Einkaufsmöglichkeiten von Fair Trade-Produkten

Faire Preise: Fair Trade hilft vielen Bauern.

Ein Kaffepflücker aus Peru: Fair Trade Produkte ermöglichen Arbeiter wie ihm ein besseres Leben. Foto: Max Havelaar

Schweizer Verbraucher können Fair Trade-Produkte in etwa 500 Fachgeschäften, 7 Online-Shops und 3000 Supermärkten erwerben. «Der Vorteil des internationalen Fairtrade-Produktlabels ist, dass die Anforderungen an den fairen Handel, die hinter dem Produkt stehen, immer dieselben sind», verdeutlicht Regula Weber. «Ob es nun Kaffee oder Schokolade ist, ob das Produkt im Supermarkt gekauft wird oder im Fachgeschäft, ob in der Schweiz oder in Deutschland. Im Fachgeschäft des fairen Handels (in der Schweiz claro) stammen alle Produkte aus dem fairen Handel, aber nicht alle sind mit dem Fairtrade-Label versehen.» claro fair trade handelt mit über 2000 Lebensmitteln und Kunsthandwerk-Produkten. Dahinter stehen viele Richtlinien und der Leitsatz «Handel von Mensch zu Mensch», so Yolanda Roggo, Sprecherin von claro. Das Unternehmen steht mit seinen rund 160 Produzenten direkt oder über einen Partner der European Fair Trade Association (EFTA) in Verbindung. Deshalb erfahren Verbraucher in Fachgeschäften viele Hintergrundinformationen, wie beispielsweise der rote Reis am besten gelingt oder wer ihn produziert hat. Dennoch verhalfen Supermärkte dem Fairen Handel zum Durchbruch, auch weil sie eine grössere Auswahl an zertifizierten Fairtrade-Produkten bieten. Das erklärte Ziel ist, dass Fairer Handel eine Selbstverständlichkeit und zum Standard in der Schweiz wird.

60 Gramm Fairtrade-Schokolade

Schweizer lieben Schokolade. Davon verzehren sie jährlich etwa zwölf Kilogramm. Doch nur 60 Gramm der «Geschmacksrichtung» Fair Trade landet im Einkaufskorb. Grund: Bisher fehlt ein umfassendes Sortiment, denn nicht jede Lieblingsmarkenschokolade kann man mit einem Fair Trade Siegel kaufen. Doch langsam kommt Bewegung in den Schokomarkt und erste Markenschokoriegel wurden zertifiziert (Helvatas und Max Havelaar).

Fairtrade-Preisunterschied

Man kann nicht verallgemeinern, wie hoch die jeweilige Preisdifferenz von Fair Trade-Produkten ausfällt. Der Endverkaufspreis wird von den Händlern festgelegt. Regula Weber von Fairtrade Max Havelaar meint, dass die Produkte mit Lizenzgebühren, Mindestpreisen, Fairtrade-Prämien und je nach Börsenlage bis zu 10 Prozent teurer sein können. Doch werden durch den Wegfall des Zwischenhandels wiederum Kosten eingespart.

Fairtrade-Onlineshops

Verbraucher können auch über das Internet fair gehandelte Produkte bestellen. Eine Übersicht über alle Fairen Onlineshops bietet die Webseite von www.maxhavelaar.ch

Weiterführende Links

  • Swiss Fair Trade ist der Dachverband der Fair Trade-Organisationen in der Schweiz.
  • FLO ist die Dachorganisation von über 25 weltweiten Organisationen, die sich für den Fairen Handel engagieren.

 

 

Text: Kerstin Borowiak

Quellen: Max Havelaar, Swiss Fair Trade, claro, Terrafair, Helvatas Magazin, Swissaid, SECO