Erneuerbare Energien schonen die Umwelt

Wasser, Wind, Solar, Erdwärme - aus diesen Quellen wird in Zukunft ein grosser Teil der benötigten Energie stammen. Weltweit fördern Staaten die Entwicklung bei nachhaltiger Stromerzeugung und setzen sich ehrgeizige Klimaziele.

Durch erneubare Energie schonen Sie Natur und Umwelt
Erneuerbare Energie spielt beim Klimaschutz eine tragende Rolle. Foto: © violetkaipa / iStock / Thinkstock
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Bis in zehn Jahren sollen mindestens 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der EU durch alternative Energiequellen gedeckt werden. Dies bestimmt die 2008 erlassene EU-Richtlinie zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Zusätzlich sollen staatliche Pakete für eine «grüne» Belebung der weltweiten Wirtschaft sorgen. Die Pläne konzentrieren sich auf die Bereiche Energieeffizienz sowie saubere Energien und beinhalten unter anderem die Themen schadstofffreie Autos, Gebäudesanierungen, Stromversorgung, Transportverkehr, Infrastruktur und Wasserversorgung.

Aber nicht nur öffentliche Hilfsmassnahmen forcieren den langfristigen Trend hin zu sauberen Energien. Steigende Lebensstandards, ein erhöhtes Bevölkerungswachstum und der noch immer hohe Ölpreis steigern zusätzlich die Nachfrage nach alternativen Energiequellen. Die stärkere Fokussierung auf die erneuerbaren Energien, insbesondere auf deren effizientere Nutzung, hat die Entwicklung neuer Technologien verstärkt. Davon profitieren Unternehmen, die sich mit neuen Energiequellen wie Wind, Solar, Geothermie oder Wellenkraft auseinandersetzen oder modernere Technologien entwickeln, wie verbesserte Turbinen und Brennstoffzellen.  

Wasser-Kraftwerke für nachhaltigen Strom

Die sicherste erneuerbare Energie, die bereits jetzt Grundlast für das Stromnetz zur Verfügung stellt, ist Wasser. Moderne Kraftwerke, etwa Staudämme, stellen täglich Energie bereit und sind ein verlässlicher Faktor im heutigen Energiemix.

In der Schweiz wird die Wasserkraft bereits seit Jahrzehnten intensiv genutzt. Allerdings gibt es auch noch viel ungenutzte Wasserkraft: das Meer. Wissenschaftler sehen in seiner erheblichen Bewegungsenergie die Zukunft der Stromversorgung. Allein Grossbritannien könnte aus der Nutzung der Meeresströmung und der Wellenenergie zehn Prozent seines gesamten Energiebedarfs decken. Schätzungen gehen davon aus, dass die Wellenenergie pro Küstenmeter bei 15 bis 30 Kilowatt liegt. Die weltweite Gesamtmenge der Wellenenergie wird auf ein Terrawatt geschätzt, ein unglaubliches Potenzial, das rund tausend Atomkraftwerken entspricht. Ungefähr 50 Prozent des weltweiten Energiebedarfs könnten damit gedeckt werden.

Die Hoffnung auf eine kommerzielle Nutzung dieser niemals versiegenden Energiequelle hat daher inzwischen zu einem regelrechten Wettlauf zwischen den konkurrierenden Technologien geführt: Mechanische Energieformen, wie Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke und Strömungskraftwerke, werden bereits heute genutzt. Thermische Energie hingegen, wie Meereswärme- oder Osmose-Kraftwerke, die Energie aus den Unterschieden im Salzgehalt gewinnen, bieten eher in Zukunft Perspektiven.