Grün und flexibel: So sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus

Dieses Projekt für einen Vorort von Paris zeigt, wie angenehm und ökologisch ein effizientes Arbeitsumfeld sein kann. Aber sehen Sie selbst...

Büro der Zukunft: So cool sind die Arbeitsplätze von Morgen
Bild: © RAU, karres+brands und SeArch
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Bei der Entwicklung des 15 Hektaren grossen Projekts namens «Triango» haben sich mehrere Architektur- und Designbüros – RAU, karres+brands und SeArch – zusammengeschlossen. Dabei heraus kam ein Bürokomplex, der sowohl die Umwelt schonen als auch für eine einzigartige Arbeitsatmosphäre sorgen soll.

Was die Büros der Zukunft so nachhaltig macht

Neben Büros beherbergt das Projekt auch Ateliers, Gründerzentren, Shops und Restaurants. Dazu kommen ein medizinisches Zentrum sowie etwa 10‘000 m² an Gewächshausfläche. Dennoch soll der gesamte Komplex CO2-neutral funktionieren und sogar mehr Energie produzieren als er benötigt. Erreicht wird das unter anderem durch den Ausbau mit Solaranlagen.

Im Büro der Zukunft werden Rohstoffe umweltschonend verwendet

Die Kreislaufwirtschaft unterstützt eine nachhaltige Arbeitswelt. Bild: © RAU, karres+brands und SeArch

Aber auch die angewendete Kreislaufwirtschaft* trägt massgeblich zum innovativen Umweltkonzept des Projekts bei. So wurde schon bei der Planung darauf geachtet, dass die Baustoffe für die Büros der Zukunft möglichst umweltfreundlich hergestellt werden und später zudem wiederverwendbar sind.

*Hierbei wird ein Rohstoff immer wieder verwendet, zum Beispiel durch Recycling oder Upcycling. Gegenteil ist die heute übliche Linearwirtschaft/ Wegwerfwirtschaft.

Nach den Grundsätzen der Bioökonomie sollen beim Bau zudem nur nachwachsende, natürliche Rohstoffe zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind die Gebäude modular aufgebaut.

Sollten sich die Anforderungen an den Bürokomplex einmal ändern, können die einzelnen Module mit wenig Ressourcenaufwand verändert und neu angeordnet werden.

Der Job von Morgen dreht sich um mehr als die Arbeit

«Triango» soll das Gegenteil von grauen Bürokomplexen, die keinerlei Freiräume bieten. Das Konzept setzt neben der Arbeit deshalb auf Angebote für Sport, Freizeit und gesunde Ernährung.

Die Menschen sollen sich aber auch einfach erholen können. Um ihre gesamtheitliche Vorstellung umzusetzen, lassen die Designer drei grundsätzliche Bereiche einfliessen:

Parks und Seen gehören zum Konzept vom Büro der Zukunft

Freizeit gehört zum Gesamtkonzept der Bürs der Zukunft. Bild: © RAU, karres+brands und SeArch

Die urbane Zone steckt voller Leben und Aktion. Das sind lichtdurchflutete Büroräume, die im Erdgeschoss der Gebäude mit öffentlichen Plätzen, Grünanlagen, kleinen Seen sowie begrünten Innenhöfen verschmelzen. Alles zusammen schafft eine neue, städtische aber dennoch sehr einladende Atmosphäre.

Im Zentrum dieser urbanen Zone soll ein riesiges Gewächshaus stehen, welches Firmen, Küchen, Restaurants und kleine Geschäfte  mit energieneutral produzierten, frischen Lebensmitteln versorgt. Gleichzeitig soll hier ein Teil der in den Büros der Zukunft benötigten Rohstoffe erzeugt werden.

Neben den Büros der Zukunft hat auch ein Gewächshaus Platz

Ein Bürogebäude beherbergt auf dem Dach ein Gewächshaus. Bild: © RAU, karres+brands und SeArch

Die Bio-Zone befindet sich in idealer Südausrichtung und wird auf verschiedenen Ebenen einen vielfältig nutzbaren Park beherbergen. Die Übergänge zwischen Grünanlage und Gebäuden sollen dabei fliessend sein. Kletterwände am Bürogebäude sind hier genauso vorgesehen wie kleine Stadien mit Tribünen, die Sporttreibende und Zuschauer gleichermassen einladen.

Als Drittes sollen die Büros der Zukunft eine Art Wahrzeichen darstellen, das jeder Betrachter von aussen bestaunen kann. Erreicht werden soll das durch die eindrückliche Architektur der Gebäude und des gesamten Komplexes.

Errichtet wird das 15 Hektaren grosse Areal in einem 450 Hektaren messenden, neuen Stadtteil vor den Toren von Paris. Die integrierte, hocheffektive Gewächshausfläche wird einst die bisher dort vorliegende, bebaute Ackerfläche ersetzen.

Quellen: bopro.be, search.nl

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann im Januar 2018