Gurken pflanzen: Wie du Gurken säst und richtig pflegst

Gurken pflanzen gelingt auch ohne grünen Daumen. Denn Gurken kannst du ohne Gewächshaus sowohl im Topf als auch im Hochbeet oder Garten anbauen. Achte darauf, die Sorte auszuwählen, die zum Standort passt. Hier gibt’s Praxistipps direkt aus dem Redaktionsgarten.

Gurkenpflanze im Garten
Gurken wachsen auch im Freiland bestens. © sololos / iStock / Getty Images Plus
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Gurken pflanzen – das Wichtigste in Kürze:

  • Achte bei der Gurkensorte darauf, ob sie sich fürs Freiland oder Gewächshaus eignet. Gurkensorte finden
  • Gurken kannst du am März drinnen vorziehen. Zur Anleitung
  • Ab Mitte Mai pflanzt man Gurken ins Freiland. Gurken pflanzen
  • Gurken sind Starzehrer und brauchen feuchte Erde und regelmässig Dünger. Pflegetipps
  • Damit die Gurken nach oben wachsen, solltest du eine Rankhilfe aufstellen.
  • Ernte Gurken regelmässig ab, damit die Pflanze mehr Gemüse bildet. Ernte-Tipps

Gurken zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse und man unterscheidet zwischen verschiedenen Gurkensorten. Salatgurken, die im Supermarkt in den Regalen liegen, werden meist in Gewächshäusern kultiviert. Es gibt jedoch auch Züchtungen, die du im Freiland säen kannst.

Welche Gurkensorte ist die beste?

Bei Gurkensorten wird insbesondere zwischen solchen fürs Gewächshaus und fürs Freiland unterschieden.

Gurkensorten – Freiland

  • Delfs Nr. 1
  • White Wonder
  • Deutsche Schlangen
  • Burpless Tasty Green
  • Tanja
  • Moneta
  • Delicatess
  • Vorgebirgstrauben (geeignet zum Gurken einlegen)

Gurkensorten – Gewächshaus

  • Eiffel
  • Conquerer
  • Bella
  • Helena
  • Silor

Gurkensorten für Freiland und Gewächshaus

  • Saikó
  • Selma Cuca
  • Saladin

Wann Gurken pflanzen?

Gurken pflanzt du am besten zwischen Ende März und Mitte Mai. Bevor du sie ins Freiland setzt, kannst du du sie drinnen auf einer Fensterbank vorziehen. Alternativ setzt du sie ab Mitte Mai direkt ins Freie.

Gurken drinnen vorziehen: So geht’s

Um die Gurken auf der Fensterbank zu kultivieren, füllst du einen oder mehrere Töpfe mit Anzuchterde. Tipp: Verwende alte Eierkartons für die Vorzucht, sie haben die richtige Grösse und durch den durchlässigen Karton verhinderst du Staunässe.

Dann zwei bis drei Gurkensamen ca. 2 cm tief in die Erde pflanzen. Damit die Gurke bald austreibt, stellst du das Pflanzgefäss an einen hellen, mindestens 20 Grad warmen Standort. Halte die Erde gleichmässig feucht. Nun musst du dich ein bis zwei Wochen gedulden, bis die Gurke austreibt.

Junge Gurkenpflanzen auf einer sonnigen Fensterbank
Junge Gurkenpflanzen auf einer sonnigen Fensterbank © yevtony / iStock / Getty Images Plus

Praxistipps fürs Gurken pflanzen:

  • Das Giesswasser sollte zimmerwarm sein. Erst recht, wenn die Pflanze noch nicht gekeimt ist.
  • Keimt die Gurke nach dem Säen innerhalb von 2 Wochen nicht, dann war das Saatgut alt oder die Keimtemperatur ist zu niedrig.
  • Letzteres kann am Standort liegen. Ist die Fensterbank vielleicht zu kalt? Dann etwas Isolierendes wie eine Zeitung unterlegen.
  • Schiesst die Gurke nach dem Keimen allzu arg in die Höhe (nennt sich Geilwuchs oder Vergeilen), ist es am jetzigen Standort vermutlich zu dunkel und gleichzeitig zu warm. Lösung: Kühleren (ca. 15 Grad) und hellen Standort wählen. Vorher zudem einen Topf grösser nehmen und darin tiefer eintopfen.

