Den hartnäckigen Dickmaulrüssler erfolgreich bekämpfen

Der Dickmaulrüssler gehört zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten. Nematoden können hier helfen. Wir zeigen, wie Sie den Dickmaulrüssler richtig und nachhaltig bekämpfen.

Dickmaulrüssler: So bekämpfen Sie den Schädling nachhaltig
Für eine effektive Bekämpfung sollten die Larven entfernt werden. Foto: Gefurchter Dickmaulrüssler, © Wikipedia
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Der Dickmaulrüssler befällt bevorzugt Pflanzen mit derben Blättern wie Buchsbaum, Rosen, Kirschlorbeer oder Rhododendron. Aber auch Clematis, Mandevillen, Engelstrompeten, Erdbeeren sowie verschiedene Stauden stehen auf seinem Speiseplan.

Die dämmerungs- oder nachtaktiven Käfer sieht man eher selten. Allerdings sind Fressspuren des Schädlings an den Blättern nicht zu übersehen. Er frisst halbkreisförmige Buchten entlang der Blattränder. Aktiv ist der Käfer hauptsächlich von April bis Oktober.

Es gibt verschiedene biologische Mittel zur Bekämpfung des Schädlings. Besonders wichtig ist es, den Käfer und die Dickmaulrüssler-Larve zu bekämpfen und so die Pflanzen zu retten. Wir zeigen drei einfache und effektive Methoden zur Bekämpfung.

Larven des Dickmaulrüsslers bekämpfen

Die Fressschäden an den Pflanzen, die der Käfer hinterlässt, stellen eigentlich keine ernsthafte Bedrohung dar. Gefährlich sind hingegen die Larven des Käfers, die im Wurzelbereich der Pflanzen leben. Sie fressen die feinen Wurzeln an, die für die Wasserversorgung der Pflanze besonders wichtig sind. Ältere Larven fressen teilweise sogar die Rinde der Hauptwurzeln an.

Problem Pilzbefall

Nicht immer trägt die Pflanze einen so grossen Schaden davon, dass er zum Absterben der Pflanze führt. Allerdings profitieren Pilze im Boden von den beschädigten und geschwächten Wurzeln. Diese können die betroffenen Pflanzen an den Frassstellen infizieren.

Aber es gibt wirksame Mittel die neben dem ausgewachsenen Käfer auch dessen Larven bekämpfen. So halten Sie bei Befall den Schaden möglichst gering.

Dickmaulrüssler bekämpfen

Um den Dickmaulrüssler ohne chemische Mittel zu bekämpfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Lebenszyklus des Dickmaulrüsslers

Damit die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers gelingt, muss man seinen Lebenszyklus kennen. Dieser hängt stark von der Witterung ab.

Der Schädling schlüpft von Mai bis August. Die weiblichen Tiere legen nach der Begattung bis zu 800 Eier ab. Möglich ist sogar auch eine Eiablage ohne Befruchtiung, eine sogenannte Jungfernzeugung.

Für die Eiablage bevorzugen die erwachsenen Käfer möglichst humusreiche, sandige Böden im Wurzelbereich der Pflanzen.

Die ersten Larven schlüpfen bereits zwei bis drei Wochen nach der Eiablage. Sie beginnen sofort mit dem Fressen und überwintern im Boden.

Ab Mitte April verpuppen sie sich und drei Wochen später schlüpfen die jungen Käfer.

3 einfache Mittel gegen den Dickmaulrüssler und die Dickmaulrüssler-Larve

1. Natürliche Feinde gegen den Dickmaulrüssler einsetzen

Eines der effektivsten Mittel gegen den Schädling sind seine natürlichen Feinde. Dazu gehören unter anderem Gartenvögel, Erdkröten, Eidechsen, Maulwürfe, Igel und Spitzmäuse.

Diese Nützlinge kann man im Garten fördern, indem man ihnen genügend Möglichkeiten zum Nisten und Unterschlüpfen bietet.

2. Dickmaulrüssler einfach einsammeln

Das schnellste Mittel zur Bekämpfung: Sie sammeln den Dickmaulrüssler-Käfer einfach ein. Dazu stellen Sie mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe unter den befallenen Pflanzen auf. Die erwachsenen Tiere verkriechen sich tagsüber darin und können dann täglich entfernt werden.

3. Nematoden gegen Dickmaulrüssler einsetzen

Eine weitere Möglichkeit zum biologischen Pflanzenschutz ist der gezielte Einsatz von Nützlingen wie Nematoden. Der Vorteil: Mit Nematoden bekämpfen Sie direkt die Larven des Käfers.

Nematoden sind Fadenwürmer, die nur etwa 0,1 Milimeter lang sind. Sie können im Fachhandel gekauft werden.

Am besten bringen Sie die Nematoden mit dem Giesswasser aus. Da die Fadenwürmer empfindlich gegen UV-Licht sind, sollten Sie dies am Abend oder bei bedecktem Himmel tun.

Das Wasser mit den Nützlingen sollten Sie direkt in den Wurzelbereich der befallenen Pflanze giessen.

Die Nematoden dringen in der Folge in die Larven ein und töten diese schnell innerhalb von drei Tagen ab. Da sich die Nematoden im der toten Larve vermehren können, haben sie eine nachhaltige Wirkung. Nematoden fühlen sich in feuchtem Boden am wohlsten fühlen, daher sollten Sie die befallenen Pflanzen in den folgenden Wochen regelmässig giessen.

Die Behandlung mit den Nützlingen führen Sie am besten in den Monaten April und Mai oder August und September durch.

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