Welches Speiseöl ist wirklich gesund?

Speiseöl ist gesund – Diese Ansicht ist weit verbreitet. Grösstenteils trifft sie auch zu, allerdings gibt es enorme Unterschiede zwischen den Ölsorten. So muss das viel gekaufte Sonnenblumenöl Federn lassen, während Rapsöl positiv überrascht.

Welches der vielen Speiseöle ist gesund?
Welches der vielen Speiseöle ist gesund? Foto: Tom Schmucker, iStock, Thinkstock
  • 8

Bei der Auswahl von Speiseöl lassen sich viele Schweizerinnen und Schweizer vom Geschmack leiten. Massgeblich für die Gesundheit aber sind die Anteile und Zusammensetzung der enthaltenen Fettsäuren. Denn sie können den Zustand der Blutgefässe sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Und diesbezüglich unterscheiden sich die drei beliebtesten Ölsorten – Sonnenblumenöl, Olivenöl und Rapsöl – erheblich.

Gesundes Speiseöl: Entscheidend sind die Fettsäuren

In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass manche Speiseöle gar nicht so gesund sind wie lange Zeit angenommen: «Verbannt das Sonnenblumenöl aus der Küche», forderte gar das Magazin Gesundheitstipp. Tatsächlich bestätigt Esther Infanger von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE), dass «Sonnenblumenöl nicht jeden Tag» verwendet werden sollte. Der Grund: Dieses Speiseöl enthält bis zu 110-mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren. Vor allem Letztere aber bieten, neben den einfach ungesättigte Fettsäuren, Schutz vor einem Herzinfarkt. Sie werden jedoch im menschlichen Körper von den Omega-6-Fettsäuren verdrängt. Aus diesem Grund lautet die Faustregel der Ernährungsexperten, dass ein gesundes Nahrungsmittel nicht mehr als fünfmal so viele Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren enthalten sollte.

Bild: 1 von 7

Speiseöl, eine goldene Flüssigkeit, die in vielfältiger Weise unterschiedliche Gerichte abrundet und verfeinert. Doch Öl ist nicht gleich Öl. Manch eines ist gesünder als anderes, während es auch Sorten gibt, die man lieber nicht erhitzen sollte. Wiederum andere können um Zutaten wie Chilischoten, Melisse, Rosmarin und Basilikum veredelt werden. Verfolgen Sie die Vielfalt des Öls hier in unserer Bildergalerie. Foto © Tom Schmucker / iStock / Thinkstock 

Speiseöl, eine goldene Flüssigkeit, die in vielfältiger Weise unterschiedliche Gerichte abrundet und verfeinert. Doch Öl ist nicht gleich Öl. Manch eines ist gesünder als anderes, während es auch Sorten gibt, die man lieber nicht erhitzen sollte. Wiederum andere können um Zutaten wie Chilischoten, Melisse, Rosmarin und Basilikum veredelt werden. Verfolgen Sie die Vielfalt des Öls hier in unserer Bildergalerie. Foto © Tom Schmucker / iStock / Thinkstock 

Weitere Bilder anschauen

 

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt zudem, doppelt so viele ungesättigte wie gesättigte Fettsäuren zu konsumieren. So das Fazit eines Beitrags im TV-Gesundheitsmagazin «Puls». Ausschlaggebend ist dabei auch die Konsistenz des Fettes: Je fester es bei Kühlschranktemperatur ist, desto mehr gesättigte Fettsäuren enthält es. Dies gilt also insbesondere für tierische Fette, Palmfett und Kokosfett. Je flüssiger hingegen ein Fett im Kühlschrank bleibt, desto mehr ungesättigte Fettsäuren enthält es. Dies ist bei den meisten Pflanzenölen der Fall. Dennoch gibt es bei den verschiedenen pflanzlichen Speisölen grosse Unterschiede.

Der Favorit beim Speiseöl: Gesundes Olivenöl

Olivenöl enthält viel Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure. Obendrein ist sie hitzestabil, sodass sich das Öl gut zum Braten eignet. In der einfach ungesättigten Ölsäure steckt mehr gesundheitliches Potenzial als früher angenommen. So wirkt Olivenöl nach Ansicht von Homöopathen Blut verdünnend, senkt den Blutdruck und regt den Gallenfluss an. Es enthält Stoffe, die Krebs und das Altern verzögern können und wirkt positiv bei erhöhten Cholesterinwerten. Darüber hinaus ist Olivenöl reich an Vitamin E, das für eine Stärkung des Immunsystems sorgt. Vor allem aber ist das grüne Gold leicht verdaulich – man sagt ihm sogar nach, dass es die Heilung von Magengeschwüren und Verdauungsproblemen fördert.

Verwenden Sie immer naturreines, also natives oder kalt gepresstes Olivenöl, denn das ist weitgehend unbehandelt und wird nur durch schonendes Pressen gewonnen. Naturreines Olivenöl wird wiederum in die drei Qualitäten «extra», «fein» und «mittelfein» unterteilt, wobei «Olivenöl extra» die höchste Qualität aufweist.