Warum Sie mit einer Holzheizung klimafreundlich heizen

Im Heizungsvergleich schneiden Holzheizungen in punkto Umweltfreundlichkeit am besten ab. Denn Holz ist eine erneuerbare und CO2-neutrale Heizenergie. Bäume wachsen stetig nach und binden im Wachstum so viel CO2, wie beim Verbrennen freigesetzt wird.

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Holzheizungen wärmen klimafreundlich. Denn Holz ist eine CO2-neutrale erneuerbare Energiequelle. Foto: © tchara / iStock / Thinkstock
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Holz wird nicht mehr nur zum Bauen, sondern immer mehr auch zum Heizen gebraucht. Der Absatz von Energieholz stieg in den Schweiz in den letzten Jahren um rund 10 Prozent an und in ländlichen Gebieten und Kleinstädten steht Holz als Energielieferant an erster Stelle. Dies ist gut für die Umwelt, denn «trotz höherer Kosten empfiehlt der WWF aus Umweltschutzgründen das Heizen mit Holz», heisst es im Ratgeber der Umweltorganisation. Holz ist eine heimische und räumlich nah liegende erneuerbare Energie, die gegenüber nicht erneuerbaren Energiequellen wie Öl und Erdgas nicht zu versiegen droht. Bäume wachsen stetig nach und die Waldwirtschaftsbranche berichtet, dass es in Schweizer Wäldern genug Reserve an Feuerholz habe. Dieses fällt meistens als Nebenprodukt aus der Waldbewirtschaftung oder bei der Holz verarbeitenden Industrie an. Zudem ist Brennholz eine CO2-neutrale Energiequelle, da Bäume während ihrem Wachstum so viel CO2-binden, wie bei der Verbrennung von Holz wieder in die Luft abgegeben wird. Heizen mit Holz belastet damit weniger das Klima und reduziert den Treibhauseffekt.

Um Holz als CO2-neutrale, einheimische erneuerbare Energiequelle weiter zu fördern, lancierte das Bundesamt für Umwelt die Aktion «Stolz auf Schweizer Holz». Die Aktion soll die Schweizer Bevölkerung für eine intensive Waldnutzung sensibilisieren. Mehr über die Aktion erfahren Sie im Artikel: «Warum Sie «Stolz auf Schweizer Holz» sein sollten».

Holzheizungen geben Feinstaub ab

Bei der Umweltfreundlichkeit von Holzheizungen fällt allerdings der hohe Schadstoffausstoss negativ ins Gewicht. Beim Brennvorgang einer Holzheizung werden Emissionen wie Feinstaub an die Luft abgegeben. Dies führte zu Diskussionen und Unsicherheiten bei Energiefachleuten und Eigentümern von Holzheizungen. Das Bundesamt für Energie verfasste aus diesem Grund ein Positionspapier und Aktionsplan. Seit 2007 dürfen nun nur noch neue Holzfeuerungen mit Staubfilter in den Verkehr gebracht werden, die den schweizerischen Grenzwertanforderungen für Kohlenmonoxid und Feinstaub erfüllen. Zudem werden die Betreiber von Holzheizungen in die Pflicht genommen, den Emissionsausstoss durch eine korrekte Handhabung so tief wie möglich zu halten. «Wichtig ist, dass ausschliesslich geprüfte Qualitätspellets verwendet werden und bei grösseren automatischen Holzheizungen kein für normale Holzfeuerung unzulässiges Altholz eingesetzt wird», heisst es im Positionspapier dazu. Am besten lassen Sie sich bei der Inbetriebnahme von einem erfahrenen Experten einweisen oder informieren sich auf www.holzenergie.ch zur korrekten Bedienung einer mit Holz befeuerten Heizung.

Weiter können Sie den Feinstaub-Ausstoss senken, indem Sie die Holzheizung wie die Erd- oder Ölheizungen mit Sonnenkollektoren kombinieren. Die Energie der Sonne können Sie dann fürs Wärmen des Gebrauchswassers nutzen und damit die Holzfeuerung reduzieren.

Cheminéeofen: Die Holzheizung für einen Raum

Eine Holzheizung verbrennt Holz und erzeugt dadurch Wärme zum Beheizen von Gebäuden und Räumen. Für die Beheizung einzelner Räume waren früher vor allem die mit Kacheln verkleideten Zimmeröfen beliebt. Mittlerweile sind diese nur noch selten anzutreffen und wurden technisch zu den sogenannten bedeckten Cheminéeöfen weiterentwickelt. Eine Glasabdeckung sorgt dafür, dass der Wärmeverlust der Öfen nicht mehr so gross ist. «Die besten Systeme erreichen heute einen Wirkungsgrad von 80 Prozent», heisst es in einem Informationsartikel über Holzheizungen des Bundesamtes für Energie. Die Kosten für ein modernes Cheminée belaufen sich auf 10.000 bis 15.000 Franken. Da es bei Cheminéeöfen grosse Qualitätsunterschiede gibt, sollten Sie beim Kauf auf das Gütezeichen «Stuttgarter Anforderungen» achten, welches einen hohen Wirkungsgrad und einen tiefen Schadstoffaustausch belegt. In der Regel werden Cheminée mit Stückholz beheizt. Am umweltfreundlichsten ist es, wenn Sie das Holz aus Ihrer Nähe beziehen.