Gesünder wohnen durch die optimale Luftfeuchtigkeit

Sind Räume zu feucht, entsteht schnell Schimmel. Ein sehr trockenes Klima kann dagegen krank machen. Wir zeigen, wie du die ideale Luftfeuchtigkeit erreichen kannst.

Was ist die optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung und wie erreicht man sie?
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Warum die optimale Luftfeuchtigkeit wichtig ist

Von einer kleinen Ecke des Zimmers bis zum riesigen schwarzen Fleck an der Wand kann sich Schimmel in jeder grösse und Form ausbreiten. Besonders förderlich dafür ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Verdeckte Wände, insbesondere hinter Möbeln, sind davon meist als erstes betroffen.

Meist bemerken wir die zu hohe Luftfeuchtigkeit auch erst, wenn der Schimmel sichtbar wird. Denn sie wirkt sich in der Regel nicht unmittelbar auf den Wohlfühlfaktor in der Wohnung aus. Anders ist das bei zu trockener Luft, die wir schnell als unangenehm empfinden. 

 

Die zu niedrige Luftfeuchtigkeit sorgt unter anderem für rissige Haut und Lippen. Oft trocknet sie auch die Schleimhäute aus, was etwa an einem rauen Hals zu bemerken ist. Das ist jedoch nicht nur störend, sondern kann auch krank machen. Durch die trockenen Schleimhäute können sich Erreger eher festsetzen.

So misst du die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung

Das optimale Raumklima hast du in etwa bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 65 Prozent.

Messen kannst du die Luftfeuchtigkeit am besten mit einem Hygrometer, das du einfach im Zimmer aufstellen oder an einer Wand aufhängen kannst. Die Geräte gibt es analog oder digital und bereits ab etwa 15 Franken zu kaufen. Allerdings solltest du bei der Auswahl auf Bewertungen oder Testergebnisse achten. Denn längst nicht alle Hygrometer sind auch zuverlässig.

Tipp: Bei digitalen Hygrometern lässt sich die Zuverlässigkeit kaum prüfen. Setze beim Kauf daher unbedingt auf sachkundige Empfehlungen.

Mechanischen Hygrometer einfach selber testen

Laut der deutschen Stiftung Warentest schaffen es gerade mechanische Hygrometer oft nicht, die Luftfeuchtigkeit zuverlässig zu messen. Mit einem kleinen Trick kannst du aber schnell herausfinden, ob das Gerät richtig misst:

Mechanischen Hygrometer einfach selber testen

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Wickle den Hygrometer für eine Stunde in ein feuchtes Tuch ein, dann sollte es 95 Prozent Luftfeuchtigkeit anzeigen. Stimmt die Anzeige nicht, kannst du es in der Regel auf der Rückseite nachjustieren.

Was du gegen zu niedrige Luftfeuchtigkeit tun kannst

Kurzes Lüften ist eine schnelle Massnahme, um ein trockenes Raumklima zu bekämpfen. Wenn es draussen so richtig kalt ist, hilft das allerdings wenig. Dann entzieht die kalte Aussenluft den Räumen eher noch mehr Luftfeuchtigkeit.

Was Sie gegen zu niedrige Luftfeuchtigkeit tun

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Eine Schüssel Wasser oder ein feuchtes Handtuch auf dem Heizkörper können ebenso helfen, wieder die optimale Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Zusätzlich gibt es spezielle Raumluftbefeuchter. Diese solltest du aber regelmässig reinigen, sonst werden sie unter Umständen zu Keimschleudern.

Zimmerpflanzen haben ebenso einen ausgleichenden Effekt. Die Verdunstung von Wasser über die Erde kann bei trockenem Raumklima so zur optimalen Luftfeuchtigkeit beitragen.

Ein bewährter Trick gegen sehr trockene Luft in der Wohnung: Die Wäsche zum Trocknen an einem Wäscheständer im Wohn- oder Schlafzimmer aufhängen. 

Wie du zu hohe Luftfeuchtigkeit bekämpfst

Am einfachsten erzielst du hierbei die optimale Luftfeuchtigkeit durch regelmässiges Querlüften. Dafür einfach fünf Minuten die Fenster ganz weit öffnen und für Durchzug sorgen. Hast du in einem Raum nur ein ganz kleines oder gar kein Fenster, lässt du zum Lüften stattdessen die Tür über längere Zeit offen stehen, um wieder die optimale Luftfeuchtigkeit zu erreichen.

Tipp: Ist nur ein bestimmter Bereich in der Wohnung feucht, solltest du unbedingt nach der genauen Ursache suchen.

Nützt alles Fenster aufreissen auch nichts, können spezielle Luftentfeuchter Abhilfe schaffen. Im Winter kann es zudem etwas bringen, die Heizung für kurze Zeit höher zu drehen. Erwärmt sich die Luft durch das Heizen, senkt das die Luftfeuchtigkeit.

Was tun, wenn bereits Schimmel vorhanden ist?

Hat sich der Schimmel schon in der Wohnung festgesetzt, solltest du das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gerade schwarzer Schimmel kann unter Umständen sehr aggressiv sein und die Gesundheit stark schädigen.

Gehe daher unbedingt auf die Suche nach der Ursache. Wann du bei Schimmel in der Wohnung zudem unbedingt einen Fachmann um Rat fragen solltest, und wie du kleine Stellen selbst beseitigen kannst, erklären wir im Beitrag Schimmel entfernen.

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