Solarwärme bietet viele Möglichkeiten

Solaranlagen werden am besten schon bei der Planung des Hauses mit berücksichtigt.

Solaranlagen werrden am besten schon bei der Planung eines Hauses mit berücksichtigt. Foto: © Antonis Liokouras / iStock / Thinkstock

Sonnenland Schweiz

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich gratis 220 mal mehr Energie, als wir in der gleichen Zeit verbrauchen. Eine gute Voraussetzung, um eine Solaranlage wirtschaftlich zu betreiben. Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung liegt zwischen etwa 1‘100 Kilowattstunden (kWh) bis 1.400 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

85% der Jahreseinstrahlung erreicht uns zwischen März und Oktober. Wird diese eingefangen, erwärmt sie während mindestens acht Monaten das Brauchwasser. In der restlichen Zeit oder bei ungenügender Einstrahlung wird z.B. mit der konventionellen Heizung zugeheizt. Im Jahresdurchschnitt können so rund 70% des gesamten Warmwasserbedarfes eines Haushaltes gedeckt werden.

Viele Dächer sind geeignet

Der höchste Ertrag einer Solaranlage ergibt sich bei Südausrichtung. Bei anderer Ausrichtung wird der Ertrag leicht gemindert. Der optimale Neigungswinkel liegt zwischen 40° (Trinkwassererwärmung) und 60° (Heizungsunterstützung). Für eine effiziente Nutzung der Solarwärme bedarf es jedoch nicht unbedingt eines nach Süden geneigten Daches. Die Grafik zeigt den Prozentsatz des optimalen Ertrags bei unterschiedlicher Ausrichtung der Kollektoren.

Kombinationstalent

Solarwärme lässt sich problemlos mit anderen Energiequellen kombinieren, die in Zeiten mit weniger Sonneneinstrahlung zum Zuge kommen, zum Beispiel mit:

Auf www.swissolar.ch finden sich Merkblätter für solche Kombinationen.

  • einer Holzfeuerung
  • einer Wärmepumpe
  • einer Gas- oder Ölheizung mit Brennwerttechnologie

Solar-Warmwasser für Wäsche und Geschirr

Wer seinen Geschirrspüler oder die Waschmaschine mit solarem Warmwasser versorgt, spart rund 40% Kosten und Energie. Voraussetzung ist, dass das Gerät für den Warmwasseranschluss zugelassen ist.

Sonne und MINERGIE® - ein kluges Duo

Der Beitrag der Sonne ist umso effektiver, je kleiner der Energiebedarf des Gebäudes ist. Dies kann durch den Bau oder die Sanierung nach dem MINERGIE®-Standard erreicht werden.

MINERGIE®: Der freiwillige Baustandard mit klar definierten Zielwerten für einen niedrigen Energieverbrauch und komfortables Wohnen. Der Einsatz von erneuerbaren Energien wird empfohlen. MINERGIE-P®: Der Standard für einen noch tieferen Energieverbrauch. Der Einsatz von erneuerbaren Energien ist vorgeschrieben.

Die Sonne als Wärme- und Stromlieferant

Wer eine Anlage für die Gewinnung von Wärme und Strom möchte, kann dies problemlos realisieren. Viele Dächer und Fassaden sind dafür geeignet. Es gibt Rahmensysteme, die sich für den optimalen Einbau beider Anlagetypen nebeneinander eignen.

Solarstrom für Wärmepumpen

Die Kombination von Sonnenkollektoren plus Wärmepumpe ergeben eine rundum ökologische Wärmeerzeugung, sofern für den Antrieb Solarstrom oder gleichwertiger Ökostrom verwendet wird.

Solarstrom einkaufen

Mindestens einmal pro Jahr ist der Energieversorger verpflichtet die Herkunft des Stroms zu deklarieren. Wen diese Zusammensetzung nicht erfreut, kann nach Solarstrom fragen. Immer mehr EW bieten heute Solarstrom an.