Vermeintlich gesunder Fertigsalat kann krank machen

Die Schweizer legen immer grösseren Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Das belegt eine neue Studie. Doch wer zum gesund aussehenden frisch abgepackten Fertigsalat greift, erhält mit Vitaminen und Nährstoffen auch etliche Keime und Pestizide dazu. Und zwar nicht nur bei einzelnen, sondern beim grössten Teil der Salate.

Fertigsalate voller Keime und Bakterien
In Fertigsalaten stecken jede Menge Keime und Bakterien. Foto: VeraLubimova, iStock. Thinkstock
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Die heutige Ernährung der Schweizer bezeichnet Mirjam Hauser, Autorin des kürzlich veröffentlichten «European Trends Report», als «kleine Revolution». Denn der neue Schweizer Esser ist in allen Bereichen der Ernährung aufgeklärt und entscheidet sich bewusst für gesunde und frische Lebensmittel. Selbst bei Fast Food wird vermehrt auf Bio und Saisonalität geachtet.

Bei Fertigsalaten kann das frisch und gesund aussehende Blattgemüse jedoch trügerisch sein. Wie ein Test von K-Tipp zeigt, weisen 22 von 30 getesteten Fertigsalaten Keime, krankmachende Bakterien und Pestizide auf.

Nur ein Fertigsalat erhält die Note «gut»

Der schnelle und praktische Genuss von Fertigsalaten ist vor allem bei Pendlern und in der Mittagspause beliebt. Doch nur wer den Salat vor dem Verzehr wäscht, kann der Gefahr einer Ansteckung mit Verderbnisbakterien entgehen. Diese wurden in der Hälfte aller untersuchten Salate festgestellt.

Jeder zweite Fertigsalat wurde zudem positiv auf Schimmelpilze getestet. In vier Salaten wiesen die Tester sogar krankmachende Coli-Bakterien nach. Nur ein einziger der getesteten Salate konnte das Gesamturteil «gut» erhalten: Der Mischsalat vom Spar in Bürglen TG hinterliess bei den Testern einen gesunden Eindruck.

Die Qualität der Fertigsalate zeigt sich insgesamt als fragwürdig. Wer die Gefahr umgehen möchte, sollte auf nicht abgepackte Salate aus dem Gemüse-Regal zurückgreifen, am besten in Bio-Qualität. Aber Achtung, auch bei nicht abgepackten Salaten aus dem Supermarkt oder vom Biohof ist vor dem Verzehr gründliches Abwaschen erforderlich.

Quellen: K-Tipp, GDI

Text: Petra Zölle