Warum Fencheltee so gesund ist und Tipps zur Zubereitung & Anwendung

Fencheltee ist aufgrund der vielen gesunden Inhaltsstoffe ein hervorragendes Heilmittel. Der Tee aus den kleinen, nach Anis riechenden Samen des Fenchels ist vielseitig einsetzbar und hilft, Beschwerden wie Husten oder Magen-Darm-Verstimmungen zu lindern. 

Warum Fencheltee so gesund ist und Tipps zur Zubereitung & Anwendung
Die Samen vom Fenchel gelten seit jeher als Hausmittel. Als Tee zubereitet, kommen sie insbesondere bei Problemen mit dem Magen und der Verdauung zur Anwendung. Foto © mescioglu / iStock / Getty Images Plus
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Wir zeigen Ihnen, wie sie Fencheltee am besten zubereiten und welche Inhaltsstoffe für die heilsame Wirkung verantwortlich sind. Dass der Tee aus den Samen des Fenchels eine wohltuende Wirkung bei Husten und Erkältung hat, ist vielen bekannt. Doch er hilft auch bei Magen-Darm-Verstimmungen wie Beschwerden mit der Verdauung, Blähungen oder Appetitlosigkeit.

Wirkung – Warum ist Fencheltee so gesund?

Über den Geschmack von Fencheltee scheiden sich die Geister: Entweder, Sie lieben den anisähnlichen und süsslichen Geschmack, oder Sie greifen nur auf eine Tasse Fencheltee zurück, wenn eine Erkältung Sie plagt.

Dass nicht jeder gerne Fencheltee trinkt, mag an den Bitterstoffen der Heilpflanze liegen. Diese sorgen im Besonderen für die gute Wirkung. Die Fenchelsamen enthalten darüber hinaus weitere entzündungshemmende Inhaltsstoffe wie äthereische Öle, Kieselsäure, Mineralsalze sowie Vitamin A, B und natürlich das gesunde Vitamin C. 

Gelbe Blüten von der Fenchelpflanze

Der Fenchel zeigt seine schönen gelben Blüten von Juli bis Oktober. Foto © DipakShelare / iStock / Getty Images Plus

Fencheltee ist wegen der schleimlösenden Wirkung ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältungen. Er sorgt dafür, dass verstopfte Bronchien lästigen Schleim besser loswerden. Die sekretverdünnende Wirkung hilft dabei, dass der Schleim über die oberen Atemwege besser abtransportiert werden kann. Gerade, wenn Sie viel Reden oder für Ihr Leben gerne Singen, ist Fencheltee geeignet, um die strapazierten Stimmbänder zu beruhigen.

Wie Fencheltee bei Magen-Darm-Beschwerden wirkt

Fenchel ist in der Pflanzenheilkunde nicht nur für die entzündungshemmende Wirkung bekannt. Er hat auch eine verdauungsfördernde Wirkung und lindert Blähungen, Krämpfe und Magen-Darm-Probleme.

Für den bitter-süssen Geschmack des Fencheltees sind die ätherischen Ölen Anethol und Fenchon verantwortlich. Das Fenchon sorgt dafür, dass sich die Muskulatur des Magens und des gesamten Verdauungstraktes entspannt. Die beruhigende Wirkung der Öle sorgt für eine gute Verdauung.

Wenn Sie nach dem Essen eine Tasse warmen Fencheltee trinken, tun Sie Ihrem Magen etwas Gutes und mildern das unangenehme Völlegefühl. Tipp: Die verdauungsfördernde Wirkung wird oft durch die Kombination von Fenchel mit Anis und Kümmel gefördert.

Wohltuend Wirkung bei Babys und Kindern

Trotz der Bitterstoffe trinken auch viele Kinder gerne Fencheltee. Das Hausmittel wirkt wohltuend bei Bauchweh und lindert Magen-Darm-Krämpfe. Deshalb ist er auch für Babys geeignet. Säuglinge sollten das Getränk jedoch nicht vor dem sechsten Monat trinken.

Mit der verdauungs- und appetitfördernden Wikrung eignet sich Fencheltee bei Babys besonders vor der Stillmahlzeit. Da die ätherischen Öle beruhigend wirken, ist er auch eine gute Einschlafhilfe und kann von Kindern wunderbar als Gute-Nacht-Tee vor dem Zubettgehen getrunken werden.

Da der Tee viele B-Vitamine und Mineralien entält, gilt er allgemein als gesundes Getränk zum Durststillen und für die Flüssigkeitsversorgung.

Der ideale Tee für stillende Mütter

Wenn Sie in der Stillzeit Fencheltee trinken, tun Sie sich und Ihrem Baby etwas Gutes. Von der krampflösenden Wirkung des Kräutertees profitiert auch der Säugling. Insbesondere während der sogenannten Dreimonats-Koliken ist diese positive Eigenschaft des Getränks eine Unterstützung für Mutter und Kind.

Neben Brennessel-, Kümmel- und Anistee zählt auch der Fencheltee zu den Tees, welche die Milproduktion anregen. Für die Anwendung bei stillenden Frauen wird eine Tegesdosis von zwei bis drei Tassen empfohlen.

 

Fenchel

Fenchel wird nicht nur als Gemüse, sondern auch als Gewürz und eine Heilpflanze eingesetzt. Foto © wmaster890 / iStock / Getty Images Plus

Wussten Sie, dass wilder Fenchel weltweit in zahlreichen Ländern von Westasien bis Südamerika vorkommt? Fenchel wächst jedoch auch in Südeuropa und insbesondere im Mittelmeerraum. Für medizinische Zwecke wird vorwiegend bitterer Fenchel verwendet. Bitterer und süsser Fenchel unterscheiden sich nicht nur geschmacklich: Auch der Duft des Bitterfenchels ist würziger, da ein besonders hoher Gehalt der ätherischen Öle enthalten ist. Darum findet diese Art der Pflanze besondere Verwendung bei Atemwegs-und Magen-Darm-Erkrankungen. Süsser Fenchel hingegen duftet milder und süsslich.

Fencheltee Rezept: So gelingt die Zubereitung

Die beste Wirkung hat Fencheltee, wenn Sie ihn frisch zubereiten. Anstatt zu Teebeuteln aus der Packung zu greifen, können Sie einfach die losen Samen für den Aufguss verwenden. Zerdrücken Sie für den Tee einen Teelöffel Fenchelsamen und übergiessen diese mit einem viertel Liter kochendem Wasser.

Fenchelsamen für Tee

Verwenden Sie die getrockneten Samen der Heilpflanze für die Zubereitung. Foto © NRedmond / iStock / Getty Images Plus

Nach einer Ziehzeit von etwa 5 Minuten erhalten Sie einen aromatischen Fencheltee. Während der Ziehzeit ist es wichtig, den Tee abzudecken. Dieser Tipp gilt für alle Teesorten, die ätherische Öle enthalten: Auf diese Weise verflüchtigen die heilsamen Öle sich nicht und die Wirkung kann sich bestens entfalten. 

Nach Belieben kann ein Teelöffel Honig für eine angenehme Süsse sorgen. Tipp: Fenchelhonig ist auch bei Kindern beliebt und bietet sich gut als Süssungsmittel im Tee an. Auch pur kann er Hustenreiz und Halsschmerzen lindern.

Wenn Sie den Fenchel zu gleichen Teilen mit Kamille, Eibisch und Melisse mischen, bekommen Sie einen tollen Tee, der natürlich gegen Sodbrennen hilft.

 

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