Eislaufen mit Aussicht: Die schönsten Natureisbahnen

Im Gegensatz zu künstlichen, bestehen Natureisbahnen lediglich aus Wasser. Oft sind das einfach zugefrorene Bergseen. Aber es gibt auch auf Wanderwegen oder ebenen Flächen angelegte Eisfelder, die in malerischer Kulisse zum Eislaufen, Curling oder auch Snow-Kiting einladen.  

Eislaufen: Das sind die schönsten Natureisbahnen der Schweiz
Foto: © Karl-Heinz Hug / swiss-image.ch
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Das Eissport-Mekka der Schweiz schlechthin ist in Davos Klosters zu finden. Neben einer professionellen Infrastruktur für alle gängigen Eissportarten und dem traditionsreichen Eishockeyturnier im imposanten Stadion, dem Spengler-Cup, geht es hier im Winter auch Draussen zur Sache.

Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel, in wunderschöner Umgebung ist auch auf der Natureisbahn Holzboden in Spiringen angesagt. Diese Natureisbahn gilt ob ihrer Lage als eine der romantischsten im Urnerland und vor allem wenn die Schächentaler Landschaft tief verschneit ist, dann haben Gross und Klein ihren Spass.

In der Wintersportoase Savognin in Graubünden schlägt das Herz eines jeden Natureisbahnen-Fans ebenfalls höher. Als Teil des grossen Wintersportangebotes finden hier Kufenliebhaber gleich mehrere davon. Sei es das Eisfeld Savognin, das sich direkt an der Talstation befindet oder die Natureisbahn im Herzen von Bivio, beide sind bis 22 Uhr geöffnet. Darüber hinaus gibt es in dieser schönen Wintersport-Region je eine Natureisbahn in Alaneu und Schmitten, auf denen man neben Eislaufen auch Eisstockschiessen kann.

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Klein aber fein: Das Natureisfeld auf dem Seehofseeli in Davos

Noch bis vor wenigen Jahren lud Davos auf der grössten Natureisbahn Europas (18'000m²) zum Eislaufen, Hockey, Curling und auch zum Eisstockschiessen ein. Die Betreiber mussten inzwischen auf Kunsteis umstellen. Das veränderte Klima lässt das Betreiben einer derartig grossen Natureisfläche nicht mehr zu. Hiess es auf Anfrage bei der Medienstelle der Destination Davos Klosters.

Wer dennoch in Davos seine Kufen über Natureis gleiten lassen will, der kann dies auf dem Seehofseeli. Vor der Kulisse des Fünfsterne-Hotels Seehof steht den Eissportfans eine Fläche von 2000m² zur Verfügung. Auch im nahegelegenen Wiesen gibt es eine Natureisbahn mit 1'200m², die bei ausreichender Kälte geöffnet ist. Infromationen über die aktuellen Verhältnisse finden Sie unter davos.ch/winter Foto: © Destination Davos Klosters

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Ebenfalls in Graubünden findet man eine der wohl aussergewöhnlichsten Natureisbahnen: Dabei handelt es sich um eine auf einem drei Kilometer langen Waldweg angelegte Eisspur, auf der Sie mit der ganzen Familie Ihre Eislauf-Künste testen können. Seit 2002 wird die Albula-Skate-Line-Natureisbahn alljährlich in Surava angelegt, wenn die Temperaturen es zulassen. Die Eröffnung der Saison ist, sofern das Wetter mitspielt, ab kurz vor Weihnachten. Informationen und Pistenzustandsbericht auf Skateline.de.

Natureisbahn St. Moritz: Für den etwas anderen Kufensport

Und dann gibt es noch eine ganz andere Natureisbahn in St. Moritz. Sie ist allerdings so gar nicht für Eisläufer gedacht, sondern nur für Bobfahrer. Die älteste und heute einzige Natureisbahn für diesen Kufensport ermöglicht es den wagemutigen Fahrern auf über 100 Kilometer die Stunde zu beschleunigen. Sie wird alljährlich ab Ende November von insgesamt 30 Händen aus Schnee und Wasser gefertigt und gilt aufgrund der grossen Masse an verbautem Schnee als die grösste Schneeskulptur der Welt.

Befahren kann man sie auch. Denn es gibt mehrere Gästebobs in denen Interessierte ab 18 Jahre sich zu zweit und mit erfahrenem Bremser und Steuermann auf die besondere Natureisbahn wagen können. Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter Olympia-Bobrun.ch  und einen ersten Eindruck wie dies abläuft und wie rasant es die Natureisbahn in St. Moritz bergab geht, zeigt dieses kurze Video:

Noch mehr Wintersport und das auch noch umweltfreundlich? Der Beitrag von Skilanglauf bis Wintergolf: Ökokorrekter Wintersport im Überblick gibt spannende Tipps.

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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