Blumen selber pflücken: Wo du die vielfältigsten und schönsten Blumenfelder findest

Bei vielen Landwirten und Gärtnereien kannst du vom Frühjahr bis teilweise spät in den Herbst hinein Blumen selber pflücken. Wo du die besten Felder zum Blumenpflücken findest.

Blumen selber pflücken
Foto: © Sundaemorning/iStock / Getty Images Plus
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Die meisten Anbieter offerieren, wetterabhängig, von März bis Oktober oder gar November ein breites Blumensortiment.

Blumen selber pflücken rund um Basel

Südlich von Basel lädt Familie Mathis auf ihrem gleichnamigen Hof in Bottmingen dazu ein, aus einer traumhaften Blumenvielfalt seine eigenen Sträusse zu pflücken. 300 verschiedene Sorten an Blühpflanzen auf eine Hektare gibt es hier zu bestaunen; und natürlich selber zu pflücken.

Blumen selber pflücken in der Schweiz Mathis Hof Bottmingen

Foto: zVg Mathis-Hof in Bottmingen

Auf einem zweiten Acker blühen Rosenfreunde auf: Hier gibt es 3600 Rosenstöcke und 25 Sorten. Um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel so gering wie möglich zu halten, sind die gepflanzten Schönheiten besonders resistente Sorten.

Laut Familie Mathis war der Hof 1990 einer der ersten in der Schweiz, der Blumen zum Selberpflücken anbot.

Auch auf dem Blumen- und Kürbisfeld am Wasserturm gibt es jede Menge Blumiges zum Selberpflücken. Wie überall so startet auch hier die Saison mit jeder Menge Tulpen, gefolgt von Zinnien, Digitalis, Gladiolen, Dahlien, Stroh- und Sonnenblumen, Lilien, Malven oder Kornblumen. Ab Ende August gibt's auch jede Menge verschiedene Kürbissorten zu ernten. Infotafeln erklären, welche Sorte für welche Zubereitungsart geeignet ist.

Ein weiterer Anbieter für Selbstpflücker in Basel-Landschaft ist der Hinterlindenhof in Therwil. Auf zwei Äckern findest du vom Frühjahr bis in den Herbst Selfpick-Blumenfelder. Im Sortiment gibt es Tulpen, Narzissen, Bartnelken, Iris, Alium, Gladiolen, Dahlien, Sonnenblumen, Lilien, Löwenmaul, Immergreen und Zinnien. Eine wunderbares Sortiment, das dazu einlädt, sich einen zauberhaften Strauss selber zu pflücken.

Tipps und Tricks vor und nach dem Pflücken

Blumen selber pflücken: Tipps und Tricks

Foto: © annebaek/ E+

Wenn du kannst, dann schneide deine Blumen stets am Morgen. Ideal ist eine kühle Witterung. Die Blüten sollten bestenfalls noch nicht ganz offen sein.

Schneide die Blumen sorgsam ab! Das gelingt problemlos mit den scharfen Messern, die du in der Regel vor Ort findest. So bleibt die Blumenpracht für nachfolgende Selbstpflücker am besten erhalten.

Den Anschnitt packst du bei längerer Anfahrt am besten in ein feuchtes Tuch ein. Zuhause sollten die selbstgepflückten Blumen nochmals angeschnitten werden, bevor du sie in eine Vase stellst.

Das Bio-Suisse zertifizierte Hofgut Obere Wanne in Liestal bietet ein breites Sortiment mit klassischen Schnittblumen, aber auch ausgefallene Blumen zum Selberschneiden wie Bischofskraut oder Spinnenblumen. Sofern es die Witterung erlaubt, startet die Saison bereits Ende März mit den frühen Osterglocken und hält bis zum Frost an. Mit dem Auto ist der Hof via die Abfahrt «Liestal-Süd» in Richtung «Waldenburg» zu erreichen. Nach nur 800 Metern rechts abbiegen und dem Wegweiser zum «Quartier Futuro» folgen. Das Blumenfeld ist bei den zwei weissen Zelten zu finden.

Blumen zum Selberpflücken im Kanton Zürich

Der Römerhof, unweit des Flughafens von Kloten, bietet ebenfalls ein wahres Blumenparadies zum Selberpflücken. Die Saison startet auch hier mit den Tulpen.

