Kanadische Uni baut weltweit höchsten Wolkenkratzer aus Holz

Das neue Stundentenwohnheim «Brock Commons» in Vancouver besteht fast komplett aus Holz und ist damit derzeit das höchste seiner Art. Trotz des überwiegend natürlichen Baustoffs kann es jedoch Feuer und Erdbeben bestens trotzen.

Kanadische Uni baut weltweit höchsten Wolkenkratzer aus Holz
Foto: © naturally:wood
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Mit 18 Stockwerken bietet das Wohnheim auf dem Campus der University of British Columbia zukünftig 404 Studenten ein Dach über dem Kopf. Im September 2016 wurde nun – vier Monate früher als geplant – die Aussenhülle des Gebäudes fertiggestellt. Das Öko-Hochhaus misst 53 Meter Höhe. Laut Angaben der Acton Ostry Architects, die das Wohnheim designt haben, ist es damit das derzeit höchste Gebäude seiner Art.

Das «Brock Commons» ist ein Hybrid-Holzhaus. Es besteht aus einem Podest aus Beton und besitzt 2 Betonkerne. In diesen befinden sich die beiden Treppenhäuser. Die restlichen 17 Stockwerke wurden aus Holz gebaut. So konstruiert ist das Gebäude derart stabil, dass es auch Erdbeben standhalten wird.

Öko-Hochhaus spart viele Tonnen CO2

Holz als Baumaterial hat den Vorteil, dass es CO2 speichert anstatt das schädliche Klimagas freizusetzen. Beim Bau des Wohnheims sollen um die 2500 Tonnen CO2 eingespart werden – so viel, wie etwa 500 Autos im Jahr ausstossen.

Kanadische Uni baut weltweit höchsten Wolkenkratzer aus Holz

Foto: © naturally:wood

Damit das «Brock Commons» nicht zur Gefahr für seine Bewohner wird, erhalten die Holzteile eine Schutzschicht aus Gips. Ausserdem erhöht ein automatisches Sprinklersystem die Sicherheit, sollte das Wohnheim einmal in Brand geraten.

Nachhaltig ist an dem Hochhaus aber nicht nur das Holz. Es soll später auch 25% weniger Energie verbrauchen als andere Wohnheime. Ausserdem wurde nach dem LEED Gold Standard gebaut. Dabei handelt es sich um ein internationales Label für nachhaltiges Bauen, das bewertet, wie umweltfreundlich ein Gebäude ist. 

Bis nächsten Mai soll auch der Innenausbau des Holzhochhauses abgeschlossen sein. Dann können ab September 2017 die ersten Studenten einziehen.

Text: Anja Stettin