Mit dieser Anleitung können Sie ganz einfach Orchideen umtopfen

Für eine schöne Blüte sollten Sie Ihre Orchideen regelmässig umtopfen. Welches der richtige Zeitpunkt ist, eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps für die richtige Pflege vor und nach dem Umtopfen.

Orchideen richtig umtopfen
Orchideen (Phalaenopsis) sind pflegeleichte Zimmerpflanzen. Doch für eine schöne Blüte müssen sie regelmässig umgetopft werden. Foto: © Wikipedia
  • 12
  • 0

Damit Orchideen (Phalaenopsis) gut wachsen und volle Blüten bilden, sollten Sie sie regelmässig umtopfen. Nur so verhindern Sie, dass das Substrat zu faulen beginnt und die Wurzeln schädigt. 

Lesen Sie hier, welches der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen ist, plus eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Sie Ihre Orchideen ganz einfach umtopfen und wie Sie Orchideen nach dem Umtopfen richtig pflegen. Zudem: Ein Video mit weiteren Tipps und Tricks.

Im Frühjahr Orchideen umtopfen

Da es für Orchideen der Gattung Phalaenopsis Stress bedeutet, wenn sie umgetopft werden, ist es wichtig, sie nur alle zwei bis drei Jahre umzutopfen.

Wichtig ist es auch, den richtigen Zeitpunkt für das Umtopfen einzuhalten. Man sollte Orchideen nicht umtopfen, wenn sie gerade blühen oder neue Blüten bilden, sondern immer erst in der Phase nach der Blüte und bevor neue Knospen und neue Triebe wachsen. 

Daher ist die beste Zeit zum Umtopfen das Frühjahr. In dieser Zeit kann sich die umgetopfte Orchidee dank gutem Licht und höheren Temperaturen schnell vom Stress erholen.

Nicht alle Orchideen-Arten reagieren gleich: Einige pflegeleichte Arten können auch das ganze Jahr umgetopft werden und vertragen eine Umtopf-Aktion sogar während der Blütezeit.

Orchideen umtopfen: So geht´s

Tipps für die richtige Pflege vor dem Umtopfen

Da sich das Wachstum der Pflanzen nach dem Umtopfen verlangsamt, sollten Sie Ihre Orchideen zwei Tage zuvor gut düngen und ihr grosszügig Wasser geben.

Nach dem Umtopfen der Pflanze sollten Sie dies einige Tage lang nicht mehr tun, da sich die Schnittstellen sonst infizieren könnten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Topf entfernen

Zuerst wird die Orchidee vorsichtig aus dem alten Topf entnommen. Dabei sollten Sie darauf achten, die Pflanze sowie die Wurzeln nicht zu verletzen.

Damit sich die Wurzeln einfacher lösen lassen, kneten Sie das Gefäss mit den Fingern vorsichtig durch.

Sind die Wurzeln der Pflanze schon durch den Topfboden gewachsen, kann der Topf vorsichtig aufgeschnitten werden.

Tipp: Erhalten die Orchideen vor dem Umtopfen ein Wasserbad, werden die Wurzeln weich und die Pflanzen lassen sich leichter aus dem Topf entfernen. Ausserdem brechen die Wurzeln dann nicht so schnell ab.

Schritt 2: Substrat entfernen

Nun wird die Pflanze vom alten Substrat befreit, sodass die Wurzeln frei liegen. Wichtig ist, die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Um das Substrat zu lösen, schütteln Sie die Pflanze zuerst leicht.  Das noch in den Wurzeln hängen gebliebene Substrat spülen Sie mit lauwarmem Wasser ab.

Schritt 3: abgestorbene Wurzeln schneiden

Jetzt können Sie auch verfaulte oder vertrocknete Wurzeln entfernen, um den neuen Wurzeln mehr Platz zum Wachsen zu bieten.

Verwenden Sie zum Schneiden immer eine scharfe Schere oder ein scharfes Messer. Um Keime zu vermeiden, sollten Sie das Werkzeug desinfizieren, bevor Sie die vertrockneten und toten Wurzeln abschneiden.

Achten Sie darauf, keine der grünen, gesunden Wurzeln zu verletzen.

Sollte es zu beschädigten Wurzeln kommen, verschliessen Sie die Wunde mit Schwefel- oder Kohlepulver oder einer speziellen Versiegelungspaste, um Fäulnis zu verhindern.

Wichtig: Schauen Sie sich die Luftwurzeln genau an. Wenn Sie Schädlinge entdecken, stellen Sie die Pflanze zuerst für ein paar Stunden ins Wasserbad, bevor Sie sie in das frische Substrat pflanzen.

Schritt 4: Luftwurzeln eintopfen

Verwenden Sie immer ein transparentes Gefäss, denn bei der Wurzeln der Orchidee handelt es sich um Luftwurzeln, die zwar eingepflanzt sind, aber dennoch Licht brauchen.

In den neuen Topf wird eine erste Schicht Substrat eingefüllt. Nun pflanzen Sie die Orchidee ein, indem Sie die Wurzelenden in den Topf legen und diese langsam hineindrehen, bis alle Luftwurzeln im Gefäss sind.

Die Pflanze wird dabei mittig gehalten. Achten Sie darauf, dass Sie keine Blätter verletzen.

Nun füllen Sie frisches Substrat seitlich ein.

Zum Einpflanzen der Pflanze sollte nicht einfach herkömmliche Erde, sondern immer spezielles Substrat für Orchideen oder spezielle Orchideen-Erde verwendet werden.

Es ist hilfreich, den Topf zwischendurch zu schütteln oder auf den Tisch klopfen, damit sich das neue Substrat besser verteilt. Die Freiräume zwischen den Wurzeln müssen komplett ausgefüllt werden.

Da Orchideen kleine Töpfe bevorzugen, reicht es aus, wenn der neue Topf etwa 2,5 cm bis 5 cm grösser ist als das alte Pflanzgefäss.

Tipps für die Pflege nach dem Umtopfen

  • Nach dem Umtopfen sollten Sie Ihrer Orchidee etwa eine Woche lang kein Wasser geben und sie etwa vier Wochen lang nicht düngen.
  • Zur idealen Pflege besprühen Sie die Blätter der Zimmerpflanze während dieser Zeit täglich mit etwas Wasser.
  • Die alte Erde oder das alte Substrat sollten Sie entsorgen.
  • Wenn Sie den alten Topf retten konnten und weiterhin nutzen wollen, desinfizieren Sie ihn auf jeden Fall zuerst, um alle verbliebenen Keime abzutöten. 

Video: Tipps und Tricks zum Umtopfen von Orchideen