohof Zaugg. In der Schweiz gibt es noch Bio-Getreidemühlen wie zum Beispiel die Mühle Schönenbühl, die ihre Produkte auch über einen Onlineshop vertreiben. Wer keinen Hofladen in der Nähe hat, findet sich ein breites Angebot in Reformhäusern, Bioabteilungen der Supermärkte und Bioläden. Dazu bietet beispielsweise die Marke Biofarm eine schweizweite Suche nach Fachgeschäften. Auch Online kann man Biogetreide kaufen. Dazu gibt es verschiedene Anbieter, wie den Green-Shop.

Linktipps:

Vebu – Cadmiumproblematik bei Vegetariern

Cadmium in Lebensmitteln – BfR bietet eine Broschüre zum Thema

Videotipp: Biosuisse Kino

 

 

Quellen: BLW, BfR, LID, Biosuisse, Fibl, Bioaktuell, gesundheitsschutz-bs.ch, Kantonales Laboratorium Basel Stadt und Basel Land, Bio Ernte Austria «Ist Bio wirklich besser?» Ergebnisse einer Studie von Dr. Alberta Velimirov und Dr. Werner Müller (2003), vebu.de, strickhof.ch, bayreuther-bio-brauer.de

Text: Kerstin Borowiak