Die Schweiz hat ihre natürlichen Ressourcen aufgebraucht

Die erste Jahreshälfte ist noch nicht vorbei, doch die Schweiz hat bereits alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Damit sich der ökologische Fussabdruck nicht weiter vergrössert, ist umweltfreundlicheres Handeln gefragt.

Natürliche Ressourcen: Die Schweiz hat ihren Anteil aufgebraucht
Die Schweizer leben weit über ihren Verhältnissen. Foto: iStock / Thinkstockphotos.
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Ab dem 9. Mai 2014 lebt die Schweiz auf Pump. An diesem sogenannten Overshoot Day hat das Land nämlich bereits alle natürlichen Ressourcen verbraucht, welche die Natur innerhalb eines Jahres erneuern kann. Wenn weltweit alle so leben würden wie die Schweizer, wären 2,8 Planeten notwendig, um den Ressourcenbedarf zu decken.

Dies hat das Global Footprint Network (GFN) berechnet, eine Partnerorganisation des WWF. Über die Hälfte der Rohstoffe werden dabei für den allgemeinen Konsum und die Ernährung verbraucht. Danach kommen Wohnen und private Mobilität.

Damit der ökologische Fussabdruck der Schweiz sich verringert, sei laut GFN dringend ein umweltbewussteres Handeln nötig. Dies könne man zum Beispiel durch reduzierten Konsum von Fleisch erreichen, aber auch durch häufigeres Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln und den bewussten Kauf von energieeffizienten elektrischen Geräten.

Overshoot Day

Die Erde befindet sich seit über 20 Jahren in einem ökologischen Overshoot. Dies ist auf das Bevölkerungswachstum und den steigenden Pro-Kopf-Verbrauch zurückzuführen. Der Overshoot-Zustand ist eine Zeit lang haltbar, da unser Planet über Reserven an natürlichen Ressourcen verfügt. Da diese aber schleichend aufgebraucht werden, wird die Lage zunehmend kritisch.
 


Quellen: footprintnetwork.org, wwf.ch
Autor: Cristina Bürgi