Strom sparen beim Kochen und Backen – diese cleveren Tricks helfen

In der Küche geht es oft heiss her, denn sie ist der energieintensivste Raum der Wohnung. Unsere 14 einfachen Tipps helfen dem Stromsparen beim Kochen und Backen auf die Sprünge.

Stromsparen beim Backen und Kochen die besten Tipps
Wer den Ofen 10 Minuten vor Backende ausschaltet, spart Energie. Foto: © Vasyl Dolmatov / iStock / Getty Images Plus
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Knapp 13 Prozent des gesamten Jahresenergieverbrauchs braucht eine vierköpfige Familie, um Speisen zu zubereiten.

Die Küche ist somit der Raum, der am meisten Energie verbraucht. Das bedeutet aber auch, dass hier viel Strom gespart werden kann! Wir zeigen, wie Sie beim Kochen und Backen ganz leicht Energie sparen.

Stromfresser Herd: So viel Strom verbraucht Ihr Menü tatsächlich

Allein fürs Kochen und Backen wendet ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr etwa 450 Kilowattstunden Strom auf.

Die Herdplatten schlucken davon mehr als die Hälfte. Dabei verpufft ein grosser Teil ungenutzt: Um einen Liter Wasser auf einem Glaskeramikfeld zu erwärmen, gehen bereits 45 Prozent des Stroms über Herdplatte und Pfanne verloren.

Wenngleich der Ofen nur ein Viertel der jährlichen Koch- und Backenergie verbraucht, fällt auch hier ein enormer Wärmeverlust an. Wer einen Braten im vorgeheizten Backofen zubereitet, wendet dafür 2,2 Kilowattstunden Strom auf. Davon verflüchtigen sich mehr als drei Viertel. Nur sieben Prozent der Energie werden für das eigentliche Garen eingesetzt.

Die restlichen Kilowattstunden verteilen sich auf andere Geräte wie Kaffeemaschine oder Wasserkocher. Diese Küchenhelfer arbeiten meist effizienter als die Herdplatten – es sei denn, die Geräte laufen im Standbybetrieb. Teilweise sind sie auch mit einer Schaltuhr ausgestattet und holen so beim Stromverbrauch schnell wieder auf.

Zum Stromsparen energieeffiziente Geräte nutzen

Induktionsherd zum Energiesparen

Wer auf einem Induktionsherd kocht, spart im Vergleich zu herkömmlichen Glaskeramikplatten etwa ein Viertel an Energie ein. Durch ein elektromagnetisches Feld wird das Kochgeschirr direkt erhitzt. Dafür benötigt man spezielle Pfannen aus Gusseisen oder magnetischem Edelstahl.

Allerdings haben Induktionsherde einen höheren Anschaffungspreis, der sich nicht über den eingesparten Strom amortisiert. Weiterhin sind Glaskeramikkochfelder oder Gasherde zu empfehlen, die das Stromsparen beim Kochen und Backen erleichtern.

Diejenigen, die noch gusseiserne Platten nutzen, verbrauchen bis zu 20 Prozent mehr Energie.

Bei der Energieeffizienz tappen jedoch viele Verbraucher im Dunkeln, denn bis heute tragen Kochplatten keine Energieetikette.

Steamer zum Energiesparen

Mit einem Steamer, auch als Dampfgarer bezeichnet, kochen Sie energieeffizient, da sie gut wärmegedämmt sind. Das Dampfgaren reduziert nicht nur die Kochzeit, sondern bewahrt auch den Eigengeschmack der Speisen und die Vitamine besser als ein herkömmlicher Ofen.

Stromsparen mit der Mikrowelle?

Clever gespart:

Mikrowellen eignen sich hauptsächlich für Singlehaushalte oder Personen, die gerne alleine essen. Für alle, die mehr als eine Portionen zubereiten, lohnt es sich, den Herd einzuschalten. Laut Stiftung Warentest verbrauchten die meisten der getesteten Kombi-Mikrowellen knapp zehn Prozent mehr Strom als ein Backofen der Energieeffizienzklasse A.

Besonders beliebt ist bei Mikrowellen die Auftaufunktion. Wer aber tiefgekühlte Gerichte stattdessen frühzeitig aus dem Fach herausholt und über Nacht liegen lässt, spart merklich Strom.

