Ozapft is: Warum wir jetzt den Saft von Birken trinken

Wird im Frühjahr der Stamm von Birken angezapft, sprudelt daraus frisches Wasser. Und dieser Birkensaft avanciert derzeit zum Trendgetränk, denn darin steckt viel Gesundes.

Birkenwasser: Wie gesund ist das Trendgetränk wirklich?
Foto: © 5PH / iStock / Thinkstock
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Birkenwasser abzuzapfen ist eigentlich nichts Neues, aber war vielfach in Vergessenheit geraten. Jetzt erlebt Birkensaft trinken aber ein Revival, und das aus gutem Grund.

So viel Gesundes enthält Birkenwasser

Der leicht süssliche Saft erhält seinen Geschmack vom Birkenzucker Xylitol. Diese kalorienarme Zuckerart gilt als zahnfreundlich, weshalb er häufig in Zahnpflegekaugummis verwendet wird. Weil sie den Blutzuckerspiegel nicht sprunghaft in die Höhe schnellen lässt, verursacht Xylitol zudem keinen Heisshunger und ist für Diabetiker geeignet.

Dazu stecken im Birkenwasser sogenannte Saponine. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken unter anderem entzündungshemmend, schleimlösend und verdauungsfördernd. Dass sie zudem harntreibend sind, macht Birkenwasser für Detox-Kuren bestens geeignet. Hinzu kommen Flavonoide, die als Radikalenfänger gelten. Und sie stärken unser Immunsystem.

Doch Birkenwasser enthält auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Hierunter zu finden sind Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink, Phosphor oder Eisen. Die Kombination der Mineralien macht den Saft sogar zum isotonischen Getränk.

Durch Bitterstoffe, Vitamin C und wertvolle Aminosäuren soll Birkenwasser weiterhin für reine Haut sorgen und die Haare gesünder aussehen lassen.

Medizinisch nachgewiesen sind die dem Birkenwasser nachgesagten, positiven Effekte auf unsere Gesundheit zwar nicht. Aber zumindest sollte das Trendgetränk auch nicht schaden. Also lassen Sie es vielleicht auf einen Versuch ankommen.

Wie der Saft von Birken gewonnen wird

Birkenwasser wird über den Winter in den Wurzeln der Birke gebildet. Steigen im zeitigen Frühjahr die Temperaturen an, dann fliesst der nährstoffreiche Saft über den Stamm in die Äste. Das ist immer kurz vor dem Blattaustrieb der Fall.

Bis zu 10 Liter können am Tag über ein kleines Loch knapp unter der Rinde pro Baum abgezapft werden. Der Fluss von Birkenwasser dauert etwa zwei Wochen an, dann versiegt die Quelle bis zum nächsten Frühjahr wieder. Während das Saftzapfen früher Tradition hatte, wird es heute lediglich noch in Skandinavien, Osteuropa, Russland oder China durchgeführt.

Wer eine eigene Birke hat, kann diese aber auch ganz einfach selbst anzapfen. Solange der Baum noch ganz kahl ist, wird ein etwa 1 cm grosses Loch auf Hüfthöhe und etwa 2 cm tief gebohrt. Dies genügt, um den Baum mit einem Röhrchen oder einem passenden Schlauchstück anzuzapfen. Flasche oder Gefäss darunter stellen und warten, bis das Birkenwasser fliesst.

Ob man die Wunde nach dem Abzapfen wieder verschliessen soll, dabei scheiden sich die Geister. Wer es verschliessen möchte, kann Baumwachs dafür verwenden.

Übrigens: Für das im Handel erhältliche Birkenwasser wird vornehmlich die Hängebirke angezapft.

Quellen: Wikipedia, Birkenwasser.com, Survivalforum.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

 

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