Strom sparen beim Kochen und Backen – diese cleveren Tricks helfen 

Der wahre Stromverbrauch beim Kochen Vor- und Nachteile von Induktion, Ceranfeld, Thermomix & Co.7 Tipps zum Energiesparen beim Kochen7 Tipps zum Energiesparen beim Backen

In der Küche geht es oft heiss her, denn sie ist der energieintensivste Raum der Wohnung. Unsere 14 einfachen Tipps helfen beim Stromsparen beim Kochen und Backen auf die Sprünge.

Stromsparen beim Backen und Kochen die besten Tipps

Mit einfachen Tricks wird der heimische Backspass nicht zum grossen Energiefresser. © Vasyl Dolmatov / iStock / Getty Images Plus

Ein Schweizer Durchschnittshaushalt verbraucht rund 8 Prozent seines Stroms allein für das Kochen und Backen. Die Küche ist somit ein Raum, der viel Energie verbraucht. Das bedeutet aber auch, dass hier viel Strom gespart werden kann! Wir zeigen, wie du beim Kochen und Backen ganz leicht Energie sparst.

So gross ist der Stromverbrauch beim Kochen 

Für Herdplatten, Backofen und Steamer werden in der Schweiz pro Kopf jährlich rund 170 Kilowattstunden Strom verbraucht. Um einen Liter Wasser auf dem Herd aufzukochen, gehen bereits bis um die 0,2 kWh flöten. Alleine das kostet dich je nach Strompreis deiner Gemeinde ca. 5 Rappen. So kannst du also hochrechnen, wie viel du für die Essenszubereitung ungefähr zahlst. Natürlich kann man hier viel herausholen, wenn man auf effiziente Geräte setzt.

Induktion, Ceranfeld oder Thermomix – welche Geräte sind am effizientesten zum Stromsparen?

Wer auf einem Induktionsherd kocht, spart im Vergleich zu herkömmlichen Glaskeramikplatten etwa ein Viertel an Energie ein. Durch ein elektromagnetisches Feld wird das Kochgeschirr direkt erhitzt. Dafür benötigt man spezielle Pfannen aus Gusseisen oder magnetischem Edelstahl.

Allerdings haben Induktionsherde einen höheren Anschaffungspreis, der sich nicht zwingend über den eingesparten Strom amortisiert. Wenn man nicht sämtliche Pfannen und Töpfe ersetzen will, sind weiterhin Glaskeramikkochfelder (auch: Ceranfelder) zu empfehlen, die das Stromsparen beim Kochen erleichtern.

Gusseiserne Platten wie auch Pfannen brauchen eine Weile, um aufzuheizen, speichern die Wärme dafür länger. Daher sind sie vor allem für längere Kochvorgänge zu empfehlen.

Clever gespart:

Stromsparen mit der Mikrowelle

Mikrowellen eignen sich hauptsächlich für Singlehaushalte oder Personen, die gerne alleine essen. Für alle, die mehr als eine Portionen zubereiten, lohnt es sich, den Herd einzuschalten. 

Besonders beliebt ist bei Mikrowellen die Auftaufunktion. Wer aber tiefgekühlte Gerichte stattdessen frühzeitig aus dem Fach herausholt und über Nacht in den Kühlschrank legt, spart merklich Strom.

Stromsparen mit dem Wasserkocher

Zeit und Strom spart man, indem man das Wasser für Reis, Kartoffeln, Nudeln und Tee zuvor in einem Wasserkocher erhitzt. So kann man den Energieverbrauch bis zu 50 Prozent reduzieren.

Auch weitere Küchenhilfen wie Kaffeemaschinen, Eierkocher und sogar Multikochgeräte wie InstantPot, Wired Cooper oder Thermomix sind meistens sparsamer – solange man sie auch effizient nutzt. 

Doch nicht nur auf die Geräte kommt es darauf an. Auch mit den folgenden einfachen Tipps lässt sich beim Kochen und beim Backen Strom sparen.

