Neue Verpackung aus Bioabfällen für Gurke & Co. in der Testphase

14.01.2022 – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa hat im Auftrag von Lidl Schweiz eine nachhaltige Schutzhülle für Obst und Gemüse entwickelt. Künftig sollen so Gurken, Bananen & Co. ohne Einwegplastik auskommen.

14.01.2022 – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa hat im Auftrag von Lidl Schweiz eine nachhaltige Schutzhülle für Obst und Gemüse entwickelt. Künftig sollen so Gurken, Bananen & Co. ohne Einwegplastik auskommen.
Gemüseverpackung soll künftig  aus Bio-Abfällen hergestellt werden. Foto © Vincent20044 / iStock / Getty Images Plus
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Derzeit sind viele Gemüse- und Obstsorten mit Plastik verpackt. Dies soll Himbeeren, Gurken und Brokkoli länger haltbar machen und Food-Waste reduzieren. Die Abfallberge durch Einweg-Plastikverpackungen verschmutzen jedoch die Umwelt – und sorgen für Kopfschütteln. Eine neue Schutzhülle soll sowohl Plastikabfälle wie auch Foodwaste reduzieren.

Diese neue Schutzhülle – von der Empa im Auftrag von Lidl Schweiz entwickelt – besteht aus Trester. Trester ist ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Obst- und Gemüsesäften anfällt. Die Bio-Abfälle werden dann zu einer Zelluloselösung weiterverarbeitet. Letztendlich werden dann schnellverderbliche Gemüse- und Obstsorten mit einem hauchdünnen Film überzogen und so länger haltbar gemacht. 

Das sogenannte «Coating» kann vor dem Verzehr von Gemüse und Obst einfach abgewaschen oder gar mitgegessen werden. In einer zweijährigen Testphase will die Empa die neue Zellulosehülle vor allem als Verpackung für Salat, Pilze und Gurken testen, da diese Gemüsesorten besonders schnell verderben. Sollte sich die Verpackung aus Bio-Abfällen bewähren, könnten schon in zwei Jahren nachhaltig verpackte Gurken, Bananen & Co. zu kaufen sein.  

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