Wegen der Klimakrise: UN-Chef warnt vor kollektivem Selbstmord der Menschheit

19.07.2022 – Beim aktuell in Berlin stattfindenden Petersberger Klimadialog sollen die Weichen für die im November stattfindende Weltklimakonferenz COP27 gestellt werden. Neben UN-Chef António Guterres zeigen sich auch einige Nichtregierungsorganisationen enttäuscht von bisherigen Ergebnissen.

Ausgetrockneter, rissiger Lehmboden in Lybien
Diesen Sommer erreichen zahlreiche Orte, auch in Europa, Rekordtemperaturen. © cinoby / E+
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Aus rund 40 Staaten kommen Minister und Regierungsvertreter am 18. und 19. Juli in Berlin zusammen, um weiter über den Kampf gegen die Klimakrise zu debattieren. Im Dialog geht es auch darum, wie man mit den eng miteinander verwobenen Krisen wie Klimakrise, Ukraine-Krieg und Problemen mit der Energieversorgung umgehen soll.

Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland zeigt sich unter anderem Greenpeace-Klimaexperte Bastian Neuwirth bereits vor dem zweiten Tag des Klimadialogs enttäuscht: Der Kampf gegen die Klimakrise dürfe nicht hinter anderen Krisen zurückfallen.

Auch Guterres betont die Dringlichkeit des sofortigen Handelns aller Staaten gegen die Klimakrise. Der Guardian zitierte Guterres wie folgt: «Die Hälfte der Menschheit befindet sich in der Gefahrenzone von Überschwemmungen, Dürreperioden, extremen Stürmen und Waldbränden. Keine Nation ist dagegen immun. Und doch füttern wir weiterhin unsere Sucht nach fossilen Brennstoffen.» Wenn nicht alle Regierungen an einem Strang ziehen, stünde die Menschheit vor einem «kollektiven Selbstmord», führt er seine dringliche Warnung auf den Höhepunkt.

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