Fleischkonsum bringt der Schweiz hohe CO2-Emissionen

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Im internationalen Vergleich schneiden wir schlecht ab: Die Schweiz gehört zu den Top 20 Ländern, die am meisten CO2-Ausstoss durch die Ernährung haben. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Fleischkonsum bringt der Schweiz hohe CO2-Emissionen
Foto: © Buba1955 / iStock / Getty Images Plus

Die Emissionswerte von elf verschiedenen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln wurden für die Studie von Nu3 untersucht. Der Onlinehändler für gesunde Ernährung analysierte die Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Auf dem ersten Platz der Statistik landet Argentinien. Es hat, mit einem jährlichen C02 Ausstoss von knapp 306 Kilogramm pro Person, den höchsten Emissionswert durch tierische Produkte. Die Schweiz kommt jährlich auf einen C02-Ausstoss von 189 Kilogramm pro Person.

Die Schweiz hat höhere Werte als Nachbarländer

Mit diesen Zahlen ist die Schweiz im internationalen Vergleich auf Platz 20. Von den umliegenden Ländern hat nur Frankreich, mit fast 198 Kilogramm, einen höheren Wert.

Österreich landet mit 168 Kilogramm auf Platz 27, gefolgt von Italien mit 165 Kilogramm auf Rang 28. Deutschland ist mit 147 Kilogramm auf Platz 38.

Ebenfalls untersucht wurden die CO2-Emissionen in der Lebensmittelproduktion der Schweiz. Im Vergleich stehen sieben verschiedene Grossregionen.

Am meisten CO2 Ausstoss bringt das Espace Mittelland

In der Grossregion Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg und Jura werden am meisten Rindfleisch und Milch konsumiert. Mit über drei Milliarden Kilogramm CO2 pro Kilogramm produziertes Lebensmittel sind sie die Region der Schweiz, in der am meisten CO2- Emissionen durch Nahrungsmittelproduktion entstehen.

Schweizweit am wenigsten Ausstoss in der Lebensmittelproduktion hat das Tessin, knapp gefolgt von Zürich.

Diese Produkte wurden für die Studie untersucht

In 130 Ländern analysiert wurden 11 Lebensmittel analysiert. Darunter tierische  Erzeugnisse vom Schwein, Rind, Geflügel, Lamm und Ziegenfleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Sowie pflanzliche Erzeugnisse aus Weizen, Reis, Sojabohnen und Nüssen.
Die vollständige Statistik finden Sie auf nu3.ch

Autor: Olivia Sasse, am 08. Mai 2018