«Grüne» Osternester einfach selbst machen

Selbst gefärbte Eier sorgen für ein grünes Osterfest.

Eier selber Färben macht Spass und hilft die Ostern unter dem Motto «grün» feiern zu können. Foto: Zakharova_Natalia / iStock / Thinkstock

Ostern unter dem Credo «grün» feiern, hört nicht beim Ostereier färben auf. Schöne, umweltfreundliche Osternester lassen sich mit natürlicher Dekoration und kreativem Recycling-Basteln leicht herstellen. Ein ungiftiges und nicht abfärbendes Füllmaterial für Osterkörbchen bietet die Natur mit der Sommergerste an. Sie ist ein saftig-grünes Gras, das Sie zu Hause innerhalb weniger Tage ganz einfach selbst züchten können. Die Sommergerste braucht bei Zimmertemperatur nämlich nur sieben bis zehn Tagen Wachszeit, um eine gute Höhe für Osternester zu erreichen. Dafür pflanzen Sie einfach einige Tage vor Ostern ein paar Samen aus dem Garten-Center in einen Topf mit Erde und lassen die Gerste wachsen, bis sie die gewünschte Höhe erreicht hat.

Die gezüchtete Füllung können Sie anschliessend in ein selbst gemachtes Osternest legen. Eine tolle BasteIidee ist hierfür das Osterkörbchen aus Tetrapack, das Sie zusammen mit Ihren Kindern basteln können.

Für das Osternest brauchen Sie:

  • Eine leere Saft- oder Milchpackung
  • Acryl-Farbe oder buntes Tonpapier
  • Fertige Ostermotive oder Vorlagen zum Ausschneiden aus Tonpapier
  • Eine Schere
  • Büroklammern
  • Leim oder Kleber

Und so geht's:

Schneiden Sie die Tetra-Packung längsseitig auf und säubern Sie den Inhalt gründlich. Messen Sie nun von unten die von Ihnen gewünschte Körbchenhöhe, markieren diese und schneiden den Rand gerade ab. Für einen Henkel schneiden Sie von dem entfernten Stück einen möglichst langen, circa 2 cm breiten Streifen ab. Die Enden des Streifens bringen Sie je seitlich in der Mitte der Tetrapackung mit Leim oder Büroklammern an. Nun sind Ihrer oder der Fantasie Ihrer Kinder keine Grenzen mehr gesetzt. Malen Sie das Körbchen in der gewünschten Farbe an und dekorieren es mit Ostermotiven fertig. Oder bekleben Sie das Osternest mit selbst gestalteten Motiven aus Tonpapier.

Neben selbst gefärbten Eiern gehören auch Schokoladen-Hasen ins traditionelle Osternest. Das Angebot an Schoggi-Osterhasen ist in den Supermärkten riesig und man läuft leicht Gefahr, den Überblick zu verlieren. Möchten Sie Schokolade kaufen und essen, die unter fairen und ökologischen Bedingungen produziert wurde, dann gilt es auf bestimmte Bio- und Sozial-Labels zu achten. Einen Überblick über alle Labels mit Bewertung erhalten sie auf der Website des WWF. Das grösste Angebot an Fair Trade-Schokolade bietet das Unternehmen Claro an. Es verarbeitet neben dem durch Max Havelaar zertifizierten Kakao aus Bolivien auch Max Havelaar zertifizierten Bio Vollrohrzucker von den Philippinen. Dadurch beträgt der Fair Trade-Anteil der Schokolade bis zu 99 Prozent.

Auf einen nachhaltigen Konsum gilt es auch beim Blumenkauf für Ostern zu achten. Nicht immer sind die bunten Sträusse auch fair und biologisch produziert. Der K-Tipp (eine Schweizer Konsumentenzeitschrift) berichtet, wie in Kenia oder Kolumbien bei der Blumenzucht um die hundert verschiedene Pestizide eingesetzt werden, vor denen die ArbeiterInnen nur gering geschützt werden. In Holland sind illegale Arbeiter aus aller Welt für einen Minimallohn engagiert, teilweise übersteigt der Stundenlohn nicht mal 2 Franken. Deswegen lohnt es sich, beim Blumenkauf auf das Max Havelaar- oder FLP-Gütesiegel zu achten. Letzteres steht für «Flower Label Programm» und sichert dem Käufer eine ökologische Produktion und sozial faire Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiter zu. Dann steht einem «grünen» Osterfest nichts mehr im Weg.

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Bunte Osterdeko mit frischen Blumen selber machen

Bunte Osterdeko mit frischen Blumen selber machen

Besonders nachhaltig wird eine schöne Blumendeko für Ostern, wenn Sie die Pflanzen später in den Garten umsiedeln können. Damit die Osterdeko noch etwas aussergewöhnlicher wird, nehmen Sie vielleicht einmal eine Tasse statt eines klassischen Blumentopfes zum Einpflanzen. Gerade auf dem Kaffeetisch zu Ostern macht sich das schön.

Sie können aber auch andere ungewöhnliche Pflanzengefässe verwenden, wie etwa ein Joghurtglas mit etwas farbiger Jute umwickelt. Oder Sie pflanzen die Blume direkt in eine Eierschale hinein. Foto: © Kati Finell / iStock / Thinkstock

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Tipps für ein ökologisches Osterfest auf einen Blick:

  • Färben Sie Ihre Bio-Eier selbst mit natürlichen Pflanzen
  • Basteln Sie mit Ihren Kindern tolle Osternester aus Recycling-Material
  • Achten Sie beim Kauf von Schokolade auf das Bio- und Fair Trade-Gütesiegel
  • Kaufen Sie Schnittblumen zu Ostern, die das FLP- und Max Havelaar-Gütesiegel tragen

Quellen: creadoo.com, bundladen.de, wwf.ch, ktipp.ch, zuerchertierschutz.ch, Text: Lea Schwer