Echter und falscher Mehltau: So werden Sie ihn wieder los

Gärtnern könnte so schön sein, wenn die eigenen Pflanzen nicht hin und wieder von Schädlingen und Krankheiten befallen wären. Mehltau ist dabei besonders tückisch, da er nicht einfach zu behandeln ist. Es gibt jedoch wirksame Mittel und Wege, um den Mehltau zu bekämpfen.

Echten und falschen Mehltau bekämpfen
So sieht es aus, wenn ein Blatt von Echtem Mehltau befallen ist. Foto: Heizer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
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Mehltau bekämpfen: So zeigt sich der Befall

Beide Arten des Mehltaus breiten sich durch Sporen aus. Diese bilden ein Geflecht, welches aus sehr feinen Fasern besteht. Dieses sogenannte Myzel ist auf den betroffenen Pflanzen als weisser bis grauer Pelz zu sehen. In feuchter Umgebung gedeiht Mehltau besonders gut. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollte man so früh wie möglich den Mehltau bekämpfen.

Der Echte Mehltau bildet auf der Blattoberseite einen weissen, mehlartigen Belag. Zu Beginn des Befalls kann dieser noch leicht abgewischt werden. Im weiteren Stadium werden auch Knospen, Triebspitzen und Früchte befallen. Häufig sind dann auch die Blattunterseiten betroffen. Die Blätter rollen sich im Verlauf der Krankheit ein. Triebe können so stark verkrüppeln, dass sie nicht mehr wachsen können. Bei warmem Wetter mit nächtlichem Tau verbreitet sich der Echte Mehltau besonders schnell. Im Spätherbst bilden sich dunkle Winterfruchtkörper, welche in Pflanzenresten oder abgefallenem Laub überwintern. Deshalb ist es wichtig, den Mehltau zu bekämpfen, da er sich sonst im nächsten Jahr wieder ausbreitet.

Der Falsche Mehltau befällt vor allem krautige Pflanzen und viele Gemüsearten. Einen Befall erkennt man an rötlich-violetten, gelben oder brauen Flecken an der Oberseite der Blätter. An der Unterseite bildet sich ein grauer Pilzrasen, Triebe und Knospen trocknen oftmals aus. Feuchtes und eher kühles Wetter begünstigt das Wachstum des Pilzes.

Mehltau bekämpfen: Darauf sollte man achten

Alle befallenen Pflanzenteile und -reste müssen gründlich entsorgt werden, um den Mehltau sicher zu bekämpfen. Er kann an Sichtschutzzäunen, Holzpfählen oder Gartengeräten auch den Winter überleben, deshalb sollte nach dem Kontakt mit betroffenen Pflanzen alles sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden, natürlich auch die Hände.

Folgende Mittel helfen, den Mehltau zu bekämpfen

Ein einfaches aber sehr wirkungsvolles Hausmittel ist Frischmilch. Dazu wird 1 Teil Milch mit 9 Teilen Wasser gemischt und die befallenen Pflanzen damit eingesprüht. Ebenso sollten stark befallene Pflanzenteile zurückgeschnitten und die Reste am besten verbrannt werden. Um dem Mehltau das Leben zu erschweren, sollte man morgens Giessen und dabei Blätter und Früchte aussparen. Helfen diese Hausmittel nicht, bietet der Fachhandel verschiedene Produkte, die den Mehltau bekämpfen.

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