Streit am Gartenzaun: Immer öfter Zoff im Schrebergarten

Der eigene Garten liegt im Trend. Und wer keinen direkt am Haus hat, der kann sich einen Schrebergarten ausserhalb der Stadt mieten. Doch das klappt nicht immer ohne Probleme. Warum junge, urbane Gärtner oft Zoff mit langjährigen Schrebergärtnern haben.

Trend Schrebergarten: Warum es beim Urban Gardening oft Streit gibt
Foto: © KayTaenzer, iStock, Thinkstock
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Vor allem viele junge Menschen wünschen sich heute frisches Gemüse aus dem eigenen Anbau, möchten sich die Hände wieder schmutzig machen und freuen sich über eine kleine Auszeit im Grünen. Daher haben Schrebergartensiedlungen wieder sehr guten Zulauf. Doch leider gibt es hier nicht selten Streitereien über den Gartenzaun hinweg, wie der Tagesanzeiger etwa aus Zürich berichtet.

Denn oftmals halten sich neue Hobbygärtner nicht an die bestehenden Regeln in so einer Schrebergarten-Anlage. Einer der grössten Streitpunkte sei zum Beispiel, dass Unkraut nicht regelmässig entfernt wird, wie es in der Schrebergarten-Verordnung vorgegeben ist. Zudem seien Gärten oft zu unordentlich.

Einige Schrebergärtner unterschätzen ihre Pflichten

Der Präsident des Familiengartenvereins Zürich-Seebach, Jean-Pierre Zellweger, sagt im Tagesanzeiger-Interview, dass junge Zürcher zwar vermehrt einen Schrebergarten mieten. Doch würde es oft unterschätzt, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Der Präsident des 1933 gegründeten Vereins, der heute 250 Gärten an vier Standorten in der Stadt verwaltet, weist zudem deutlich darauf hin, dass die Regeln in so einer Schrebergarten-Anlage strikt eingehalten werden müssen.

Über die Unordnung in einigen Schrebergärten regen sich dabei vor allem langjährige Pächter auf, die in ihren Garten viel Mühe investieren. Der Streit am Gartenzaun entsteht dabei meist nicht ganz ohne Grund. In der Schrebergarten-Verordnung ist die korrekte Pflege nämlich in der Regel genau festgeschrieben, manchmal sogar wie man den Schrebergarten gestalten soll oder wie gross das Gartenhäuschen sein darf. Wer das nicht einhält, dem droht nicht nur Streit mit den Nachbarn, sondern unter Umständen sogar die Kündigung des Mietvertrags. 

Wer sich einen Schrebergarten zulegen möchte, sollte vorab daher genau die Verordnung studieren, um spätere Streitigkeiten von vornherein zu vermeiden. Über den nötigen Arbeitsaufwand kann man sich beim Vermieter oder direkt bei den anderen Mietern erkundigen. Dann steht der eigenen grünen Oase nichts mehr im Weg.

Quellen: FGZS.ch, Tagesanzeiger.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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