So einfach sparst du Energie beim Kochen – 7 clevere Tipps 

Richtige Pfannengrösse

Unterschiedlich grosses Kochgeschirr hilft beim Stromsparen: Beim Kochen sollte man geringe Essensmengen in entsprechend kleinen Pfannen erhitzen. Wähle für den jeweiligen Topf die entsprechend grosse Herdplatte auf dem Kochfeld. Die Herdplatte darf dabei auch etwas kleiner sein als der Topf, bloss nicht anders rum.

Lass keine Energie entweichen

Auch der Deckel muss die richtige Grösse haben. Dadurch kannst du bis zur Hälfte des Stromes sparen, der verbraucht wird, wenn du ohne Deckel kochst. Wer Dampfkochtöpfe und Isolierpfannen einsetzt, kann die Zahl der Kilowattstunden um die Hälfte senken.

So wenig Wasser wie möglich

Auch das, was sich in der Pfanne befindet, ist wichtig: Gemüse, Eier und Kartoffeln müssen nicht komplett von Wasser bedeckt sein. Es genügt, wenn diese grösstenteils im Dampf garen. Nudeln benötigen hingegen mehr Kochwasser, das man erst nach dem Aufkochen salzen sollte, da sich sonst der Siedepunkt nach hinten verlegt.

Topf mit kaltem Wasser füllen

Meistens ist es effizienter, kaltes Wasser aus dem Hahnen zu lassen und dieses auf dem Herd aufzuwärmen. Ausser, du hast eine eigene Solarthermie-Anlage, mit der du dein Warmwasser aufbereitest.

Restwärme nutzen

Stelle die Herdplatten etwa zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit aus und nutze die Restwärme

Die Dunsthaube ist kein Muss

In den warmen Monaten kann man getrost ab und zu auf die Dunstabzugshaube verzichten und alternativ ein, zwei Fenster öffnen. Im Winter jedoch wäre der Wärmeverlust grösser als die Stromeinsparung der Abzughaube.

Herd über Backofen

Wenn du die Wahl hast zwischen Backofen und Herd, wähle die Herdplatte, da diese energieeffizienter ist.

Weitere Stromspartipps für den Haushalt und vor allem fürs Homeoffice erhältst du hier.

Tipps zum Stromsparen beim Backen und Garen

Vergiss das Vorheizen

Wenn du auf das Vorheizen verzichtest, kannst du ganz einfach Strom sparen. Denn da wir den Backofen meist viel zu früh vorheizen, ist der Stromverbrauch höher, als wenn wir das Gericht im kalten Ofen 5 Minuten länger garen müssen. 

Öffne die Tür nicht

Beim Öffnen der Ofentür entweicht eine Menge Energie. Während des Backens sollte man deshalb darauf verzichten und besser das Lämpchen anschalten. 

Lesetipp:

Achte darauf, was du im Backofen zubereitest

Aufläufe sind wahre Energieverschwender. Denn sie werden zuerst gekocht und anschliessend im Ofen gebacken. Oftmals ist es möglich, komplette Menüs entweder im Backofen oder auf dem Herd zu zubereiten. Beispielsweise können Braten mit bis zu einem Kilogramm Gewicht ohne weiteres in einer Pfanne gebraten werden. So spart man bis zu zwei Drittel an Energie. Ein grösserer Braten eignet sich eher für das Schmoren im Backofen.

Setze auf Umluft

Die Funktion Umluft ist optimal, wenn mehrere Speisen zeitgleich auf verschiedenen Etagen im Ofen garen. Die Temperatur kann dabei um 20 Grad reduziert werden. Im Schnitt spart man mit der Umluft-Funktion rund 15 Prozent Strom gegenüber der Unter- und Oberhitze. 

Nutze die Restwärme

Schalte den Backofen aus, wenn der Kuchen noch 5 Minuten braucht. So nutzt du die Restwärme und sparst weiter Energie.

Schaufle deinen Backofen frei

Nimm Bleche und Gitter, die beim Backen nicht benötigt werden, aus dem Ofen. Da diese mit erhitzt werden, wird zuätzlich Strom verbraucht.

Brötchen im Toaster

Verwende den Toaster mit Aufsatz, um Brötchen aufzubacken. So sparst du bis zu 70 Prozent an Strom. 

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