Vielfältige Natur geniessen in der Biosphäre Entlebuch

Einmalige Naturerlebnisse gibt es in der Schweiz jede Menge. Von der UNESCO unter Schutz gestellt, vereint das erste Biosphärenreservat Entlebuch jedoch besonders viele davon, weshalb es auf jeden Fall mehr als nur einen Ausflug wert ist.

Biosphäre Entlebuch: Erlebnissse und Aktionen im UNESCO-Reservat
Foto: © Gerry Nitsch / swiss-image.ch
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Zwischen Bern und Luzern gelegen ist das Entlebuch, welches von der UNESCO zu einem der weltweit wenigen Biosphärenreservate erklärt wurde. Das Bestreben der Biosphäre ist es Kultur, Soziales und die wirtschaftliche Entwicklung mit dem Schutz der biologischen Vielfalt unter einen Hut zu bringen. Die Biosphäre Entlebuch sieht sich als lernende Organisation, welche die Natur weder als Opfer noch Gegner ansieht, sondern als ebenbürtigen Partner und geschätzte Heimat.

Einmalige Natur erleben im Biosphärenreservat Entlebuch

Wie vielfältig und spannend die Freizeit in einem geschützten Gebiet sein kann, zeigt das UNESCO- Biosphärenreservat Entlebuch in besonderem Masse. Vom Schlitteln und Schneeschuwandern bis zum Kneippen oder Wandern kann man hier das ganze Jahr hindurch aktiv sein.

So finden Tagesausflügler oder Urlauber in der warmen Jahreszeit in der Biosphäre Entlebuch eine grosse Anzahl Spazier- und Wanderwege für jeden Fitnessgrad. Man kann uralte Passrouten erkunden oder geheimnisvolle Moorwege erwandern und an einmaligen Aussichtspunkten verweilen.

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Einer der wertvollsten Lebensräume der Schweiz: Moore im Entlebuch

Die Moore gehören zu den seltensten und wertvollsten Lebensräumen der Schweiz. Sie beherbergen viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten. In der UNESCO Biosphäre Entlebuch liegen vier Landschaften, die ganz oder teilweise aus Moor bestehen. Wie zum Beispiel die Hochmoorlandschaft Glaubenberg, welche die grösste Moorlandschaft der Schweiz ist.  Foto: © Andreas Gerth / swiss-image.ch

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Für Velofahrer wird in der Biosphäre ebenso viel geboten. Neun Bikerouten – auch für Elektrobiker – laden zum Entdecken der Region ein. Und besonders lehrreich wird es auf geführten Exkursionen sowie in einem breiten Kursangebot, das vom Kochen mit heimischen Wildkräutern bis zum Schreinern reicht.

Auch eher aussergewöhnliche Aktivitäten stehen im Entlebuch zur Verfügung. So kann man sich bei einem Tandem-Sprung mit dem Gleitschirm in die Tiefe stürzen oder beim Lama-Trekking mit tierischer Begleitung durch die wunderschöne Landschaft wandern.

Im Winter hat die Biosphäre Entlebuch aber genauso viel oder sogar noch mehr zu bieten. Als Wintersporteldorado im Kanton Luzern gibt es für Alpinskifahrer wie Langläufer viele Pisten- und Loipenkilometer zu entdecken. Skitourengänger können alleine oder in einer geführten Gruppe den Sörenberg erforschen. Und Schneeschuhwandern wie auch das obligatorische Schlitteln runden das winterliche Freizeitangebot in der einmaligen Biosphäre ab.

Ziele der Biosphäre Entlebuch

Im UNESCO Biosphäre Entlebuch soll die Kultur- und Naturlandschaft nachhaltig genutzt werden, wobei eine in jeglicher Hinsicht gesunde Entwicklung des Lebens- sowie Wirtschaftsraums im Vordergrund steht. Eine aktive Teilnahme der 17.000 Bewohner der Region Entlebuch wird vorrangig durch eine Delegiertenversammlung, einen Verein oder Arbeitsgruppen gefördert und geregelt.

Übergreifende Zusammenarbeiten von Gemeinden, Regionen und Branchen unterstützen das Vorhaben. Durch all diese Massnahmen soll ein umweltfreundliches und in jeglichem Sinne nachhaltiges Wachstum der Region wie auch der Biosphäre Entlebuch ermöglicht werden.

Werbung mit Augenzwinkern: Ausserirdische als Gäste willkommen

Anfang 2014 hat die Biosphäre Entlebuch mit einer Werbeaktion starke Aufmerksamkeit, selbst in ausländischen Medien, erzielt. Denn das Biosphärenreservat lädt nun auch Ausserirdische ein, das Entlebuch zu entdecken.

Hier die witzige Entlebuch-Message im Video-Trailer:

Linktipp: Das ganze Erlebnisangebot und Buchungsmöglichkeiten der Biosphäre Entlebuch finden Sie hier. Mehr zur UNESCO finden Sie in unserem Beitrag zu den einmaligen Schweizer UNESO-Welterbestätten.

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann