Vorsicht bei Alufolie: Ungesundes Aluminium kann ins Essen gelangen

In Alufolie aufbewahrte oder gegarte Lebensmittel nehmen leicht bedenklich hohe Mengen Aluminium auf. Ein Praxis-Test zeigt, wie viel von dem Metall ins Essen gelangt und was man bei der Verwendung von Alufolie unbedingt vermeiden sollte.

Alufolie schadet Nahrungsmitteln und Gesundheit
Foto: © CharlieAJA / iStock / Thinkstock
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Vorsicht gilt vor allem bei feuchten Lebensmitteln, die in Alufolie eingepackt oder zubereitet werden. Dies zeigt eine Untersuchung im Auftrag des deutschen NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins «Markt». Werden feuchte Lebensmittel, wie zum Beispiel Aufschnitt, in Alufolie gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt, beginnt sich das Aluminium bereits nach wenigen Tagen auf der Nahrung abzulagern. Im Praxistest war bei rohem Schinken nach drei Tage der Aluminiumgehalt von 1mg auf über 20 gestiegen. 

Weniger empfehlenswert ist laut der Untersuchung auch die Zubereitung von säurehaltigen und salzigen Zutaten in Alufolie. Im Test wurden Fisch und Spargeln mit Zitrone und Salz gewürzt, in Alufolie gewickelt und im Backofen gegart. Bis zu 27mg Aluminium konnten nach der Zubereitung in den Speisen nachgewiesen werden.

Warum Aluminium gesundheitsschädlich sein kann

Aluminium steht im Verdacht für unterschiedliche Erkrankungen wie Alzheimer oder Brustkrebs mitverantwortlich zu sein. Der körperfremde Stoff lagert sich im Gewebe, der Lunge und dem Gehirn ab.

Das gesundheitlich fragwürdige Metall wird am meisten über Nahrungsmittel und Antitranspirante aufgenommen. Schon mit der  normalen Nahrung kann der empfohlene Höchstwert überschritten werden. Dieser liegt laut EFSA (Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit) bei 1mg pro kg Körpergewicht und Woche.

Welche sinnvollen Alternativen zu Alufolie es für die Aufbewahrung von Lebensmitteln gibt, lesen Sie in dem Artikel «Ökologische Verpackungen: Worin Lebensmittel am besten aufbewahren?».

Quelle: scinexx.de, ndr.de, Text: Regina Rohland

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