Blumen selber pflücken auf dem Römerhof in Kloten

Foto: zVg Römerhof, Kloten

Blumen zum Selberpflücken, das bietet auch die Karrer Gärtnerei in Küsnacht bei Zürich. Hier erblühen sehr viele Sorten, die das Schweizer Klima mögen, – von den ersten Tulpen über traumhafte Sommerblüher bis zu den späten Sorten, die du bis in den Herbst hinein selber pflücken kannst. Das Blumenfeld findest du an der Hauptstrasse von Küsnacht nach Zumikon. Unweit von dem Feld halten der 912er und 919er Bus am Schübel. Seltenes floristisches Angebot: In der Gärtnerei selbst, in der Weinmannstrasse, gibt's Schnittblumen aus eigenem Anbau zu kaufen.

Blumen selber pflücken im Aargau

Nördlich von Baden, beim Hertenstein, findest du auf dem Feld des Eichmatthofs, an der Strasse nach Freienwil, eine mannigfaltige Auswahl an Blumen zum Selberschneiden. Ab April und bis Ende Oktober erhältst du hier ein Sortiment aus insgesamt 60 verschiedenen Blumensorten.

Blumen selber Pflücken auf dem Eichmatthof Aargau

Foto: zVg Eichmatthof

Highlights sind nicht nur die Rosen, sondern auch die Sonnenblumen. Letztere werden so angepflanzt, dass immer einige blühen. Kleines Extra: Während der Grillsaison gibt es Süssmais, den man selber ernten kann.

Ganz in der Nähe, in Untersiggenthal, befindet sich auch das Blumenfeld von Alois Umbricht-Hadorn. Auch hier gibt es eine grosse Auswahl zum Blumen zum Selberpflücken.

Luzerner Blumenfeld lädt zum Pflücken ein

In Hildisrieden, nördlich von Luzern, bietet der nach IP-Suisse-Richtlinien arbeitende Haldenhof der Familie Niederberger einen tollen Blumengarten, der zu jeder Tageszeit geöffnet ist. Auch hier kannst du nach Lust, Laune und jahreszeitlichem Angebot dein eigenes Blumenarrangement zusammenstellen.

Blumen zum Selberpflücken im Kanton Bern

Der Bucherhof unerhält in Münchenbuchsee, in Zollikofen und in Köniz drei grosse Selberpflück-Blumenfelder. Rund 50 Blumensorten stehen zur Auswahl. Zudem werden auch Ziergräser angebaut, damit du deinen Strauss nach Belieben ausschmücken kannst.

Auch der Buchihof in Bätterkinden und die Familie Hodel in Boll bieten ein Blumenmeer, wo du dir einen hübschen Blumenstrauss selber pflücken kannst.

Weitere Felder, auf denen du Blumen selber pflücken kannst, findest du hier.

Heimische Blumen toppen Importe

Blumen selber pflücken

Foto: © urbancow/ E+

Es fängt an bei der Regionalität und Saisonalität. Tulpen gleich nach Weihnachten, Rosen das ganze Jahr und aus Ländern wie Kenia, das ist Alltag beim so manchem Floristen. Dass das Blumen selber pflücken in Sachen Umwelt punktet, erklärt sich fast von selbst.

Statt weiter Anreisen, Kühltransporten und jeder Menge Hände durch die die grazilen Blüten teils über Tage wandern, bis sie in Plastik verpackt an der Kasse im Detailhandel oder beim Floristen feilgeboten werden, kommen durchs Selberpflücken heimische Produkte in die Vase, die auf Schweizer Feldern wachsen.

Diese Frische ist unschlagbar und macht sich letztlich auch in der Haltbarkeit bemerkbar.

Immer wieder gibt es Tests mit Blumen aus dem Handel, die alle eines aufzeigen: Es kommen vielfach und jede Menge Pestizide zum Einsatz. Bei einer Untersuchung von Ökotest mit Rosensträussen war die überwiegende Zahl stark und mit bis zu 20 Pestiziden belastet.

Beim Bauern kann man indes fragen, was er für den Pflanzenschutz einsetzt. Und selbst wenn er Gifte gegen Schädlinge verwenden sollte, so sind diese deutlich harmloser wie die Chemiekeulen, die etwa auf afrikanische Blumen ausgebracht werden.

Zudem fördert das Selfpicking-Angebot letztlich die regionale Wirtschaft.

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