Gurken pflanzen: Anleitung

Ins Beet oder den grossen Topf auf dem Balkon dürfen deine Gurken etwa ab Mitte Mai wandern, also nach den Eisheiligen. Wer sich das Vorziehen sparen möchte, kann die Gurken Mitte Mai auch direkt nach draussen pflanzen.

Ziehe die Jungpflanze nun in einen grossen Topf mit mindestens 25 Liter Fassungsvermögen um. Wenn du gleich zwei Gurkenpflanzen einpflanzen möchtest, sollte der Topf etwa 50 Liter Fassungsvermögen haben. Alternativ kannst du sie auch direkt in den Garten oder ins Hochbeet setzen.

Reichere die Erde vor dem Einpflanzen mit reifem Kompost an. Setze die Gurken nun so tief in die Erde, dass die Keimblätter bedeckt sind. Die jungen Gurkenpflanzen sollten jetzt weiterhin hell und warm stehen, stets feucht, aber nicht nass gehalten werden.

Verschiedenes Gemüse im Hochbeet angebaut
Verschiedenes Gemüse im Hochbeet angebaut © Shannon Savory / iStock / Getty Images Plus

Gurken pflanzen: Standort und Erde

Gurken mögen es möglichst sonnig, vertragen aber auch ein paar Stunden Schatten am Tag.

Da Gurken zu den sogenannten Starkzehrern gehören, ist ein nährstoffreicher Boden wichtig. Zudem sollte die Erde nicht austrocknen. Um das zu verhindern, kannst du eine Schicht Mulch auf der Erde verteilen.

Gut zu wissen: Starkzehrer sind Pflanzen, die viele Nährstoffe benötigen. Eine einfache Faustregel: Pflanzen, die in einer Gartensaison sehr stark wachsen und uns immer wieder mit einer reichen Ernte begeistern, benötigen auch viele Nährstoffe. Die gängigsten Beispiele neben Gurken sind Tomaten, Zucchetti, Kürbis und Melonen. Diese Pflanzen versorgst du am besten regelmässig mit Kompost (gibt es auch zu kaufen für kleine Gärten oder Balkongärten) und düngst sie regelmässig mit flüssigem Bio-Dünger. Flüssig, da die Nährstoffe so schneller verfügbar sind.

Die richtige Rankhilfe für Gurken

Da die Gurkenpflanzen schnell wachsen, solltest du eine Rankhilfe anbringen, an der sich die Gurke «festhalten» kann. Bringe dafür an den Trieben sogenannte Staudenklammern oder dickere Schnüre an, damit die Gurken stabilen Halt bekommen.

Als Rankhilfe für Gurken eignen sich etwa 1 – 1,5 Meter hohe Rankgitter aus Metall oder Holz.

Gurke wächst an Rankgitter hoch
Gurke wächst an Rankgitter hoch © tchara / iStock / Getty Images Plus

Tipp: Mehrere länger Bambusstangen rund um die Pflanze stecken und von unten nach oben eine stabile Gartenschnur ringsherum anbringen. Dabei immer einen Stab einmal umwickeln. So kann sich die Gurken-Pflanze prima nach oben bewegen. Die Rankhilfe für die Gurke wird gleich mit dem Pflanztermin gesetzt.

Gurken sind anfällig für Mehltau

Ohne Rankhilfe wachsen Gurken am Boden entlang und benötigen mehr Platz. Das macht die Pflanze gerade bei feuchter Witterung krankheitsanfälliger (Mehltau) und im Beet werden die Gurken bei Regen unnötig mit Beeterde überzogen.

Achte schon bei der Auswahl der Gurkensamen darauf, dass du zu resistenten oder toleranten Sorten greifst, die weniger anfällig für Mehltau sind. Sollte deine Gurke doch einmal befallen sein, entsorge das Blatt nicht im Kompost im Garten. Dadurch kann sich der Pilz schnell ausbreiten. Wirf befallene Pflanzenteile daher in den Restmüll.

Gurken ernten

Die ersten Gurken kannst du schon acht bis neun Wochen nach der Aussaat. Schneide sie dafür am Stil mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab.

Person schneidet Gurke mit einer Gartenschere ab
Person schneidet Gurke mit einer Gartenschere ab © TommL / iStock Getty Images Plus

Gurken kannst du in jeder Grösse ernten, denn sie sind immer reif. Sie etwas wachsen zu lassen, macht für eine schöne Erntemenge allerdings Sinn. Regelmässiges Ernten sorgt zudem für zuverlässigen Nachschub.

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