Hochsaison für Salmonellen: Wie Sie die Gefahr vermeiden können

Die Folgen einer Salmonelleninfektion können schwerwiegend sein und starke Durchfälle oder Erbrechen, dazu Schüttelfrost und Fieber bedeuten. Gerade jetzt im Sommer vermehren sich die lästigen Bakterien in und auf den Lebensmitteln rasend schnell. Welche Lebensmittel besonders anfällig sind und wie Sie sich vor Salmonellen schützen.

Salmonellen lauern in Eiern oder Fleisch. So kann man sich schützen
Besonders bei warmen Temperaturen vermehren sich Salmonellen rasend schnell. Was nicht nur beim Grillieren zu beachten und warum Hygiene besonders wichtig ist: nachhaltige Tipps. Kheng Guan Toh, iStock, Thinkstock
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Sommerzeit, Grillzeit - gerade dann haben Salmonellen Hochsaison. Die winzig kleinen Erreger der sogenannten Salmonellose fühlen sich besonders bei warmen bis heissen Temperaturen wohl und vermehren sich rasend schnell. Insbesondere Produkte aus Fleisch, aber auch aus oder mit rohen Eiern, können schnell eine Salmonelleninfektion auslösen. Speziell wenn die Kühlkette unterbrochen wurde oder beispielsweise das Grillfleisch, der Salat mit der selbstgemachten Mayonnaise oder das Tiramisu zu lange ohne Kühlung auf dem Sommerbuffet standen, ist die Infektionsgefahr gross. Doch bei den richtigen Massnahmen und Vorkehrungen ist die Gefahr sehr gut zu minimieren.

Wo Salmonellen überall lauern

Salmonellen sind hauptsächlich auf den Schalen von Eiern zu finden und in Fleisch, insbesondere Geflügel und Schweinefleisch. Aber auch Wild und Rindfleisch kann betroffen sein, selbst Obst und Gemüse können die Erreger auf sich tragen. Zwar siedeln sich die Bakterien nicht direkt auf diesem an, da sie kein Wirt für Salmonellen sind, jedoch reicht ein Kontakt mit einem Wirt der Bakterien oder den Bakterien selbst schon aus, um ein Gefahrenpotenzial zu bilden. Und dann können sich die Erreger selbst im Kühlschrank, wenn auch nur langsam, vermehren oder sogar im grünen Salat enthalten sein.

Wie man sich vor Salmonellen schützen kann

Hygiene und eine durchgängige Kühlkette sind die wichtigsten Massnahmen zum Schutz. Da Salmonellen sich bei Raumtemperatur rasend schnell vermehren, beginnt der ideale Schutz bereits beim Einkauf. Insbesondere im Sommer sollte beim Einkauf eine Kühltasche für den Heimweg verwendet werden. Gleiches gilt für den Weg zum und die Lagerung beim Grillfest. Wer Fleisch zu lange in der Sommerhitze ungekühlt neben dem Grill liegen lässt oder Speisen wie Mousse au Chocolat in die pralle Sonne stellt, erhöht das Risiko einer Erkrankung.

Experten raten, solche Speisen immer zu kühlen und Fleisch auf mindestens 70 Grad zu erhitzen und gut durchzugaren. Letzteres erkennt jeder daran, dass aus dem Fleisch kein Saft mehr austritt und das Innere eine durchgängige Farbe hat. Dies ist gerade bei Geflügel und Schwein nötig. Zudem ist es hilfreich, das Fleisch beim Grillieren beispielsweise in einer Kühltasche oder auf einer speziellen Kühlplatte mit Eisakku zu lagern bis es auf den Grill kommt. Im Zweifelsfall: Vegetarisch grillieren.

Sollen es Tiramisu, Mousse auch Chocolat, aber auch Produkte wie die selbstgemachte Mayonnaise sein, dann sind ganz frische Eier, zum Beispiel vom Bauern oder dem Hofladen um die Ecke, empfehlenswert. Dort kann man jederzeit Informationen über die Frische der Eier erhalten. Zwar sitzen die Erreger in der Regel auf der Schale, doch je älter die Eier sind, desto mehr Erreger können in die Speisen gelangen.

Hygiene ist Trumpf. So sollte man sich nicht nur bei der Zubereitung regelmässig und gründlich mit heissem Wasser und Seife die Hände waschen. Es sollte auch kein Schneidebrett oder Messer zum Schneiden von Obst und Gemüse benutzt werden, welches vorher mit rohem Fleisch oder mit Eiern in Kontakt kam. Denn so landen Salmonellen nur allzu schnell im Salat, dem Obst oder anderen Gerichten. Zudem ist generell zu empfehlen, dass auch Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich unter fliessendem Wasser abgespült werden.

Und noch ein Tipp: Auch Tiere wie das süsse Häschen im Streichelzoo können Salmonellen übertragen. Daher gilt vor der nächsten Mahlzeit, und ist es nur das schöne Eis in der Waffel: Hände waschen.

Quellen: aid, Apotheken Rundschau, Bundesamt für Gesundheit BAG, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann