Mit E-Mountainbike ins Gelände: Warum die Velos so angesagt sind

Über Stock und Stein muss es nicht mehr nur mit reiner Muskelkraft gehen. Die neuen E-Mountainbikes unterstützen auf den holprigen Strecken. Das überzeugt nicht nur Einsteiger, sondern auch bereits einige Profis.

Coole E-Mountainbikes: Warum sie so viel Spass machen und Testsieger
Stefan Schlie, ein Urgestein der Mountainbike-Szene, setzt heute auf das E-Mountainbike. Foto: © Bosch
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Neben einer ordentlichen Portion Geschicklichkeit ist beim Mountainbiken jede Menge Muskelpower gefragt. Hier setzen die E-Mountainbikes an und verringern mit ihrem Antrieb die nötige Kraft. Die motorunterstützten Geländeflitzer ermöglichen damit nicht nur einen leichteren Einstieg ins Downhill, sondern erweitern auch bei der Fahrt die Möglichkeiten im Vergleich herkömmlichen Mountainbikes. Ein Grund, warum auch bereits einige Profis wie Stefan Schlie darauf setzen.

Was leistet ein E-Mountainbike überhaupt?

Unwegsames Gelände mit strengen Steigungen oder verwinkelten Parcours ist teils schwierig, manchmal sogar überhaupt nicht zu bezwingen. Wo die Umgebung die Hand-Fuss-Augenkoordination oder die Kräfte an ihre Grenzen bringt, können E-Mountainbikes das Weiterfahren erleichtern sowie überhaupt erst möglich machen.

Für verschiedene Untergründe bietet das E-Mountainbike deshalb teils mehrere Unterstützungsmodi, die dem Fahrer dabei aber nicht unbedingt die sportliche Leistung abnehmen wollen. Vielmehr soll der Biker durch den Elektromotor auf unwegsamen und rasanten Trails besser unterstützt werden.

Dafür bieten die Velos meist zwischen 60 und 250 Watt Leistung. Die derzeitig besten E-Mountainbikes verfügen über einen ausbalancierten Mittelmotor, bei immer geringerem Gewicht. So bringen einige Hardtails (E-Mountainbikes mit Federung im hinteren Teil) heute unter 17 Kilo auf die Waage, wie gesehen bei Cube. Vollgefederte, so genannte Fullys, kratzen bereits an der 20 Kilo-Marke, wie ein aktuelles E-Mountainbike von Rotwild beweist. Der Leistungsradius der gespeicherten Energie reicht stets für etwa 40 bis 50 Kilometer.

E-Mountainbikes im Test: Welches ist das beste?

Alleine 2015 kamen fast unzählige neue Modelle von E-Mountainbikes auf den Markt. Diese werden stetig von Fachleuten auf Herz und Nieren, oder besser gesagt auf Rahmen und Motor, getestet. Dabei kommt immer wieder durch: Der Motor sollte möglichst leistungsstark sein und der massive Unterbodenschutz den Antrieb gut gegen Steinschläge schützen. Das Gewicht ist als entscheidender Faktor auch nicht zu unterschätzen, ebenso wie die Stabilität des Rahmens.

Sehr gut im E-Mountainbike-Test schnitt das Cannondale Tramont mit 29er Bereifung ab. E-Mountainbike.com lobt die souveränen Fahreigenschaften, den starken Motor, den hohen Komfort und die entspannte Sitzposition des Hardtails.

Für die Tester geht allerdings das E-Mountainbike von Cube (Elite Hybrid Race 29) als E-Mountainbike-Testsieger hervor. Schick, schnell und immer perfekt zu beherrschen soll die schwarze Hardtail-Rennrakete sein. Einziger Kritikpunkt der Prüfer: Das maximale Gesamtgewicht von 115 Kilo, wobei das E-Bike selbst schon 18,3 Kilogramm auf die Waage bringt. Alle aktuellen E-Mountainbikes im Test der Redaktion finden Sie hier.

Auch der TCS hat E-Mountainbikes unter die Lupe genommen. Hier waren es explizit Fullys, also voll gefederte Modelle. Der Test verlief im Gelände, auf Wald- und Schotterwegen und im Citybetrieb. Wichtig war den Prüfern vor allem das Antriebssystem, die Sicherheit, Handhabung, Verarbeitungsqualität und die Fahreigenschaften. 

Das Team kürte drei E-Mountainbike-Testsieger: Scott E-Spark, Haibike Sduro und Flyer Uproc. Was die sieben getesteten Bikes auf 900 Kilometern und 11'000 Höhenmetern so alles leisteten, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, und welches nur bedingt empfehlenswert aus der Sicht der Tester ist, sehen sie in diesem Video-Testbericht:

Quellen: TCS.ch, elektrobike-online.com, bike-magazin.de, e-mountainbike.com, bosch-presse.de

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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