Frische Kräuter von der Fensterbank

Frisches Basilikum in der Tomatensosse. wohltuender Salbei- oder Pfefferminztee, duftende Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank. Diesen Lohn können Sie ernten, wenn Sie Kräuter auf der Fensterbank pflanzen. Und das Beste ist: Ihr kleiner Hausgarten gedeiht auch im Winter.

Frische Kräuter von der Fensterbank
Frische Würze kann man sich im Winter auch von der Fensterbank holen. Foto: Carly Hennigan, iStock, Thinkstock
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Kräuter lassen sich auch in Töpfen auf der Fensterbank hervorragend pflanzen. Wie beim Gärtnern im Freien gehört natürlich etwas Know-how dazu, damit die Freude lange währt. Nicht alle Arten vertragen die warme, trockene Zimmerluft. Einige Arten wiederum sind besonders gut dafür geeignet.

Welche Kräuter kann man im Zimmer pflanzen?

Kräuter, die in der freien Natur an ein warmes Klima gewöhnt sind, fühlen sich in der Regel auch in der beheizten Winterwohnung wohl - allen voran also mediterrane Kräuter, die teilweise auch in den Schweizer Alpen kultiviert werden: Basilikum, Salbei, Oregano, Lavendel und Minze. Voraussetzung ist allerdings ein sonniges Plätzchen. Wählen Sie daher möglichst eine nach Süden oder Westen ausgerichtete Fensterbank und kein schattiges Nordzimmer.

Weniger für den Zimmer-Anbau geeignet sind ausgerechnet die Kräuter, die besonders häufig zum Kochen verwendet werden. Petersilie, Schnittlauch, Dill und Kerbel etwa haben sich als winterharte Pflanzen den kälteren Temperaturen angepasst. Das bedeutet, sie überstehen den Winter in unseren Breiten und blühen im Folgejahr erneut. In der Wohnung gehen diese Kräuter schnell ein. Sie sind daher im Garten besser aufgehoben.

Alternativen pflanzen: feine Kräuter

Auch viele andere Kräuter schmecken gut. Einige können die Klassiker ersetzen, andere setzen besondere geschmackliche Akzente. Zimmerknoblauch etwa ist, der Name lässt es erahnen, bestens für die Fensterbank geeignet. Der Geschmack der grasförmigen Pflanzenteile ist mit dem von Schnittlauch vergleichbar. In Kräuterbutter oder -quark einfach köstlich! Die Knollen können auf ähnliche Weise wie der allseits bekannte Knoblauch verwendet werden. Mit ihren sternförmigen Blüten ist die Pflanze obendrein ein Schmuckstück.

Mals was anderes: Exotische Kräuter pflanzen

Kochen Sie gerne asiatisch? Dann können Sie eine der beliebtesten Zutaten in ihren eigenen vier Wänden anpflanzen. Das Zitronengras (Cymbopogon citratus) verleiht verschiedenen Currys und anderen exotischen Gerichten die unverwechselbare Note. Brunhilde Bross-Burkhardt beschreibt im Magazin «natürlich», wie vielseitig das Gewächs ist: Es eignet sich auch für Teeaufgüsse oder für heisse Getränke wie Glühwein. Weitere Kräuter mit Zitronengeschmack, die sie selbst pflanzen können, sind Zitronenmelisse und Zitronenthymian.   

Frische Kräuter von der Fensterbank: so ernten Sie auch im Winter

Während sich Basilikum gut aus Samen ziehen lässt, fährt man bei anderen Kräutern mit Setzlingen besser. Foto: Lusky, iStock, Thinkstock

Neben der Auswahl geeigneter Arten gilt es manches beim Anpflanzen zu beachten. Einige Tipps erteilt Thomas Aeschlimann von der Firma Ricola. Der Kräuterexperte rät beispielsweise, bei bestimmten Arten Setzlinge anstelle von Saatgut zu kaufen, da sie sich schwer selbst aufziehen lassen. Dies gilt demnach unter anderem für Pfefferminze, Salbei, Thymian, Rosmarin und Lavendel.

Ausserdem bevorzugen die Kräuter unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. So wachsen Thymian und Salbei in der Natur auf relativ kargen Böden. Aeschlimann empfiehlt daher, diese Kräuter möglichst in eine Mischung aus drei Teilen Erde und einem Teil Sand einzupflanzen. Andere Kräuterarten wiederum benötigen eher fruchtbare Erde. Bei Unklarheiten können Sie sich hierzu im Gartencenter beraten lassen. Auch auf der Packung von Samen sind solche Angaben zu finden.

Kräuter pflanzen: So gelingt es

  • Nur geeignete Kräuter auf der Fensterbank pflanzen
  • Bei «schwierigen» Arten sind Setzlinge erfolgsversprechender als Saatgut
  • Nicht mehr als drei verschiedene Arten in einen Topf pflanzen und auf Harmonie achten: Manche Kräuter sind sich nicht grün
  • Die Kräuter nur locker eingraben
  • Kräuter benötigen Licht und Sonne (ca. fünf bis sechs Stunden täglich)
  • Möglichst täglich giessen. Dabei Staunässe vermeiden (schadet den Wurzeln)
  • Gelegentlich düngen, z.B. mit Komposterde, Steinmehl oder organischem Flüssigdünger. Auf Kunstdünger verzichten!
  • Hier erfahren Sie wie Sie einen Kräutergarten richtig anlegen
  • Für alle, die Profis werden möchten: Hier gibt es Kräuterseminare

 

Bezugsquellen für Kräutersamen

  • Der Schweizer Samenhändler «Samen Mauser» bietet auch Saatgut in Bio-Qualität
  • Im Onlineshop «Syringa» finden sich auch viele ausgefallene Duft- und Würzkräuter

 

 

Quellen: Ricola, natürlich-online.ch

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