Alles auf 15 m²: So komfortabel wohnt es sich im Mini House

Schlafzimmer, Küche, Bad und eine grosse Terasse. Trotz seiner beschränkten Grösse braucht man im Mini House auf nichts verzichten. So schafft es das kleine Raumwunder, den Platz perfekt auszunutzen.

Mini House: Auf 15 m² hat dieses Haus alles zu bieten
Foto: © Jonas Wagell
  • 2

Das Minihaus des Designers und Architekten Jonas Wagell kann in seiner Heimat Schweden sogar ohne Baugenehmigung gebaut werden. Und da es aus vorgefertigten Bauteilen besteht, ist der Aufbau schnell erledigt. Individuell anpassen können Bauherren das Häuschen dennoch.

Gedacht ist das Mini House als Unterkunft für Gäste – etwa im eigenen Garten – oder beispielsweise als kleines Feriendomizil am liebsten Urlaubsort. Aber auch dauerhaft würde es sich hierin wohnen lassen, denn eigentlich fehlt es der Wohnung an nichts.

Kleines Haus ganz gross: Das steckt alles drin

Das Mini House bietet auf nur 15 m² richtig viel Komfort. Toilette und Dusche verschwinden etwa hinter einer Schiebetür und im Wohnraum hat es eine kleine Küchenzeile. Zwei Schlafplätze – einer davon ist über die Leiter zu einer Miniempore erreichbar – und genügend Raum zum Entspannen dazwischen gehören ebenso dazu. Darüber hinaus lockt für einen Aufpreis eine vergleichsweise riesige Terrasse nach draussen, die den Wohnraum verdoppelt.

Bild: 1 von 7

Das Mini House nutzt Platz optimal aus

Das überwiegend aus Holz gebaute Mini House mit schlichtem skandinavischen Erscheinungsbild wurde vom Designer und Architekten Jonas Wagell konzipiert. Foto: © Jonas Wagell

Weitere Bilder anschauen

Das Minihaus ist in zwei vorgefertigten Varianten erhältlich. 4.90 m x 2.90 m oder 2,50 m x 6,10 m sind die Standardmasse der Innenfläche. Der Minihaus-Preis hierfür: 24'000 Euro, etwa 26'400 Franken. Die Grösse kann gegen Aufpreis aber auch individuell vergrössert werden.

Viel Holz trägt zu nachhaltiger Bauweise bei

Ein nachhaltiges Plus für das Mini House: Es ist komplett aus Holz gefertigt, Dazu kommt es bereits mit Innen- und Aussenfarbe, Holzfussböden, Stromanschlüssen und ausreichender Isolation daher. Küche, Badeinrichtung und Betten, Heizung und Pergola sind zu fixen Kosten optional erhältlich.

Spannend für alle Kunden, die nicht direkt auf den schwedischen Erfinder zurückgreifen können: Für das Ausland bietet der Architekt gegebenenfalls Detailpläne des Minihauses an nach denen von der Wandkonstruktion bis zur Elektrik alles nachgebaut werden kann. Diese Pläne könnten an den ortsansässigen Schreiner gehen, der aus regionalen Materialien das kleine Haus nachbaut. Vielleicht dann allerdings mit deutlichem Aufpreis. Die Pläne gibt es laut Architekt Jonas Wagell für 1'500 Euro, also etwa 1'650 Franken, und sie berechtigen zum einmaligen Errichten des Raumwunders.

Wie der Architekt auf das Mini House kam

Kleine Ferien- oder Wochenendhäuser an einem schönen Ort zu bauen, hat in Schweden Tradition. Die Stockholmer beispielsweise haben zu Hunderten auf den malerischen Schäreninseln ihr eigenes kleines Domizil für eine Auszeit vom Alltag.

Dies hat Jonas Wagell bereits 2006 als Design- und Architekturstudent zu der Idee inspiriert, ein vorgefertigtes Minihaus für ein kleines Budget zu konstruieren. Dafür nutzte er eine besondere Regelung in Schweden aus: bis zu 15 m² Grösse kann jeder der möchte auf seinem Grundstück ein Haus bauen, ohne jegliche Genehmigung.

Unter welchen Voraussetzungen das Minihaus in der Schweiz aufgebaut werden darf, darüber informiert die örtliche Baubehörde.

Mehr Informationen zum Mini House finden Sie auf der Architekten-Webseite.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann