Sauna, Dampfbad und Hamam: So wird Wellness zum gesunden Erlebnis

Gerade in der kalten Jahreszeit kann der Gang in die Sauna, das Dampfbad oder den Hamam wohltuend wirken und die Abwehr stärken. Doch wie und wann dient das Schwitzen am besten der Gesundheit?

Wellness im Winter: Wie gesund sind Sauna und Co?
Aufgüsse sind etwas für geübte Saunagänger. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Das Wohlbefinden nach dem Saunieren lässt ahnen, dass man sich hiermit grundsätzlich etwas Gutes tut: Der Körper ist entspannt, die Haut rosig und der Schlaf in der folgenden Nacht besonders tief. So sind sich Experten einig, dass Sauna für den gesunden Menschen gerade in der kalten Jahreszeit eine empfehlenswerte Sache ist.

Sauna: Gesundheitsfördernd wie ein Fieberschub

Aus der Wohnung in die Kälte, durchgefroren ins beheizte Auto. Der häufige Wechsel von Warm und Kalt ist eine Herausforderung für die körpereigenen Abwehrkräfte. Mit Saunabesuchen können Sie Ihr Immunsystem darauf trainieren und sogar Erkältungen vorbeugen.

Ein Saunagang ist mit einem Fieberschub vergleichbar: Die trockene Hitze verursacht einen Anstieg der Körpertemperatur. So begründet es unter anderem Dr. Amin Aschour aus Wien. «Das Saunieren kann sich ausserdem positiv auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck auswirken», erklärte der Allgemeinarzt gegenüber dem deutschen Magazin «Apotheken Umschau».

Die angeregte Durchblutung, das Schwitzen und die damit einhergehende porentiefe Reinigung seien obendrein optimal für die Haut. So setzen manche Dermatologen Saunagänge als Therapie zum Beispiel bei Schuppenflechte ein.

Zur Wellness nur gesund in die Sauna gehen

Von einer Selbsttherapie ohne medizinische Rücksprache ist allerdings abzuraten, denn bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis kann sich das Schwitzen auch nachteilig auswirken. Vergleichbares gilt bei anderweitig angeschlagener Gesundheit: Wer krank ist, hat laut Dr. Aschour in der Sauna nichts verloren, denn «viele Menschen erliegen dem Irrglauben, dass die Sauna gesund macht, wenn man bereits akut krank ist».

Dabei könne der extreme Wechsel von Hitze und Kälte beispielsweise eine Erkältung noch verschlimmern. Davon abgesehen ist es nicht gerade höflich gegenüber den anderen Saunagästen, sich als Virenschleuder mit auf die Holzbank zu setzen - zumal sich die Krankheitserreger in dem feuchtwarmen Klima besonders gut ausbreiten können.

Genauso passen einige chronische Erkrankungen nicht zum Sauna-Effekt oder sind zumindest Anlass, vorab ärztlichen Rat einzuholen. Dies gilt insbesondere bei Herz-Kreislauferkrankungen, Asthma, Multipler Sklerose, Nierenkrankheiten und Schilddrüsenüberfunktion. Schwangere Frauen sollten nach Einschätzung des Experten allenfalls im zweiten Drittel der Schwangerschaft saunieren, und dies auch nur, wenn sie es gewohnt sind. Sonst kann es schnell zum Kollaps kommen.

Sauna für die Gesundheit: Auf das Wohlbefinden achten

Auch gesunde Menschen, die nicht in anderen Umständen sind, sollten vorsichtig an die Sache herangehen und es keinesfalls übertreiben. Wer sich nicht mehr wohl in der heissen Hütte fühlt oder zum Beispiel Schwindelgefühle bemerkt, sollte den Saunagang lieber abbrechen. Für Sauna-Neulinge gilt: Mit kurzen Schwitz-Zeiten anfangen und langsam steigern. Und lieber weiter unten sitzen als auf den oberen Bänken, denn die Hitze steigt nach oben.

Wer bereits erkältet ist, kann sich mit diesen Hausmitteln behelfen:

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Honig: Lindert den Hustenreiz und Halsschmerzen

Honig wirkt leicht entzündungshemmend und kann lokalen Schmerz mindern. Deshalb darf bei Husten und Halsschmerzen auch mal auf einen wertvollen Imkerhonig zurückgegriffen werden. Einfach bei Bedarf einen Teelöffel davon langsam im Mund zergehen lassen oder in einer kalten oder lauwarmen Honigmilch trinken - mmmhmm! Dabei ist es wichtig, dass die Milch nicht zu heiss ist, sonst geht die Wirkung des Honigs verloren. Foto: © barol16 / iStock / Thinkstock

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Die wohl meisten Sauna-Landschaften beinhalten auch ein Dampfbad. Der Effekt in dem warm-nebeligen Raum ist ähnlich, jedoch sanfter als in der Aufguss-Sauna. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit wird das Dampfbad als heiss empfunden, obwohl es mit einer Temperatur von rund fünfzig Grad Celsius nur halb so heiss ist wie in der Sauna.

Gesundes Schwitzen in der Saune

Wohltuende Hitze und Dampf: Richtig saunieren ist gesund. Foto: © Comstock / Thinkstock

«Ist die Sauna schon gesund, so ist die Dampfsauna noch gesünder», verkündet der Schweizer Saunen-Hersteller VS Wellness. Fest stehe, dass die Kreislaufbelastung im Dampfbad deutlich geringer sei als in der Sauna. Aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkung sei diese Wellness-Alternative auch für Menschen geeignet, die wegen hohem Blutdruck nicht in die Sauna gehen können.

Ein Wellness-Erlebnis für sich ist das orientalische Hamam: Für Entspannung und Wohlbefinden sorgt das harmonische Zusammenspiel von Wärme, Feuchtigkeit, Schaum, Düften und Massagen. In der Schweiz finden Sie diese Möglichkeit zum Beispiel im aquabasilea Hamam in Pratteln sowie im Fitnesspark Hamam Baden.

Tipp: Richtig Saunieren

  • Vor und nach dem Saunagang ausreichend trinken, am besten Mineralwasser oder ungesüsste Tees
  • Die letzte ausgewogene Mahlzeit sollte etwa zwei Stunden zurückliegen: Weder Hungergefühl noch ein voller Magen tun beim Saunieren gut
  • Am intensivsten ist ein Saunagang während des Aufgusses - das kann besonders wohltuend sein, Einsteiger aber auch überfordern
  • Möglichst kurz, aber intensiv schwitzen (ca. 8 bis 15 Minuten pro Saunagang)
  • Wer im Liegen sauniert, sollte sich zumindest für die letzten zwei Minuten hinsetzen, um Kreislauf-Problemen vorzubeugen
  • Nach dem Saunagang benötigt Ihr Körper viel Sauerstoff. Also etwas Zeit im Aussen-Bereich verbringen und tief durchatmen!
  • Anschliessend Kaltwasser-Anwendungen durchführen (z.B. Dusche oder Tauchbecken).
  • Dann möglichst ein warmes Fussbad nehmen und 15-30 Minuten ruhen.
  • Nur drei, mit Erfahrung höchstens vier Saunagänge durchführen.
  • Regelmässig saunieren, um die gewünschte Wirkung für die Gesundheit zu erzielen.

Sauna: Wo Sie etwas für die Gesundheit tun können

Saunen, Dampfbäder oder Hamams in Ihrer Nähe finden Sie in dieser Übersicht. Hier können Sie die nächste Wellness-Einrichtung auch nach Postleitzahl suchen.

 

Quellen: Apotheken Umschau, VS Wellness., aquabasilea Hamam

Text: Christine Lendt

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