Für eine nachhaltige Ernährung regional und saisonal einkaufen

Frisch auf den Tisch: Nachhaltige Ernährung ist für Mensch und Umwelt gesund. Wer bewusst konsumiert, belastet das Klima deutlich weniger. Die eigene Ökobilanz wird verbessert, indem man weniger Fleisch sowie regionale und saisonale Lebensmitteln verzehrt.

Auf dem Markt lohnt es sich, Ausschau nach regionalem und saisonalem Gemüse zu halten.
Für eine nachhaltige Ernährung lohnt es sich auf dem Markt saisonales und regionales Gemüse einzukaufen. Foto: boggy22, iStock, Thinkstock
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Sollten Schweizer eine CO2-Diät einlegen? Allein die Ernährung verursacht ein Drittel der persönlichen Umweltbelastungen. Jedes Nahrungsmittel verbraucht über seinen Lebensweg etliche Ressourcen, z.B. für Anbau, Verarbeitung und Transport. Sie machen rund zwei Drittel des ernährungsbedingten Energieverbrauchs aus (Jungbluth 2007). Dabei werden Schadstoffe freigesetzt, die dem Klima schaden. Diese Informationen fasst die Ökobilanz zusammen. Sie informiert und hilft dem Verbraucher bei der umweltbewussten Kaufentscheidung.

Nachhaltige Lebensmittel bewusst geniessen

Wer sich nachhaltig ernährt, verbessert nachweislich die eigene Ökobilanz. Wichtige Eckpunkte sind dabei der Konsum regionaler und saisonaler Lebensmittel sowie der vermehrte Verzehr von fleischlosen Gerichten. Corina Gyssler, Kommunikationsbeauftragte vom WWF bestärkt: «Mit einer bewussten Ernährungsweise können wir massgeblich zum Schutz des Klimas und zur Bewahrung der Artenvielfalt beitragen.»

Weniger Fleisch ist besser für die Umwelt

Schweizer geniessen übermässig viel Fleisch. In nur einem Jahr verzehren sie rund 53 Kilogramm pro Kopf. Doch der gute Geschmack wird durch eine schlechte Ökobilanz geschmälert, die sich durch Rodung, energieintensive Futtermittelproduktion und hohe Mengen an tierischen Verdauungsgasen aufsummiert. Aus diesem Grund macht der tägliche Fleischkonsum ein Viertel der ernährungsbedingten Umweltbelastungen aus. Mit einem Teller Rinderschmorbraten und Pommes Frites kommt umgerechnet 4,5 Kilogramm CO2 auf den Tisch. Darum rät der WWF, nicht mehr als drei Mal pro Woche Fleisch zu essen.

Nachhaltige Lebensmittel aus der Region

Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung bieten sich besonders Gemüse und Obst an. Die fleischlose Kost hilft auch der eigenen Ökobilanz und belastet deutlich weniger das Klima. Das bestätigt auch Corina Gyssler: «Aus Umweltsicht ist es am wichtigsten, möglichst viel Gemüse und möglichst wenig Fleisch zu essen. Das ist auch gesund. Gemäss BAFU haben Menschen, die sich vegetarisch ernähren, viel geringere Risiken für Krebs, Herzkreislaufkrankheiten, Bluthochdruck und Übergewicht.» Trotz der vielen Vorteile heisst es bei Obst und Gemüse genauer hinzuschauen. Hier gibt es versteckte «CO2-Fallen». Nach der langen Flugreise hat ein Bund Spargel aus Mexiko knapp fünf Liter Erdöl verbraucht. Kauft man den heimischen Spargel sind es nur 0,3 Liter. Deutlich besser fällt die Ökobilanz zudem für Schifftransporte aus. Um zu wissen, woher die Lebensmittel stammen, sollten Verbraucher auf entsprechende Hinweisschilder an den Regalen achten.