Natürlicher Sonnenschutz: Welche Produkte es gibt und was darin steckt

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Sonnenschutz ist gerade im Sommer unerlässlich, gerade wenn man sich viel draussen aufhält. Wie optimaler Sonnenschutz aussieht und welche natürlichen Produkte es gibt.

Natürlicher Sonnenschutz für die Haut
Die Haut sollte immer gut vor der Sonne geschützt werden. Foto: Stockbyte / Thinkstock

Das sonnige Wetter kurbelt die gute Laune an. Die ausgeschütteten Glückshormone lassen Menschen aktiver werden und steigern ihre Abwehrkräfte. Zudem benötigt der Körper das Sonnenlicht, um Vitamin D zu produzieren. Wenn es daran mangelt, erhöht sich beispielsweise das Krankheitsrisiko für Diabetes, Bluthochdruck und Muskelschwäche. Ein Sonnenbad hat jedoch nicht nur positive Effekte. Die Schattenseite ist, dass ultraviolette Strahlen die Haut enorm stressen, diese früher altern lassen und Hautkrebs erzeugen können. Dies trifft auch auf immer mehr Schweizer zu. Jedes Jahr erkranken etwa 2000 Menschen am schwarzen Hautkrebs. Nirgendwo sonst in Europa treten mehr Melanomerkrankungen im Vergleich zur Bevölkerungszahl auf. Nach Angaben der Krebsliga Schweiz sterben etwa 290 Patienten an den Folgen dieser Erkrankung. Deshalb ist ein besonnener Umgang mit dem Sonnenlicht ratsam: Sonnen-Creme mit hohem Lichtschutzfaktor, Hut, Sonnenbrille und längere Kleidung sind die Grundausrüstung für jeden Aufenthalt im Freien.

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Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand. Um Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen, sollten wir vor allem im Sommer vor jedem Aufenthalt in der Sonne eine Sonnencreme auftragen. Wer dabei auf chemische Stoffe verzichten möchte, kann auf natürlichen Sonnenschutz zurückgreifen. Wir stellen eine Auswahl an Sonnencremes und pflegenden Aftersun-Lotionen von Naturkosmetikherstellern vor. Foto: © Stockbyte / Stockbyte / Thinkstock

Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand. Um Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen, sollten wir vor allem im Sommer vor jedem Aufenthalt in der Sonne eine Sonnencreme auftragen. Wer dabei auf chemische Stoffe verzichten möchte, kann auf natürlichen Sonnenschutz zurückgreifen. Wir stellen eine Auswahl an Sonnencremes und pflegenden Aftersun-Lotionen von Naturkosmetikherstellern vor. Foto: © Stockbyte / Stockbyte / Thinkstock

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Haut-Typ: Wer benötigt besonderen Sonnenschutz der Haut?

Manche Menschen holen sich bereits nach nur wenigen Minuten einen Sonnenbrand. Andere halten es wesentlich länger aus. Wie lange es in etwa braucht, bis die Haut mit Entzündungen oder Rötungen reagiert, liegt am Haut-Typ und dem unterschiedlichen Eigenschutz. Die vier folgenden Hauttypen sind die in unseren Breitengraden am häufigsten vorkommenden:

Typ 1 hat sehr helle Haut und Augen, blondes bis rötliches Haar und wird nicht braun. Diese Menschen gehören zur Risikogruppe. Wenn sie sich ohne Sonnenschutz bräunen, dann treten nach maximal zehn Minuten Hautrötungen auf.

Typ 2 kann ungeschützt doppelt solange in der Sonne bleiben, bevor er einen Sonnenbrand erleidet. Markant sind helle Haut, Augen und Haare. Diese Gruppe zeigt zudem eine sehr langsame Bräunung.

Typ 3 hält es immerhin eine halbe Stunde ohne Sonnenschutz aus. Man erkennt ihn an mittelheller Haut, hellen oder dunklen Augen, braunem Haar und weniger auftretenden Sonnenbränden.

Typ 4 hat eine bräunliche Haut, wird schneller braun, hat dunkle Augen und Haare. Gehört man zu dieser Gruppe, dann kann man sich maximal 45 Minuten ohne Sonnen-Creme bräunen.


Sie benötigen, je nach Haut-Typ, einen anderen Lichtschutzfaktor, um Sonnenbrände zu vermeiden. Deshalb ist wichtig, den eigenen Typ und Eigenschutz zu kennen. Ein entsprechender Test findet sich auf www.hauttyp.ch. Sie können damit die mögliche Dauer des eigenen Sonnenschutzes berechnen: Die Eigenschutzzeit (also die Zeit in der man sich ungeschützt sonnen kann) x verwendeter Lichtschutzfaktor x 60 Prozent. Das Ergebnis verrät die Zeitspanne, in der man sich  mit natürlichen Sonnenschutzmitteln in der prallen Sonne aufhalten kann. Ein Rechenbeispiel soll die Anwendung erleichtern: 10 Minuten x LSF 20 x 60 % = 120 Minuten.


Gesund bräunen gibt es nicht ...

Inzwischen wird immer klarer, dass es keine gesunde Bräune gibt. UV-Strahlen seien eine der Hauptursachen für Hautkrebserkrankungen sowie für frühzeitige Hautalterung, sagt die Programmleiterin der Krebsliga Schweiz, Nathalie Gerber: «Braun zu sein entspricht einem ungesunden Schönheitsideal.» Eine Bräunung sei immer ein Zeichen, dass die Haut angegriffen sei und sich wehre. «Denn unter dem Einfluss der UV-Strahlen verdickt sich unsere Haut,» erklärt die Expertin weiter. «Zudem bilden die Pigmentzellen der Haut den Farbstoff Melanin und bewirken damit eine Bräunung.» So versuche sich die Haut vor den UV-Strahlen zu schützen.

 

 

Kinder benötigen speziellen Sonnenschutz der Haut

Kinder haben eine dünnere und sensiblere Haut als Erwachsene. Diese ist durchlässiger für UV-Strahlung. Deshalb benötigen sie speziellen Sonnenschutz, zumal sich die Kleinen meist länger als ihre Eltern im Freien aufhalten.