Durch Zug fahren die Umwelt schonen

Intuitiv halten viele Reisende die Eisenbahn für die umweltschonendste Lösung - doch wie grün ist man auf den Gleisen unterwegs?

Im Zug zu reisen ist umweltfreundlicher als mit dem Auto zu fahren.
Zug fahren ist umweltfreundlicher als mit dem Auto oder Flugzeug zu reisen. Foto: ©iStockphoto.com / hfng
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Wenn einer eine Reise tut, steht nicht nur der ökologische, sondern auch der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Für den Passagier ist somit nicht nur die Frage nach der Umweltverträglichkeit ein Thema. Er will auch wissen, wie erschwinglich, schnell und sicher das gewählte Verkehrsmittel ist oder wie anstrengend sich die Reise gestaltet.

Die Wahl der Eisenbahn bietet gleich mehrere Vorteile: Auf vielen europäischen Strecken ist die Fahrt mit Hochgeschwindigkeitszügen die praktischste Alternative, denn sie sind auf Strecken zwischen 200 und 900 Kilometer die schnellste Option. Oft dauert auf diese Distanzen eine Reise mit dem Flugzeug länger, vor allem wenn die Anfahrt zum Flughafen, Sicherheitskontrollen und Wartezeiten miteinberechnet werden. Fliegt man zum Beispiel von Frankfurt nach Paris, verbringt man lediglich einen knappen Drittel der Gesamtzeit in der Luft - den Rest wartend. Zudem gehört das Reisen in Hochgeschwindigkeitszügen, laut einer Unfallstatistik verschiedener Verkehrsmittel hinsichtlich tödlicher Unfälle pro Milliarden Passagierkilometer, zu den sichersten Arten.

Die Schweiz als Vorbild

Bis in zehn Jahren sollen in Europa 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Nebst diesem Ziel, das die Regierungsspitzen der EU27 auferlegt haben, wollen die Mitglieder von Railteam ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 30 Prozent senken. Railteam ist eine Allianz aus sieben europäischen Bahnen, die möglichst nahtlose Reisen im europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr anbieten. Sie entstand vor drei Jahren und auch die SBB gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Laut Railteam fahren alle Züge der Mitgliedsunternehmen mit elektrischem Antrieb und stossen somit während der Fahrt kein CO2 aus. Wie viel CO2 durch den Schienenverkehr jedoch trotzdem verursacht wird, ist eine Frage der Elektrizitäts-Erzeugung. Die Schweiz sei dabei ein Vorbild. Die Zugsreisenden fahren praktisch CO2-frei, da hydroelektrische Energie die Hauptenergiequelle für den Schienenverkehr ist. Das heisst, dass der Strom für den Bahnbetrieb weitgehend aus Wasserkraftwerken stammt.