Wann die Perseiden uns Sternschnuppennächte bescheren

Sternschnuppen-Fans aufgepasst! Derzeit sollten Sie in der Nacht Ihren Blick zum Himmel hoch richten. Denn dort findet mit dem Meteorstrom der Perseiden wieder ein wahres Spektakel statt!

Sternschnuppen-Regen über der Schweiz
Die Perseiden sieht man bis Ende August besonders gut. Pro Nacht sind bis zu 100 Sternschnuppen zu beobachten, am besten sind die Stunden nach Mitternacht. Foto: © sripfoto/ iStock / Getty Images Plus
  • 68
  • 2

Wann sieht man die Perseiden am besten?

Von Ende Juli bis etwa Ende August erhellen die Sternschnuppen den Nachthimmel über der Schweiz. Den Höhepunkt an Sternschnuppen soll in der Sternschnuppennacht vom 12. auf den 13. August 2019 erreicht werden. Bei wolkenlosem Himmel lassen sich in dieser Nacht bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde verfolgen.

Die beste Zeit der Nacht für die Sicht auf den Sternschnuppen-Schauer

In den Stunden nach Mitternacht lassen sich die Perseiden besonders gut am Nachthimmel beobachten.

Beste Sicht auf die Perseiden haben Sie, wenn Sie einen Ort mit möglichst wenig künstlichem Licht und mit guter Rundumsicht aufsuchen. In den Bergen zum Beispiel dürften Sie bei einer Nacht bei gutem Wetter ohne Wolken freie Sicht auf die Sternschnuppen haben.

Wie entstehen die Perseiden?

Der Sternschnuppenregen ist nur von begrenzter Dauer, denn er entsteht, weil sich die Umlaufbahn der Erde mit dem Meteorstrom der Perseiden kreuzt.

Die Perseiden sind Bruchstücke des Kometen Swift-Tuttle. Diese Bruchstücke, die Meteoren, sind eigentlich nur kleine Staubteilchen. Sie verglühen, wenn Sie mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten.

Ihren Namen haben die Perseiden vom Sternbild Perseus erhalten. Übersetzt bedeutet Perseiden Tränen des Laurentius oder Laurentiustränen. Der Grund: Der Perseiden-Schauer scheint aus dem Sternbild des Perseus aufzutauchen. Zumindest hat der Beobachter des Sternenhimmels das Gefühl, wenn er die winzigen Teilchen am wolkenfreien Himmel des Nachts verglühen sieht. Allerdings ist das Sternbild Perseus nur für unser Auge der Ausgangspunkt. Eigentlich begwegen sich die Staubteilchen parallel über den Himmel.

Die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit einer Sternschnuppennacht

  • Sternschnuppen: Sind kleine Metall- oder Gesteinsstückchen mit einer Grösse von ein paar Millimetern. Sie verglühen, wenn Sie in die Atmosphäre unseres Planeten gelangen. Im strengen Sinne handelt es sich um Meteoren. Ihr Glühen sehen wir als Sternschnuppen.
  • Meteor: Ist eine Sternschnuppe. Sie entsteht wenn ein Meteorid beim Eintritt in die Atmosphäre der Erde verglüht.
  • Meteoroid: Objekt auf der Umlaufbahn der Sonne. Wenn es die Atmospäre der Erde erreicht, wird es zu einem Meteor, den wir in der Nacht als Sternschnuppe sehen.
  • Meteorit: Meteor, der nicht vollständig verglüht ist und auf die Erde trifft.
  • Asteroid: Unregelmässig geformtes Objekt, das die Sonne umkreist, jedoch grösser als ein Meteoroid ist.
  • Komet: Wie der Asteroid, aber aus flüchtigerem Material. Charakteristisch ist sein Schweif. Besonders berühmt ist der Komet Hale-Bopp.

Tipp: Im November lassen sich die Leoniden beobachten – Sternschnuppen, die aus dem Strom der Meteoren des Kometen Temple-Tuttel stammen. Die Nacht vom 17. auf den 18. November sollten sich Fans von Sternschnuppen daher schon einmal vormerken. Wie der Name ahnen lässt, liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Leoniden im Sternbild des Löwen.

Den Sternenregen 2013 zeigt ein Video des Oak Ridge Observatoriums in Kalifornien

 

 

Wünsch dir was!

Wir alle kennen den Brauch, sich bei einer Sternschnuppe etwas zu wünschen. Der Wunsch soll laut Volksglaube in Erfüllung gehen – sofern man ihn nicht verrät!

Der Ursprung dieses Brauchs ist leider nicht bekannt. Doch glaubten die Menschen früher, dass Engel die Himmelskernen, also die Sterne, putzen müssen. Und wenn ihnen aus Versehen eine hinunterfiel, dann sah man die Dochte der Kerzen auf der Erde als Sternschnuppen. Da man annahm, dass zum Zeitpunkt der Sternschnuppe ein Engel anwesend war, nutzte man die Chance, einen Wunsch zu äussern.

Wenn Sie jeweils wissen wollen, welche Sternschnuppen heute zu sehen sind, schauen Sie am besten im Sternschnuppen-Kalender nach.

Bei Tomaten ist Gewächshaus besser als langer Transportweg

Bei Tomaten ist Gewächshaus besser als langer Transportweg

Wilder Nager: Warum der clevere Feldhamster immer seltener wird

Wilder Nager: Warum der clevere Feldhamster immer seltener wird

Umweltbelastung und Lärm: Graz verbietet als erste Stadt Laubbläser

Umweltbelastung und Lärm: Graz verbietet als erste Stadt Laubbläser