Doch nicht nur auf die Geräte kommt es darauf an. Auch mit den folgenden 14 einfachen Tipps, lässt sich beim Kochen und beim Backen Strom sparen.

So einfach sparen Sie Energie beim Kochen – 7 clevere Tipps 

  1. Zeit und Strom spart man, indem man das Wasser für Reis, Kartoffeln, Nudeln und Tee zuvor in einem Wasserkocher erhitzt. So reduziert man den Energieverbrauch um die Hälfte, da Wärmeverluste wegfallen. Allerdings sollten Sie mit dem Wasser sparsam umgehen. Um wirklich Strom zu sparen, kochen Sie nur jeweils so viel Wasser, wie Sie für Ihr Gericht auch wirklich benötigen. Der Wasserkocher allerdings nur Strom, falls Sie einen Elektro- und Glaskeramikherd haben. Beim Gasherd ist es genau umgekehrt: Im Vergleich dazu ist der Wasserkocher der Stromfresser.
  2. Unterschiedlich grosses Kochgeschirr hilft beim Stromsparen: Beim Kochen sollte man geringe Essensmengen in entsprechend kleinen Pfannen erhitzen.
  3. Wählen Sie für den jeweiligen Topf die entsprechend grosse Herdplatte auf dem Kochfeld. Die Herdplatte darf dabei auch etwas kleiner sein als der Topf.
  4. Kochen Sie mit einem Deckel, der die richtige Grösse hat, dadurch können Sie bis zur Hälfte des Stromes sparen, wie wenn Sie ohne Deckel kochen.
  5. Wer Dampfkochtöpfe und Isolierpfannen einsetzt, kann die Zahl der Kilowattstunden um die Hälfte senken.
  6. Stellen Sie die Herdplatten etwa zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die Restwärme.
  7. Auch das, was sich in der Pfanne befindet, ist wichtig: Gemüse, Eier und Kartoffeln müssen nicht komplett von Wasser bedeckt sein. Es genügt, wenn diese grösstenteils im Dampf garen. Nudeln benötigen hingegen mehr Kochwasser, das man erst nach dem Aufkochen salzen sollte, da sich sonst der Siedepunkt nach hinten verlegt.  

Weitere Tipps, wie Sie in Ihrem Haushalt ganz einfach Strom sparen, erhalten Sie hier.

So kriegen Sie es trotzdem gebacken – 7 Tipps zum Stromsparen beim Backen und Garen

1. Verzichten Sie auf das Vorheizen des Ofens, um Strom zu sparen. Denn da wir den Backofen meist viel zu früh vorheizen, ist der Stromverbrauch höher, als wenn wir das Gericht im kalten Ofen 5 Minuten länger garen müssen.

Lesetipp:

2. Achten Sie darauf, was Sie im Backofen zubereiten: Aufläufe sind wahre Energieverschwender. Denn Sie werden zuerst gekocht und anschliessend im Ofen gebacken. Oftmals ist es möglich, komplette Menüs entweder im Backofen oder auf dem Herd zu zubereiten. Beispielsweise können Braten mit bis zu einem Kilogramm Gewicht ohne weiteres in einer Pfanne gebraten werden. So spart man bis zu zwei Drittel an Energie. Ein grösserer Braten eignet sich eher für das Schmoren im Backofen.

3. Was für den Herd gilt, gilt auch für den Backofen: Stellen Sie ihn ruhig 10 Minuten früher aus und nutzen Sie für Ihr Gericht die Restwärme.

4. Die Funktion Umluft ist optimal, wenn mehrere Speisen zeitgleich auf verschiedenen Etagen im Ofen garen. Die Temperatur kann dabei um 20 Grad reduziert werden. 

5. Um das Essen zu kontrollieren, öffnen viele die Herdtür. Bei jedem Blick ins Innere entweichen bis zu 20 Prozent an Energie. Deshalb lohnt es sich, stattdessen die Ofentür zu putzen und durch die Scheibe zu schauen.

6. Nehmen Sie Bleche und Gitter, die beim Backen nicht benötigt werden, aus dem Ofen. Da diese mit erhitzt werden, wird zuätzlich Strom verbraucht.

7. Verwenden Sie den Toaster mit Aufsatz, um Brötchen aufzubacken. So sparen Sie bis zu 70 Prozent an Strom. 

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