Schadstoffarmer Gemüsegarten: Pflanzen wenig belastet

Ein eigener Gemüsegarten ist eine gute Alternative, um die Chemie aus Düngern und Pestiziden zu vermeiden. Aber wie steht es mit den unbekannten Schadstoffen im Boden? Eine Studie zeigt: Das Gemüse aus dem eigenen Garten enthält selbst bei belasteten Böden kaum Umweltgifte.

Gemüsegarten: kaum Schadstoffe im eigenen Gemüse
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In einem Feldversuch wurde selbst gezogenes Gemüse aus dem Gemüsegarten auf unerwünschte Inhaltsstoffe, die direkt aus dem Boden aufgenommen werden könnten, untersucht. Es zeigte sich, dass die oberirdisch wachsenden Pflanzenteile unbedenklich für den Verzehr sind. Tomaten, Salat oder Kohl können zwar Umweltgifte enthalten, allerdings wurden nur sehr geringe Mengen unterhalb des empfohlenen Grenzwertes gemessen. Bei den Früchten, die direkt aus dem Boden geerntet werden, fand man zwar ebenfalls nur wenige Schadstoffe, jedoch überstiegen diese den Grenzwert leicht.

Zu diesen Ergebnissen kam ein Forscherteam der Kansas State University, das herausfinden wollte, wie viel von den Umweltgiften aus belasteten Böden ins Gemüse gelangen. Dafür wurde Gemüse in stark belasteten Böden angebaut. Da die verschiedenen Gemüsearten Nährstoffe auf unterschiedliche Weise aufnehmen, wurden gleich drei Pflanzensorten (Rüebli, Tomaten und Blattkohl) angepflanzt. Insgesamt waren die Werte für alle Schadstoffe sehr niedrig. Dennoch betonen die Forscher, ist es wichtig die Erde vor der Zubereitung gründlich zu entfernen, damit nicht doch noch Gifte im Essen landen.

Um bei Wurzelgemüse absolut sicher zu sein, dass es keine Umweltgifte enthält, können Sie die Pflanzen in Töpfen oder Hochbeeten mit sauberer Erde anstatt im Gemüsegarten anbauen. Wir haben dazu in unserem Beitrag «Wie Sie am besten ein Hochbeet selber bauen» eine einfache Anleitung für Sie.  

Quelle: scinexx.de, Autor: Regina Rohland