Zeckenbisse: Wie gefährlich sind die Zecken in der Schweiz?

Besonders im Frühling und Sommer heisst es in der Schweiz ab nach draussen und die Natur geniessen! Wären da nicht die Zecken, die einem die Freude am Sparziergang durch Wälder und Wiesen schmälern. Doch sind die kleinen Spinnentiere so gefährlich wie es oft heisst und wann sollte man sich impfen lassen?

Zecken in der Schweiz: Wie gefährlich sind sie?
Zecken übertragen gefährliche Krankheiten. Eine Impfung kann davor schützen. Foto: Risto0, iStock, Thinkstock
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Zeckenbisse können Krankheiten übertragen

Der Zeckenbiss an sich ist nicht gefährlich, allerdings können dadurch gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Zecken in der Schweiz sind von Frühjahr bis Herbst ab ca. 6 Grad Bodentemperatur aktiv.

Borreliose ist eine der Krankheiten, die Zecken übertragen und wird durch Bakterien im Darm der Tiere hervorgerufen. Die Übertragung tritt demzufolge erst mehrere Stunden nach dem eigentlichen Biss auf. Es ist etwa jede Dritte Zecke in der Schweiz befallen mit Borreliose-Bakterien. Das Problem bei Borreliose: Früh erkannt ist sie zwar mit Antibiotika gut zu behandeln, eine Impfung existiert jedoch nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Symptome vielfältig sind und die Krankheit so in vielen Fällen nicht oder erst spät erkann wird.

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch Viren verursacht, die über den Speichel der Zecke und damit meist direkt nach dem Biss übertragen werden. Die FSME-Viren befallen im schlimmsten Fall das Nervensystem und können teils schwerwiegende Erkrankungen verursachen.

Zeckenbisse: Wie gefährlich sind die Zecken in der Schweiz?

Zecken müssen vorsichtig entfernt werden. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Die Zecken der Schweiz sind in einigen Gebieten FSME-frei, in anderen sind viele infiziert. Auf Landkarten, die regelmässig aktualisiert werden, erkennt man, wie FSME-infizierte Zecken in Schweizer Kantonen verbreitet sind. Wer dort wohnt und sich häufig im Garten oder in der freien Natur aufhält, sollte sich vorsichtshalber impfen lassen. Die Impfung kann helfen, bei einem Biss eine Infektion zu verhindern, auch wenn die Impfung selbst nicht ganz unumstritten ist. Denn der Schutz ist nur auf FSME begrenzt, während die Impfung nicht gegen die viel häufigere Borreliose schützt.

Zecken in der Schweiz: Welche Vorsichtsmassnahmen helfen

  • Zum Infektionsschutz: aktive Schutzimpfung gegen FSME
  • Zum Schutz vor Bissen: Anti-Zecken-Sprays oder Cremes verwenden, lange Hosen tragen, zuhause nach dem Waldspaziergang den Körper gründlich absuchen (besonders in Hautfalten)
  • Nach dem Zeckenbissen: Zecke vorsichtig ohne Druck entfernen, Stelle des Zeckenbisses desinfizieren und beobachten, ob Rötungen auftreten (die sogenannte Wanderröte ist ein Zeichen für Borreliose-Infektion). Auch wenn innerhalb der nächsten vier Wochen grippeartige Symptome auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen und von dem Zeckenbiss berichten. Wenn Sie die Zecke nach dem Entfernen aufheben können Sie diese zudem auf Erreger testen lassen

Die Risikogebiete für durch Zecken übertragene FSME finden unter zecke.ch
 

 

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