Öko-Camping: Erlebnisreiche Ferien

Zeltplätze schaffen für den Öko-Urlaub umweltfreundliche Infrastrukturen.

Fürs Öko-Camping schaffen Zeltplätze umweltfreundliche Infrastrukturen. Foto: le_cyclope / iStock / Thinkstock

In Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern wird den Gästen mittlerweile nicht nur eine umweltfreundliche Infrastruktur geboten, sondern man hat spezielle Freizeit-Programme entwickelt. Bei diesen Angeboten kommen besonders die Kinder auf ihre Kosten: Sie schminken Bäume unter dem Motto «Germany’s Next Baum-Models» oder werden in Kräuterkunde à la Harry Potter unterrichtet. Flossbauwettbewerb oder Geocaching – die Natur beziehungsweise Wildnisabenteuer sollen hier immer im Zentrum stehen.

In der Schweiz gibt es derzeit fünf Ecocamping-Zeltplätze. Beispielsweise der Campo Felice in Tenero am Lago Maggiore oder der Zeltplatz Manser in Winden nahe des Bodensees. Bei den Mansers campiert man im Rahmen eines modernen und zugleich ursprünglichen Milchwirtschaftsbetriebs inklusive Mosterei. Nirgendwo muss der Camper auf Warmwasser oder andere Annehmlichkeiten verzichten. Nur werden hier Ressourcen mit Verstand verbraucht.

Öko- Camping in Marokko

Auch die Plattform Bio-Natur-Urlaub.de arbeitet mit naturverbundenen und umweltbewussten Natur-Campingplätzen zusammen, was sich keineswegs nur auf deutschsprachige Länder bezieht. Auf dem Ferienhügel Walhalla in Marokko beispielsweise wartet ein Zeltplatz im Atlasgebirge mit umweltfreundlicher Infrastruktur auf. Nils und Jane Schmidt bieten auch Esel und eine Räucherei und für diejenigen, die doch lieber ein Dach über dem Kopf bevorzugen, Gästehäuser. Auch der Platz «Camping Du Toy» in Frankreich bei Biarritz bietet einen Natur-Platz auf dem bewaldeten Gelände eines ehemaligen Bauernhofs. Es wäre eine Herausforderung, den Weg nach Marokko oder Südfrankreich per Velo zurückzulegen – doch wer genügend Zeit einplant, kann es schaffen. Mit dem Zug ist man schneller. Es muss nicht immer das Auto sein. Denn was letztlich zählt, ist das Eintauchen in die Natur und die Unabhängigkeit von Technik und den festen Zeiten eines Frühstücksbuffets.

Regeln, die Sie beim Öko-Camping beachten sollten:

Verboten ist in jedem Fall:

  • Naturschutzgebiete
  • Übergangsbereiche zwischen Wald und Offenland und nahe der Baumgrenze
  • Weiden, lockere Baumbestände, felsige Abschnitte im Wald
  • Moorlandschaften
  • Auen

Geboten ist in jedem Fall:

  • Keinen Müll zurücklassen
  • Nicht zu nah an Hütten
  • Ruhig verhalten, keine Tiere stören, kein Feuer entfachen, Exkremente vergraben
  • Zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich, geschützte Stellen zu suchen und in einiger Entfernung von fliessenden Gewässern zu bleiben.

 

 

Quelle:outdoorseiten.net Text: Yvonne von Hunnius